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RFID-Chips enthalten alle relevanten Informationen
Das Belademagazin an den Fertigungszentren ist mit einem RFID-System (Radio-Frequency-IDentification) von Siemens ausgestattet. Die RFID-Chips sind jeweils an den Paletten angebracht, die während des Betriebs mit identischen Blanks, also Rohteilen, bestückt sind. Sie enthalten einen Fertigungscode, dem alle relevanten Informationen für die Maschine zugeordnet sind, also Roboterprogramm, -fahrwege und Steuerungsprogramm.
Von den kurzen Handgelenksplatten passen 28 Stück auf eine Palette. Von den langen Zwölf-Loch-Platten für das Wadenbein finden neun Stück pro Palette Platz. Die Rohteile werden vor der Bearbeitung aus einem Titan-Profil auf Länge geschnitten, anschließend gestanzt, gebogen und bei der Fertigung auf der Fünf-Achs-Maschine in einem Arbeitsgang gefräst. Ein integrierter Roboter entnimmt die Blanks und lagert die Fertigteile nach dem Bearbeiten wieder auf den Paletten ein. Ist eine Palette abgearbeitet, wird gewechselt; die Maschine liest den neuen Chip aus und die Produktion läuft unterbrechungsfrei weiter.
Einmal komplett eingerichtet, sind die Maschinen so in der Lage, rund um die Uhr parallel und mannlos verschiedene Produkte mittels unterschiedlicher Aufträge in einem Prozess zu fertigen. Mannlos bedeutet hier, dass werktags in der dritten Schicht in der Regel ein Mitarbeiter pro Bereich anwesend ist, der sich um Neuanläufe und Fehlermeldungen kümmert. An Wochenenden laufen die Maschinen gänzlich unbeaufsichtigt. In 24 Stunden werden auf diese Weise pro Maschine mehrere Hundert Teile gefertigt.
Bei den Unterschenkelimplantaten für das Wadenbein gibt es ziemlich große Längenunterschiede. Bei den Handgelenksplatten für die Speiche existieren neben unterschiedlichen Längen auch noch verschiedene Breiten. Obendrein sind diese Platten nicht symmetrisch, denn es gibt sowohl spezielle Implantate für die linke wie auch für die rechte Hand.
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