Suchen

Meding Kunststoffspezialist produziert sterilen Wundspatel mit Messskala

| Redakteur: Peter Reinhardt

Das Design eines kosmetischen Spatels ist für den Kunststoffspezialisten Meding Ausgangspunkt für ein Medizinprodukt zum Wundmanagement gewesen. Bei der Entwicklung mussten unter anderem spezielle Anforderungen bezüglich des Materials erfüllt werden.

Firmen zum Thema

Meding stellt im Kundenauftrag einen neuen, transparenten Wundspatel fürs Débridement her. Für die gewünschte Kontrolle des Wundverlaufs ist eine Messskala eingearbeitet.
Meding stellt im Kundenauftrag einen neuen, transparenten Wundspatel fürs Débridement her. Für die gewünschte Kontrolle des Wundverlaufs ist eine Messskala eingearbeitet.
(Bild: Meding)

Die Firma Meding in Halver hat exklusiv für den Schweizer Auftraggeber IVF Hartmann einen Spatel zur Entfernung von infiziertem, geschädigtem oder abgestorbenem Gewebe aus Wunden (Débridement) entwickelt. Mit der Herstellung dieses Medizinproduktes der Klasse IIb unterstreicht Meding seine Kompetenz bei der Entwicklung von Produkten im medizintechnischen Bereich.

Einmal-Artikel sind aus hygienischen Gründen vorteilhaft

Nekrotisches Gewebe in Wunden muss bei der chirurgischen Wundreinigung unter anderem mit Metalllöffeln oder einem Skalpell entfernt werden. Nach dem Gebrauch sind diese Instrumente allerdings kontaminiert und müssen hygienisch einwandfrei aufbereitet werden, damit eine weitere Verwendung sicher und keimfrei durchgeführt werden kann. Hier sind Einmal-Artikel aus hygienischen Gründen vorteilhaft.

Bei der Entwicklung des Wundspatels musste Meding unter anderem spezielle Anforderungen bezüglich des Materials erfüllen. So wird das für die Medizintechnik zugelassene, transparente Polycarbonat derart verarbeitet, dass eine scharfe Kante entsteht, mit der sich abgestorbenes Gewebe entfernen lässt. Für die gewünschte Kontrolle des Wundverlaufs war es außerdem erforderlich, Anpassungen im Design durch Einarbeitung einer Messskala vorzunehmen. So lässt sich mit dem Spatel direkt und schnell auch die Wundgröße ausmessen, die zur Dokumentation des Wundverlaufs erforderlich ist.

Die Anforderungen an Medizinprodukte der Klasse IIb erfüllen

Für den gesamten Produktionsablauf und die erforderliche technische Dokumentation mussten darüber hinaus die Anforderungen eines Medizinproduktes der Klasse IIb erfüllt werden. Die Fertigung verläuft unter absolut hygienischen Bedingungen. Einzeln verpackt und EO-sterilisiert werden die Spatel in Faltschachteln à zehn Stück in Verkehr gebracht.

Die erforderlichen Prüfungen und die Erstellung der Dokumente wurden von Meding durchgeführt und nach eingehender Prüfung durch Sachverständige und durch den TÜV Nord Cert freigegeben und zertifiziert.

Weitere Artikel über Kunststoffverarbeiter finden Sie in unserem Themenkanal Fertigung.

(ID:44405526)