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Plagiate Medizintechnik-Piraterie in China bekämpfen

| Autor / Redakteur: Mingming Du / Peter Reinhardt

China will seine Industrie aufwerten und von der Fabrik der Welt zur Hightech-Nation avancieren – auch in der Medizintechnik. Dafür werden in Sachen geistigen Eigentums alle Register gezogen, sodass inzwischen unzählige Subventionen und Förderprogramme, die den Aufbau chinesischen geistigen Eigentums zum Ziel haben, das Ringen der Chinesen um Patente befeuern. Der jüngste Fünfjahresplan verstärkt den Wettlauf um geistiges Eigentum zusätzlich.

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Im November 2011 hat Chinas Wissenschafts- und Technologieministerium den „12. Fünfjahresplan – Sonderplan für die medizintechnische Branche“ herausgegeben. Vorgegeben sind u.a. die Anmeldung von 200 neuen Schlüsselpatenten, die Entwicklung von 50 bis 80 neuen Grundlageprodukten, die Gründung von acht bis zehn staatlichen Wissenschafts- und Technologiezonen und die Etablierung von 20 bis 30 technischen F&E-Plattformen.

Medizintechnik weckt Begehrlichkeiten

Der medizintechnische Output durch technologischen Fortschritt soll in den nächsten fünf Jahren 200 Mrd. Renminbi (ca. 23,6 Mrd. Euro) betragen. Geplant ist, dass bis 2015 acht bis zehn Medizintechnik-Unternehmen eine Jahresproduktion von mehr als fünf Mrd. Renminbi (ca. 590 Mio. Euro) erreichen und der Exportanteil der Branche auf fünf Prozent wächst.

Dass der neue IP-Boom, kombiniert mit dem rasanten Wachstum der Medizintechnik-Branche, immer mehr chinesische Fälscher und Kopierer auf den Plan ruft, liegt auf der Hand (Bild 1). Nicht zuletzt die Zulieferer interessieren sich zunehmend für westliche Technik und Marken. Inzwischen werden nicht nur einfache Produkte wie Gehäuse, Kanülen oder Fußschalter kopiert, sondern auch täuschend ähnliche Marken angemeldet und Know-how gestohlen.

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