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Medizintechnik international
Exportstarke Medtech-Branche kommt nicht zur Ruhe

Von Julia Engelke 5 min Lesedauer

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Die deutsche Medizintechnik-Branche ist sehr exportorientiert. Die größten Abnehmer sind die USA und China. Doch genau diese Länder machen jetzt Probleme.

Donald Trumps Zollpolitik bereitet der exportstarken deutschen Medizintechnik-Branche momentan Kopfschmerzen.(Bild:  GPT Image Editor/KI-generiert)
Donald Trumps Zollpolitik bereitet der exportstarken deutschen Medizintechnik-Branche momentan Kopfschmerzen.
(Bild: GPT Image Editor/KI-generiert)

Medizintechnik „Made in Germany“ ist weltweit gefragt. Der Auslandsumsatz der Medtech-Branche 2024 erreichte einen Wert von 28,2 Milliarden Euro. Die Exportquote der deutschen Medtech-Branche liegt damit bei rund 68 Prozent. Ausgehend von den Außenhandelsdaten entfielen rund 39 Prozent der Exporte auf Länder der Europäischen Union, 20 Prozent auf Nordamerika und 17 Prozent auf Asien. Die Top-5-Zielländer deutscher Exporte (Stand 2023) sind die USA, China, die Niederlande, Frankreich und die Schweiz. So weit, so gut? Momentan tun sich für die exportstarke Branche allerdings einige Probleme auf.

Unsicherheit durch Trumps USA-Politik

Das aktuellste Thema, das den Export betrifft, ist wohl die Beziehung zu den USA. Am 2. April 2025 hat US-Präsident Donald Trump umfassende Zölle auf Importe aus der Europäischen Union erlassen. Nach einigen ungewissen Monaten wurde am 27. Juli eine Einigung zwischen den USA und der EU bekannt gegeben. Man hat sich auf einen einseitigen Zollsatz von 15 Prozent geeinigt. Seit dem 7. August findet dieser für den Großteil der Waren aus der EU Anwendung. Am 21. August haben die EU und die USA eine gemeinsame Erklärung (Joint Statement) veröffentlicht, in der es u. a. darum geht, dass die EU beabsichtigt, sämtliche Zölle auf US-amerikanische Industriegüter abzuschaffen und US-Erzeugnissen aus der Fischerei sowie der Landwirtschaft einen bevorzugten Marktzugang zu gewähren. Seit dem 1. September werden eine Reihe strategischer Produkte wie Flugzeuge und Flugzeugteile, Generika und nicht verfügbare natürliche Ressourcen bei der Einfuhr in die USA ausschließlich mit den MFN-Zöllen belegt. Die Obergrenze von 15 Prozent wird ebenfalls auf potenziell zukünftige Zölle für Pharmazeutika, Halbleiter und Bauholz Anwendung finden, sobald die US-Untersuchungen abgeschlossen sind. Rechtsverbindlich ist die gemeinsame Erklärung jedoch nicht. Medizintechnologien finden sich Stand jetzt nicht auf der Liste mit Ausnahmen, allerdings wird hinter den Kulissen über Ausnahmen für einige Branchen verhandelt.