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Roadshow Medizintechnik für Metallzerspaner: Die Prozesskette beherrschen

| Autor / Redakteur: Peter Reinhardt / Peter Reinhardt

Von langer Hand geplant hat am 12. Juni die Auftaktveranstaltung der Roadshow „Medizintechnik für Metallzerspaner“ bei Siemens in Erlangen stattgefunden. Dabei wurde klar: Innerhalb der Prozesskette zur Fertigung von Implantaten und chirurgischen Instrumenten sind auch die beteiligten Ausrüster letztlich nur so stark wie ihre Partner. Welche Möglichkeiten es gibt, die Kosten zu senken und die Qualität zu steigern, können Kurzentschlossene hier lesen und noch an zwei weiteren Terminen in Bielefeld (19. Juni) und Schorndorf (26. Juni) in Theorie und Praxis erleben.

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Live-Fertigung eines Knieimplantats
Live-Fertigung eines Knieimplantats
(Bild: Reinhardt)

Die Herausforderungen für Metallzerspaner in der Medizintechnik sind enorm. Darin sind sich alle Referenten einig. Sie reichen von der Bewältigung immer kleinerer Fertigungstoleranzen für immer filigranere Bauteile bis zur Herstellung patientenspezifischer Implantate in Losgröße 1.

Bilder von der Auftaktveranstaltung bei Siemens in Erlangen

Der Kostendruck schlägt durch

„Dem gegenüber steht aufgrund des Kostendrucks der dringende Wunsch nach einem hohen Grad an Automatisierung - möglichst auf kleinem Raum. Denn Produktionsfläche ist wertvoll“, so Dr. Uli Sutor von DMG. Er ist noch vor wenigen Tagen in den USA gewesen und weiß zu berichten, dass dort zwar ein „Vor-Präsidentschaftswahlkampf-Boom“ zu spüren ist, mahnt aber, dass die von US-Präsident Obama eingeführte 15-prozentige Steuer auf Medizintechnikprodukte zur Finanzierung der Krankenversicherung eine enorme Belastung darstellt.

Einstellgeräte senken die Kosten

Doch in der Zerspanungsprozesskette es gibt gute Möglichkeiten zur Kostensenkung. Enormes Potenzial hat zum Beispiel die Verlängerung der Werkzeugstandzeiten. Welchen Einfluss dabei die richtige Einstellung der Werkzeuge hat, macht Torsten Schulz von E. Zoller deutlich. Dank eines Voreinstellgerätes kann z.B. Stryker ein fünfschneidiges Wirbelwerkzeug für Knochenschrauben endlich prozesssicher so einstellen, dass tatsächlich alle fünf Schneiden im Eingriff sind. Ergebnis: Die Standzeit ist um 20 Prozent gestiegen, die Rüstzeit um 15 Minuten pro Operation gesunken. „Bei zwei Millionen Knochenschrauben pro Jahr eine spürbare Verbesserung“, so Schulz, der zudem auf deutlich bessere Teilequalität verweist.

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