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Phillips-Medisize

Nikotintherapie per Spray: vom Projekt zur Produktion

| Redakteur: Frauke Finus

Als Alternative zu Pflaster und Kaugummi gibt es für angehende Nichtraucher Nikotinsprays. Die Dosierspender der Sprays bestehen aus Kunststoff-Präzisionskomponenten, die der Auftragsfertiger Phillips-Medisize im Spritzreckblasverfahren und Spritzgießverfahren herstellt.

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Unterschiedliche Einzelteile: Die verwendeten Materialien PET, PP und POM machen den Einsatz unterschiedlicher Werkzeuge auf unterschiedlichen Spritzgießmaschinen nötig.
Unterschiedliche Einzelteile: Die verwendeten Materialien PET, PP und POM machen den Einsatz unterschiedlicher Werkzeuge auf unterschiedlichen Spritzgießmaschinen nötig.
( Bild: Phillips-Medisize )

Spray statt Qualm: Raucher, die der Zigarette entsagen wollen, können ihr akutes Rauchverlangen nach einer Minute lindern und es somit schaffen, langfristig rauchfrei zu werden. Der Vorteil: Kein Teer oder Kondensat gelangt mehr durch Zigarettenkonsum in die Lungen, der Nikotinbedarf nimmt sukzessive ab. Phillips-Medisize stellt in Nürensdorf (Schweiz) exklusiv die Kunststoff-Präzisionskomponenten der Sprayspender her. Die Befüllung übernimmt der Endkunde.

Designer entwickeln Ideen, Hersteller setzen um

Ein Sprühstoß entspricht der Nikotin-Dosis einer Zigarette und wird nur bei Bedarf genutzt. So stellt das Spray eine gute Alternative zum Pflaster dar, denn im Gegensatz zum Pflaster gibt es nicht ständig Nikotin ab. Phillips-Medisize stellt Produkte aus Kunststoff für die Medizintechnik und Pharmaindustrie her. Die Komponenten für das Nikotinspray werden unter den dafür notwendigen hygienebedingten Umgebungen produziert und montiert. „Die Idee unseres Kunden war, Kaugummi und Pflaster um ein Nikotin-Spray zu ergänzen. Der Kunde beauftragte ein Designhaus zur Entwicklung eines Dosierspenders“, erklärt Christof Plätzer, Sales & Marketing Director Europe bei Phillips-Medisize. Anforderung war unter anderem Kindersicherheit, was ein wichtiger Faktor für die geplante Einführung, auch auf dem US-amerikanischen Markt, ist. Außerdem sollte es, wegen der Unbedenklichkeit dieses Kunststoffs, ein Behälter aus PET sein. Es wurden darauf folgend Lieferanten zur Umsetzung der Idee des Designhauses gesucht: Phillips-Medisize erhielt den Zuschlag, weil im Werk in Nürensdorf (Schweiz) bis auf die Pumpe alle Kunststoffteile des Nikotinspray-Spenders selbst hergestellt werden können.

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Spritzreckblasverfahren und Spritzgießverfahren

Plätzer erklärt weiter: „Es war nicht alles produktionsgerecht designt. So überarbeiteten wir im design-for-molding die Komponenten, damit sie kunststoffgerecht hergestellt werden können.“ Als Verfahren wurden das Spritzgießen und das Spritzreckblasen gewählt. Bei letzterem wird der Mündungsteil einer Flasche in einem ersten Schritt geformt, der untere Teil wird danach separat geblasen, so ist Dichtheit garantiert. Präzision in der Verarbeitung und gute Verschließbarkeit des Sprayers sind auch wegen der Kindersicherung sehr wichtig.

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