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BV-Med Der Brexit und die Medizinprodukte

Redakteur: Julia Engelke

Zu den regulatorischen und rechtlichen Änderungen für Medizinprodukte gibt es auch nach der Einigung zwischen Europa und Großbritannien auf ein Freihandelsabkommen ohne Zölle und Quoten noch zahlreiche offene Fragen. Der Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, setzt sich für Medizinprodukte-Unternehmen ein und informiert in einem Webinar über die Auswirkungen.

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Auch nach der Einigung zwischen Europa und Großbritannien auf ein Freihandelsabkommen ohne Zölle und Quoten gibt es noch zahlreiche offene Fragen, vor allem für Medizinprodukte-Hersteller.
Auch nach der Einigung zwischen Europa und Großbritannien auf ein Freihandelsabkommen ohne Zölle und Quoten gibt es noch zahlreiche offene Fragen, vor allem für Medizinprodukte-Hersteller.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Auch nach der Einigung zwischen Europa und Großbritannien auf ein Freihandelsabkommen ohne Zölle und Quoten gibt es noch zahlreiche offene Fragen – beispielsweise zu den regulatorischen und rechtlichen Änderungen für Medizinprodukte. Der Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, setzt sich dabei weiter für ein Gegenseitiges Anerkennungs-Abkommen (MRA) für Medizinprodukte zwischen der EU und Großbritannien ein, um bürokratische Hemmnisse abzubauen. Die BV-Med-Akademie informiert am 24. Februar 2021 in einem Webinar über die Auswirkungen des Freihandelsabkommens auf den Medtech-Sektor.

Übergangsfrist für CE-gekennzeichnete Produkte

„Für unsere Medizinprodukte-Unternehmen ist es wichtig, dass es bis Juni 2023 eine Übergangsfrist für CE-gekennzeichnete Produkte nach MDD/AIMDD und MDR gibt“, betont BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Ab dann soll in Großbritannien nur noch die neue UKCA-Kennzeichnung gelten. Der BV-Med sieht gute Chancen zur Verhandlung eines MRAs speziell für Medizinprodukte, weil man in diesem Bereiche bereits mit den Anforderungen an die CE-Kennzeichnung einen gemeinsamen Startpunkt hat und anders als mit anderen Zulassungssystemen keine Kompromisse verhandeln muss. „Denn es ist für beide Seiten wichtig, doppelte und aufwändige Konformitätsbewertungsverfahren zu verhindern zumal die Ressourcen bei den wenigen Benannten Stellen in Großbritannien begrenzt sind“, so Möll.

Offene Fragen zum Freihandelsabkommen

Zur Ausgestaltung der nationalen Regelungen gibt es auch nach dem Abkommen mit der EU noch zahlreiche offene Fragen. Nach welchen Regeln und bis wann muss die neue UKCA-Kennzeichnung angewendet werden? Was ist neu in Bezug auf britische Benannte Stellen? Welche Aufgaben hat die „verantwortliche Person“ in Großbritannien? Und welche Änderungen sind bei der Registrierung von Medizinprodukten in Großbritannien zu erwarten? Diese Fragen beantwortet die BV-Med-Akademie in einem Brexit-Webinar „Auswirkungen des Freihandelsabkommens auf den Medtech-Sektor“ am 24. Februar 2021 von 10 bis 12 Uhr. Experten sind Phil Brown vom britischen Medtech-Verband ABHI sowie Jesús Rueda Rodríguez von Medtech Europe. Programm und Anmeldung unter www.bvmed.de/brexit-2021.

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