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Karl Küfner

Neuer Filtertyp für Kontrastmittel in bildgebenden Verfahren

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Die Firma Karl Küfner hat einen neuen Filtertyp für die patientenseitige Filtration von Kontrastmitteln zum Einsatz bei bildgebenden Verfahren entwickelt.

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Der neue Filter aus Metallgewebe mit Kunststoffeinfassung wird von Küfner in einem Reinraum der Klasse 7 manuell hergestellt.
Der neue Filter aus Metallgewebe mit Kunststoffeinfassung wird von Küfner in einem Reinraum der Klasse 7 manuell hergestellt.
( Bild: Karl Küfner )
  • Filter unterbindet die Blasenbildung während der Konstrastmittelinjektion
  • Manuelle Herstellung von Filtern in kleinen Stückzahlen

Bei diesen Anwendungen wird ein endständiger Filter benötigt, der Patienten vor Verunreinigungen schützt und eine hohe Durchflussrate des Kontrastmittels ermöglicht. Ein Einsatz von Viren- und Bakterienfiltern ist in diesen Fällen nicht verlässlich, da der Widerstand im Filtergehäuse zu hoch ist und die Verbindung zwischen Membran und Korpus bersten kann.

Der Filter unterbindet die Blasenbildung während der Konstrastmittelinjektion

Der von Küfner für diese Anwendung entwickelte Filter besteht aus einem mit Kunststoff eingefassten Metallgewebe. Dieses Metallgewebe ist dauerhaft dreidimensional verformbar und kann durch die Kunststoffeinfassung in ein kundenseitig vorgegebenes Bauteil eingepasst werden. Mit dieser Materialkombination konnten der hohe Durchfluss sowie die geforderte Stabilität und Materialbeständigkeit erreicht und die Blasenbildung während der Kontrastmittelinjektion unterbunden werden.

Der zugehörige Herstellungsprozess für Metallgewebefilter wurde von Küfner unter Berücksichtigung der Hygieneanforderungen nach medizintechnischen Standards installiert. Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert und produziert den neuen Filtertyp der Medizinprodukteklasse IIa in einem validierten manuellen Verfahren in einem Reinraum der Klasse 7.

Manuelle Herstellung von Filtern in kleinen Stückzahlen

Metallgewebefilter mit Kunststoffeinfassung für medizintechnische Anwendungen können grundsätzlich in allen Anwendungen eingesetzt werden, bei denen eine Flüssigkeit oder ein Gas in den Patienten eingeleitet wird und ein endständiger Filter Verunreinigungen zuverlässig verhindern muss. Bei der Entwicklung eines geeigneten Filters kann Küfner jeweils auf die Besonderheiten der medizinischen Anwendung wie zum Beispiel das Durchflussverhalten eingehen und die Materialauswahl für Kunststoff und Gewebe auf den Einzelfall abstimmen. Die manuelle Herstellung von Filtern in kleinen und mittleren Stückzahlen kann bei Küfner erstmalig unter den gleichen hygienischen Randbedingungen wie in der Großserie bei fallenden Teilen realisiert werden.

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