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Faro Über die Medizintechnik zur Revolution der Messtechnik

Redakteur: Claudia Otto

Was in den 80ern in der Medizintechnik begann, mündete in den 90ern in eine Entwicklung, von der heute vor allem Mittelständler profitieren: Mit dem tragbaren Messarm brachte Faro die Messtechnik direkt in die Fertigung – niedrige Investitionskosten und einfache Bedienbarkeit machten es möglich.

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Der Faro Edge Scan-Arm ES ist branchenweit der leistungsfähigste tragbare Messarm, durch die verbesserte Scantechnologie können auch anspruchsvolle Oberflächen problemlos und schnell gescannt werden.
Der Faro Edge Scan-Arm ES ist branchenweit der leistungsfähigste tragbare Messarm, durch die verbesserte Scantechnologie können auch anspruchsvolle Oberflächen problemlos und schnell gescannt werden.
(Bild: Faro)

Seit Hunderten von Jahren wurden Handmessgeräte wie Mikrometer und Messschieber zur Erfassung der Abmessungen von Teilen verwendet. Weil sie aber mechanisch einfach konzipiert waren, konnten Handwerkzeuge nur Basismessdaten liefern, wie Breite, Länge und Dicke. Wurden aber komplexere Maße wie Form (Ebenheit, Rundheit ...) oder Abstände zwischen Löchern benötigt, waren die manuellen Messungen sehr zeitaufwendig. Auch wenn Handwerkzeuge damals die höchste Präzision boten, verlangten sie häufig versierte Bediener, weil bei manuellen Messungen immer das Risiko menschlicher Fehler bestand.

In den 1960-er Jahren wurden dann Koordinatenmessgeräte (KMG) für Techniker und Ingenieure eingeführt, die verschiedene äußere Formen und Abmessungen mit größerer Genauigkeit als Handwerkzeuge erfassen konnten. Stationäre KMG bestehen normalerweise aus einem Vermessungsbett, einem Messtaster (befestigt an einer Brücke), einem Computer und der Messsoftware zur Programmierung des KMG. Der Messtaster kann sich nur auf drei Achsen und innerhalb der Grenzen des Vermessungsbetts des KMG bewegen. Mit dem technologischen Fortschritt wurden Messarme erfunden, die dieselbe Funktionalität wie ein stationäres KMG, aber dazu auch Portabilität und höhere Flexibilität bieten. Messarme haben vielleicht nicht dieselbe Genauigkeit wie stationäre KMG, aber sie sind leicht (9 kg oder weniger), einfach zu bedienen und kostengünstiger als ein stationäres KMG.

Die unter anderem von Faro hergestellte, portable 3D-Messtechnik hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in der industriellen Produktion etabliert. Sie ermöglicht es, Messungen von Bauteilen und Anlagen direkt in der Fertigung beziehungsweise im Fertigungsprozess durchzuführen. Auf diese Weise können Produktionsfehler (Ungenauigkeiten, Normabweichungen ...) schneller als mit herkömmlicher Qualitätssicherung erkannt werden, weil das Bauteil direkt auf der Maschine gemessen werden kann. Des Weiteren kommt die 3D-Messtechnik auch in der Gerichtsmedizin, der Unfallforschung und der Medizintechnik zum Einsatz.

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Computergestützte Analysesysteme eröffnen neue Möglichkeiten

Die Medizintechnik ist es auch, in der das Unternehmen Faro seinen Ursprung hat, welches heute zu den Weltmarktführern im Bereich der portablen computergestützten Messmaschinen gehört. Den Grundstein legen die beiden Doktoranden Simon Raab und Greg Fraser, als sie am 21. Februar 1981 im kanadischen Montreal das Forschungs- und Entwicklungsunternehmen Res-Tech gründen.

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