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Med-Inform: 1. Medtech-Vertriebskonferenz

Branche im Preiskrieg / Klassischer Außendienst vor dem Aus

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Integration medizintechnischer Dienstleister in Klinikprozesse

Für Prof. Dr. Nils Breuer, Prokurist der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, ist zwischen Krankenhäusern und Medizinprodukte-Unternehmen „die Zeit reif für langfristige Kooperationen auf Basis eines intelligenten Rahmenkonzepts“. Breuer stützt seine These auf eine qualitative Studie der KPMG zur Integration von medizintechnischen Dienstleistern in Kern- und Unterstützungsprozesse der Kliniken. Im Rahmen der Studie wurden 24 strukturierte Interviews mit Kliniken durchgeführt, davon 17 in privater und sechs in öffentlicher Trägerschaft. Die durchschnittliche Bettenzahl der befragten Kliniken lag bei knapp über 600. Bislang wurden keine Kernprozesse ausgelagert. Outsourcing betrifft vor allem die Bereiche Wäscherei/Reinigung, Catering und Facility-Management. Aber: „Die Krankenhäuser sehen künftig mehr Kooperationsmöglichkeiten mit Medizintechnikunternehmen.“ In der mittelfristigen Perspektive nennen 96 Prozent der Kliniken die Kardiologie beziehungsweise das Katheterlabor, 88 Prozent medizinische Großgeräte, 83 Prozent die Radiologie und 54 Prozent den OP-Bereich.

Breuers Fazit: „Die Partner sind motiviert, aber ohne externe Expertise nur schwer dazu in der Lage, die immanente Komplexität zu reduzieren. Dies ist aber notwendig für eine Bewertung der Vor- und Nachteile. Nur so können die Partner ihre Entscheidungen sicher treffen.“ Ein klares Rahmenkonzept zwischen Krankenhäusern und Medizintechnikunternehmen muss eine klare Aufgabenverteilung und Qualitätskriterien enthalten sowie langfristige und faire Erlösmodelle darstellen. Sinnvoll sei hierbei auch eine unabhängige Projektbegleitung zur Moderation der Kooperation.

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