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Medizintechnik für Metallzerspaner: Die Prozesskette beherrschen

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Tieflochbohren und Gewindefräsen

Mit dem Tieflochbohren kennt sich Martin Hirsch von der Walter AG aus. Das ist beispielsweise bei der Fertigung von Knochenschrauben und -nägeln wichtig. Er berichtet von einem Anwender der durch „Bohren ohne Lüften“ - also in einem Zug - bei 70.000 Teilen pro Jahr 758 Stunden freie Maschinenkapazität gewonnen hat.

Ist das Loch erst mal gebohrt, müssen nicht selten Gewinde eingebracht werden. Auch hier weiß Hirsch, wie das prozesssicher geht. „Mit der richtigen Frässtrategie sind Anwender in der Lage, auch kleine Gewinde absolut lehrenhaft vom ersten bis zum letzten Gang zu fertigen.“

Automatisierte Messtechnik statt konventioneller Lehren

Schluss mit Lehren konnte dagegen ein Kunde von Dieter Raufer, Renishaw machen. „Dank automatisierter Vergleichsmessungen mit unserem Universal-Mess-System konnten 2000 Prüflehren eingemottet werden.“ Dafür seien noch nicht einmal die klimatisierten Bedingungen eines Messraums nötig. Ganz im Sinne der Prozesskette gibt Raufer den Teilnehmern auch mit, wie der Einfluss innerhalb der Prozesspyramide von der vorbeugenden Grundlage über die Einrichtung und Regelung bis zur Ergebnisüberwachung abnimmt.

Den richtigen Kühlschmierstoff finden

Zurück zu den Kühlschmierstoffen (KSS). Diesen ist hohe Bedeutung beizumessen, denn ein Wechsel ist für Medizintechnikhersteller nur mit großem Aufwand möglich. „Doch für die Auswahl der geeigneten Fluide ist die Frage nach Referenzen nur bedingt tauglich“, warnt Daniel Schär von Blaser Swisslube Anwender vor trügerischer Sicherheit. Denn es fließen viele individuelle Parameter in die Validierung der Kundenprozesse ein. Und was dem einen tauge, müsse für den anderen noch lange nicht geeignet sein. Beratung tut also Not.

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