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Siemens Automatisierung bei Stryker Leibinger

Redakteur: Peter Reinhardt

In seinem Werk am Standort Mühlheim-Stetten nahe Tuttlingen fertigt Stryker Leibinger im Drei-Schicht-Betrieb Titan-Implantate. Die maschinelle Ausrüstung erfüllt alle Voraussetzungen, die für eine automatisierte und zudem lückenlos dokumentierte Serienproduktion von medizinischen Implantaten notwendig sind.

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Stefan Waizenegger, Bereichsleiter CNC in der Produktion von Platten bei Stryker Leibinger: „Alle unsere fünf Chiron FZ 12K S high speed sind mit integrierter, flexibler Flexcell-Uno-Automation von Chiron und der neuesten Steuerungsgeneration Sinumerik 840D sl von Siemens ausgerüstet.“
Stefan Waizenegger, Bereichsleiter CNC in der Produktion von Platten bei Stryker Leibinger: „Alle unsere fünf Chiron FZ 12K S high speed sind mit integrierter, flexibler Flexcell-Uno-Automation von Chiron und der neuesten Steuerungsgeneration Sinumerik 840D sl von Siemens ausgerüstet.“
(Bild: Siemens)

Der Raum Tuttlingen gilt als das Weltzentrum der Medizintechnik. Zu Recht: Mehr als 400 Unternehmen gehören zu diesem Medizintechnik-Cluster. Eines davon ist Stryker Leibinger. 120 Mitarbeiter fertigen medizinische Instrumente und Implantatsysteme für Kopf, Hand und Fuß.

Die Herstellung solcher Medizinprodukte setzt eine zuverlässige maschinelle Ausrüstung voraus. Das insbesondere für die dreischichtige Serienproduktion, die Automatisierungslösungen erforderlich macht. Um dem gerecht zu werden, hat das Unternehmen ein einheitliches Maschinen- und Steuerungskonzept eingeführt. „Für die Fertigung von Implantaten sind bei uns Chiron-Werkzeugmaschinen mit Siemens-Steuerungen im Einsatz“, so Stefan Waizenegger, Bereichsleiter CNC in der Produktion von Knochenplatten. „Denn die Offenheit und Anpassungsfähigkeit dieser Maschinen und Steuerungen erlaubt in dieser Kombination einen hohen Automatisierungsgrad und damit die unbemannte Produktion.“

Bearbeitungszentren sind komplexe Einheiten

Immer seltener werden Bearbeitungszentren solitär betrachtet. Vielmehr gelten sie als Einheiten, die neben den Werkzeugmaschinen auch deren individuelle Konfiguration und Automatisierung einschließen. Wichtig ist außerdem, dass sie zum Produktsortiment und zur weiteren Infrastruktur passen. Dazu gehört nicht zuletzt eine moderne Maschinensteuerung. Ausreichend vielfältige Schnittstellen für die unkomplizierte Anbindung von Automatisierungslösungen sind Voraussetzung dafür, dass die Auswahl der weiteren Ausrüstung ohne herstellerspezifische Abhängigkeiten erfolgen kann.

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Stryker Leibinger hat insgesamt fünf Multifunktions-Bearbeitungszentren des Typs Chiron FZ 12K S high speed mit Flexcell Uno in Betrieb – davon zwei am Fertigungsstandort Mühlheim-Stetten, rund zehn Kilometer nordöstlich von Tuttlingen. Sie sind allesamt mit der neuesten Steuerungsgeneration von Siemens Sinumerik 840D sl, einem Roboter und einem Belademagazin ausgerüstet.

Auf den beiden Fünf-Achs-Maschinen vor Ort läuft die Serienproduktion von Osteosynthese-Implantaten zur Fixierung von Knochenbrüchen in Komplettbearbeitung. Bei den Implantaten handelt es sich hauptsächlich um chirurgische Platten in unterschiedlichen Ausführungen und Längen für die Versorgung von Handgelenks- und Unterschenkelfrakturen. Weil Produkte und Fertigungsverfahren bei der Anschaffung der Bearbeitungszentren bereits feststanden, ließen sich Konfiguration und Automatisierung auf die Anwendungen hin optimieren.

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