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Digitalisiertes Surf-Finishing
Orthopädische Implantate effizient bearbeiten

Ein Gastbeitrag von Rösler 3 min Lesedauer

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Steigende Nachfrage, Fachkräftemangel und hoher Kostendruck stellen die Medizintechnik bei der Implantat-Herstellung vor große Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnen neue Materialien und hochintensive Bearbeitungsverfahren immer mehr Möglichkeiten in der Fertigung von Gelenkersatz. Ein Beispiel.

Automatisiertes Surf-Finishing in einer komplexen Fertigungszelle. (Bild:  Rösler Oberflächentechnik GmbH)
Automatisiertes Surf-Finishing in einer komplexen Fertigungszelle.
(Bild: Rösler Oberflächentechnik GmbH)

Die Zahl der Gelenkersatz-Operationen steigt weltweit rasant. Allein in den USA rechnen Experten damit, dass 2030 rund 3,5 Millionen Kniegelenke eingesetzt werden – im Jahr 2020 waren es noch etwa 600.000. Dennoch ist die manuelle Endbearbeitung von Prothesen weiterhin verbreitet, obwohl sie zeitaufwendig, personalintensiv und von Qualitätsschwankungen geprägt ist. „Die Branche steht unter dem Druck, immer höhere Stückzahlen wirtschaftlich und in gleichbleibend hoher Qualität zu fertigen“, erklärt Michael Striebe. Er bringt über 25 Jahre Erfahrung in der Gleitschlifftechnik mit und ist mittlerweile als Global Sales and Process Expert Medizintechnik bei der Rösler Oberflächentechnik GmbH erster Ansprechpartner für Kunden aus der Medizintechnik-Branche. „Parallel steigen die Ansprüche an die Haltbarkeit und Verträglichkeit der Implantate. Darauf reagieren die Hersteller vermehrt mit Gelenkersatz aus Materialien wie Titan oder aus Keramik bzw. keramikähnlichen Beschichtungen, letzteres lässt allerdings eine manuelle Bearbeitung – aufgrund seiner Härte – kaum mehr zu.“

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Surf-Finishing: Präzise Bearbeitung komplexer Geometrien und anspruchsvoller Materialien

Mit dem Surf-Finishing bietet Rösler ein Verfahren, das eine besonders effiziente Bearbeitung orthopädischer Implantate auch aus den härtesten Materialien ermöglicht. Das Surf-Finishing ist bis zu 40-mal effektiver als die Bearbeitung in einer klassischen Vibrationsanlage und damit die intensivste Form des Gleitschleifens, die es aktuell auf dem Markt gibt. Je nach Anlagenausführung können im Surf-Finisher bis zu 16 Bauteile gleichzeitig an Werkzeugspindeln befestigt und in einen rotierenden Bearbeitungsbehälter abgesenkt werden. Durch die direkte Einbringung der Bauteile in den Schleifmittelstrom sowie gezielte Bewegungen der Spindeln ist eine präzise Bearbeitung an spezifischen Stellen möglich. So lassen sich auch komplexe Geometrien wie die Kastenkonstruktionen bei Knieimplantaten vollständig maschinell finishen – ohne manuelles Nachpolieren. In den Surf-Finish-Anlagen von Rösler lassen sich selbst Implantate aus Aluminiumoxid-Keramik in einer weltweit einzigartigen Qualität bearbeiten.