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Über die Medizintechnik zur Revolution der Messtechnik

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3D-Gelenkarme, allgemein als Messarme bezeichnet, sind tragbare KMG, die die Position einer Messspitze oder eines Tasters im dreidimensionalen Raum bestimmen und speichern und die Ergebnisse über eine Software ausgeben. Die Bezeichnung leitet sich vom Aussehen des Geräts ab, das einem menschlichen Arm mit Schulter, Ellbogen, Unterarm und Handgelenk gleicht. Zur Berechnung der Position des Messtasters enthalten die Arme in jedem Gelenk patentgeschützte Inkrementaldrehgeber, mit deren Hilfe die exakten Koordinaten des Mess-tasters im Raum kontinuierlich berechnet werden.

Ausgestreckt liegt die radiale Reichweite normalerweise zwischen 0,65 und 2,00 m. In der KMG-Branche werden Messarme nach ihrer gesamten Einsatzreichweite zwischen 1,20 m und 3,65 m eingestuft. Je kürzer der Arm, desto größer ist die Genauigkeit, weil weniger mechanische Fehler aufgrund der Länge der Abschnitte auftreten. Arme können auch nach der Anzahl der Rotationsachsen klassifiziert werden. Messarme haben gewöhnlich sechs Rotationsachsen. Hat aber ein Arm am Ende des Geräts einen Griff zur Steuerung eines rotierenden Handgelenks, gilt er als Arm mit sieben Achsen.

Portabler Messarm reduziert Maschinenstillstandszeiten

Einer der Hauptvorteile beim Einsatz eines Messarms ist seine Portabilität. Im Vergleich zu einem traditionellen KMG sind Arme kleiner und leichter und können daher zu einem Bauteil hingebracht werden statt umgekehrt. Damit werden Maschinenstillstandszeiten und Engpässe in der Qualitätskontrolle auf ein Minimum reduziert. Außerdem sind die Arme unter den meisten Temperaturbedingungen funktionsfähig, sodass sie in vielen Umgebungen eingesetzt werden können und nicht auf einen temperaturgeregelten Prüfraum beschränkt sind. Messarme sind kostengünstiger als stationäre KMG und mit den einfachen Tasten auf dem Griff zur Datenerfassung auch leichter zu bedienen. Typische Anwendungen für Messarme sind:

  • Dimensionsanalyse: Messung von Bauteilen, um sie mit Zeichnungen und Plänen zu vergleichen.
  • CAD-basierte Inspektion: Vergleich eines Bauteils mit dem CAD-Modell in Echtzeit zum Erhalt sofortiger Rückinformationen.
  • On-Machine-Inspektion (OMI): Nutzung der Portabilität eines Messarms für die Prüfung eines Bauteils vor, während und nach der Herstellung oder während es sich noch in der Werkzeugmaschine befindet.
  • Erstmusterprüfung: Prüfung von Vorserienmustern und Vergleich mit Solldaten.
  • Ausrichtung: Korrekte Ausrichtung von Werkzeugen und Vorrichtungen.
  • Reverse Engineering: Erfassung spezifischer Merkmale eines Teils mit dem Messarm oder Laser Line Scanner zur Erstellung von CAD-Modellen für die Fertigung oder digitale Dokumentation.

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