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Devicemed-Newsticker 2025 Archiv der Meldungen aus dem Devicemed-Newsticker

Quelle: Pressemitteilung 26 min Lesedauer

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Hier finden Sie vergangene Nachrichten und Entwicklungen aus der Medizintechnik-Industrie, wichtige Personalmeldungen und branchenrelevante Forschungsmeldungen.

Archivnachrichten aus der Medizintechnik-Industrie und branchenrelevante Forschungsmeldungen(Bild:  GPT Image Editor / KI-generiert)
Archivnachrichten aus der Medizintechnik-Industrie und branchenrelevante Forschungsmeldungen
(Bild: GPT Image Editor / KI-generiert)

19.01. – Spectaris äußert sich zu US-Zolldrohungen im Grönland-Kontext

Berlin (Spectaris): Öffentliche Ankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump zu zusätzlichen Zöllen auf europäische Waren lösen Besorgnis in der deutschen Industrie aus. Auslöser sind politische Spannungen rund um Grönland. Obwohl bislang keine rechtlich verbindlichen Maßnahmen vorliegen, zeigen diese Drohungen, wie geopolitische Konflikte in handelspolitische Maßnahmen münden können. Der Deutsche Industrieverband Spectaris fordert eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Politisch motivierte Zölle schaffen Unsicherheiten und können Investitionsentscheidungen beeinträchtigen, weshalb Europa seine Handelspolitik diversifizieren und robuster gestalten müsse.

Der Verband warnt zugleich vor unkoordinierten Gegenmaßnahmen gegenüber den USA, da diese strategisch abgestimmt werden sollten, um unbeabsichtigte Schäden für Unternehmen zu vermeiden. Spectaris betont die Bedeutung eines regelbasierten Handels und eines konstruktiven transatlantischen Dialogs und steht im Austausch mit politischen Entscheidungsträgern sowie europäischen Partnerverbänden , um die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen.

15.01. – Deutsch-amerikanisches Medtech-Unternehmen qualifiziert sich für Nato-Innovationsprogramm

Wannweil/New York (Hellstern Medical): Die Hellstern Medical GmbH wurde mit dem Robotic Surgeon Assist Noac, in das Innovationsprogramm Nato Diana aufgenommen – das Accelerator Programm der Nato für Defence- und Dual-Use-Technologien.

Mit Noac hat das deutsch-amerikanische Deep-Tech-Start-up den laut eigenen Aussagen ersten Robotic Surgeon Assist entwickelt, der bereits heute im klinischen Alltag im Einsatz ist. Noac agiert sensorgesteuert direkt am Körper des Chirurgen und steigert nachweislich Präzision und Ausdauer. Während klassische OP-Robotik weltweit etwa fünf Prozent der chirurgischen Eingriffe adressiert, mache Noac robotisch-assistierte Chirurgie für bis zu 95 Prozent aller Operationen zugänglich.

Im Nato-Innovationsprogramm entwickelt und evaluiert Hellstern Medical seine Technologie als relevante Dual-Use-Lösung zur Sicherstellung chirurgischer Versorgung in kritischen Infrastrukturen – für zivile Anwendungen ebenso wie für systemrelevante Einsatzszenarien. Das Unternehmen ist Teil des Nato-Innovationsökosystems Diana und arbeitet regelmäßig in den Strategie- und Testumgebungen, u. a. am Standort Boston, an der Erprobung und Weiterentwicklung der sicherheitsrelevanten Schlüsseltechnologie.

15.01. – Dräger verzeichnet höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte

Lübeck (Dräger): Der Umsatz von Dräger ist im Geschäftsjahr 2025 auf Basis vorläufiger Berechnungen währungsbereinigt um 5,3 % gestiegen (nominal: 3,3 %). Damit lag er nach einem sehr starken Jahresendgeschäft leicht über der letzten Prognose. Mit rund 3.482 Millionen Euro erreichte der Umsatz den höchsten Wert der Unternehmensgeschichte (2024: 3.370,9 Millionen Euro).

Beide Segmente konnten zum Rekordumsatz beitragen: Die Medizintechnik verzeichnete nach einem Rückgang im Vorjahr ein währungsbereinigtes Wachstum um 7,4 % (nominal: 5,1 %) auf rund 1.996 Millionen Euro (2024: 1.899,7 Millionen Euro), während die Sicherheitstechnik ein währungsbereinigtes Plus um 2,5 % (nominal: 1,0 %) auf rund 1.486 Millionen Euro verbuchte (2024: 1.471,2 Millionen Euro). Die Bruttomarge des Konzerns erhöhte sich, u. a. aufgrund der Entwicklung im vierten Quartal, auf rund 45,4 % (2024: 44,9 %).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf rund 226 bis 236 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erhöhte sich auf rund 6,5 bis 6,8 %.

Der Auftragseingang stieg währungsbereinigt um 7,9 % (nominal: 5,8 %) auf rund 3.575 Millionen Euro. Damit übertraf er den Vorjahreswert deutlich (2024: 3.380,5 Millionen Euro). In der Medizintechnik stieg der Auftragseingang währungsbereinigt um 9,0 % (nominal: 6,5 %) auf rund 2.049 Millionen Euro (2024: 1.924,1 Millionen Euro). In der Sicherheitstechnik legte der Auftragseingang währungsbereinigt um 6,3 % (nominal: 4,8 %) auf rund 1.526 Millionen Euro zu (2024: 1.456,4 Millionen Euro).

Im Einklang mit der bestehenden Dividendenpolitik beabsichtigt Dräger, rund 30 % des Konzernjahresüberschusses an seine Aktionäre auszuschütten. Der finale Dividendenvorschlag erfolgt mit den endgültigen Geschäftszahlen für 2025.

Aufgrund des Auftragseingangs erwartet Dräger für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg von 1,0 bis 5,0 % (währungsbereinigt 2,0 bis 6,0 %) und eine EBIT-Marge von 5,0 bis 7,5 % .

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13.01. – Aerotech baut seine Kapazitäten aus und eröffnet Laserlabor in Fürth

Fürth (Aerotech): Aerotech schafft am Standort Fürth ein europäisches Zentrum für die Entwicklung, Erprobung und Validierung laserbasierter Fertigungsprozesse sowie für die kundennahe Montage von Antriebskomponenten. Neben der Einrichtung eines state-of-the-art Laserlabors wird dort künftig auch ein Teil der Montage von Antriebskomponenten stattfinden. Das Laserlabor soll Kunden aus ganz Europa die Möglichkeit bieten, laserbasierte Fertigungsprozesse direkt vor Ort mit Produkten von Aerotech zu testen und zu optimieren. Ziel ist es, Anwendungen unter realistischen Bedingungen zu demonstrieren und gemeinsam mit Kunden weiterzuentwickeln. Das Labor soll langfristig als europäisches Kompetenzzentrum für die Mikromaterialbearbeitung dienen.

Geleitet wird das Labor von Dipl.-Ing. Oliver Hentschel, der über mehr als zwölf Jahre wissenschaftliche Erfahrung in der Laser- und Photonikforschung verfügt. Er verantwortet den technischen Ausbau des Labors sowie die Planung und Durchführung von Kundenversuchen. Kernstück des Labors ist ein Ultrakurzpulslasersystem des Partners Light Conversion. Die Kooperation umfasst die Bereitstellung eines kundenspezifischen Laserscan- und Motion-Control-Systems für Anwendungen in der Halbleiter-, Elektronik- und Medizingerätefertigung.

Auf einer Laborfläche von rund 50 Quadratmetern können perspektivisch bis zu vier Systeme betrieben werden. Zum Start ist ein komplettes System vorgesehen; im Verlauf der kommenden zwei Jahre soll die Ausstattung kontinuierlich erweitert werden. Geplant ist u. a. die Installation eines Tubecutter- bzw. Stentcuttersystems, um die Übertragbarkeit der Prozesse auf die Serienfertigung zu testen.

01.01. – Manfred Hinz ist neues BV-Med-Vorstandsmitglied

Berlin (BV-Med): Manfred Hinz, Vice President Medical Surgical Business EMEA bei Solventum, ist seit dem 1. Januar 2026 neues Vorstandsmitglied beim Bundesverband Medizintechnologie (BV-Med). Er folgt im neunköpfigen BV-Med-Vorstand auf Marc Michel, der zum Jahresende 2025 bei Peter Brehm ausgeschieden ist.

Hinz verantwortet bei Solventum als Area Vice President Medical Surgical Business das Medizinprodukte-Geschäft in der EMEA-Region. Er verfügt über 18 Jahre Erfahrung in der Medizin- und Dentaltechnik in nationalen und internationalen Geschäftsleitungs-Rollen sowie über acht Jahre Erfahrung in der Elektronik-, Elektro- und Telekommunikations-Industrie. Kernthemen sind für Hinz Innovation und Qualität, Nachhaltigkeit und Verantwortung sowie die Stärkung des Medizintechnik-Standorts Deutschland.

Marc Michel war seit 2018 BVMed Vorstandsmitglied, zuletzt als Stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Zum Jahresende schied er aus eigenem Wunsch beim mittelständischen Gelenkersatz-Hersteller Peter Brehm aus, beiw elchem er ab 2005 Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung war.

Der BV-Med-Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden Mark Jalaß (Lohmann & Rauscher), der Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dorothee Stamm (Medtronic) sowie Dr. Chima Abuba (GHD), Alexia Anapliotis (Merete), Stefan Geiselbrechtinger (OPED), Manfred Hinz (Solventum), Manuela Hoffmann-Lücke (Paul Hartmann), Frank Kirchner (B. Braun) und Dr. Hans-Christian Wirtz (Johnson & Johnson). Zudem ist BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll Mitglied des Vorstands.

Weitere Personalien aus dem 4. Quartal des Jahres 2025:

Die Köpfe der Medizintechnik-Branche (Teil 37)
Bildergalerie mit 11 Bildern

01.01. – Raumedic erweitert Vorstand um CHRO Bianca Holler

Helmbrechts (Raumedic): Zum 1. Januar ist Bianca Holler als Chief Human Resources Officer (CHRO) in den Vorstand der Raumedic AG berufen worden. Holler verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich Human Resources in der Medizintechnik-Branche. Bevor sie im Mai 2023 Teil von Raumedic wurde, verantwortete sie bei Ottobock als Head of Global HR die weltweite Personalarbeit sowie nachhaltige Kultur- und Entwicklungsprojekte. Unter ihrer Verantwortung hat Raumedic die Personalarbeit strategisch neu aufgestellt: von der Modernisierung der Leistungsbeurteilung über die Weiterentwicklung der Führungskultur bis hin zur systematischen Messung und Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Seit dem 1. Januar 2026 besteht der Vorstand der Raumedic AG aus vier gleichberechtigten Mitgliedern: Bianca Holler (CHRO), Thomas Knechtel (CTO), Klaus Schabert (COO) und Dr. Robert Schilling (CFO).

01.01. – Gordon Bittig wird CFO von Ulrich Medical

Ulm (Ulrich Medical): Zum Jahreswechsel wurde Gordon Bittig in die Geschäftsführung von Ulrich Medical berufen. Er trat zum vierten Quartal 2025 bei dem Medizintechnik-Unternehmen ein. Der Diplom-Volkswirt und Steuerberater war u. a. zehn Jahre in den USA für die US-Töchter von Solarworld tätig und zuletzt Geschäftsführer der deutschen Tochter des US-Rasierer-Herstellers Harry’s. Zusammen mit Christoph Ulrich, geschäftsführender Gesellschafter, und Friedrich von Rechteren, CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung, bildet er die neue Spitze der Ulrich Medical-Gruppe.

01.01.2026 – Alexander Heizler übernimmt als CEO bei KNF

Hamburg (KNF): Seit Januar 2026 übernimmt Alexander Heizler die Rolle des Chief Executive Officer (CEO) beim Membranpumpenhersteller KNF. Er ist seit 2009 im Unternehmen und war seit 2021 als Chief Operating Officer (COO) tätig.

Martin Becker, ehemaliger CEO, zieht sich nach mehr als 40 Jahren bei KNF, davon 26 als CEO, aus der operativen Führung zurück. Er wird sich nun vollständig auf seine Rolle als Präsident des Verwaltungsrats konzentrieren, in der er sich auf die Fortsetzung der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Alexander Heizler in neuer Funktion freut. Becker bleibt dem Unternehmen zudem als Anteilseigner verbunden.

23.12. – Fusion: Corpuls übernimmt Hans Peter Esser

Kaufering (Corpuls): Die Firma Hans Peter Esser wird ein Tochterunternehmen des bayerischen Medizintechnik-Unternehmens Corpuls. Auf eine 40-jährigen Partnerschaft, bei der Hans Peter Esser die Corpuls-Produkte vertrieben und gewartet hat, folgt nun der Zusammenschluss. Corpuls übernimmt alle 41 Mitarbeiter, die weiterhin vom Standort im nordrhein-westfälischen Kürten aus tätig sind. Die beiden Geschäftsführer Stephan Heller und Bastian Starke bleiben in ihren Positionen. Damit sind nun alle ehemaligen deutschen Vertriebs- und Servicepartner Teil der Corpuls-Familie.

08.12. – Philips erhält doppelte Auszeichnung beim deutschen Nachhaltigkeitspreis

Hamburg (Philips): Philips ist beim deutschen Nachhaltigkeitspreis zweifach ausgezeichnet worden. In Düsseldorf erhielt das Unternehmen den renommierten Preis in der Kategorie Medizintechnik für seine nachhaltige Unternehmensstrategie. Den Produktpreis erhält Philips für die Entwicklung der Blue-Seal-Technologie in der Magnetresonanzbildgebung. Mit dem neuen Designansatz des Magneten kommen nur 0,5 Prozent (sieben Liter) des Heliumverbrauches herkömmlicher Systeme (1.500 Liter) zum Einsatz. Das macht die Bildgebung nahezu unabhängig von dieser endlichen Ressource. Die Jury hob hervor, dass Blue Seal zugleich Versorgungssicherheit, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit verbessert – ein Beispiel für Innovation, die ökologische Verantwortung und klinische Leistungsfähigkeit vereint.

05.12. – Renolit Healthcare wird eigenständiges Unternehmen

Worms (Renolit Healthcare): Die Renolit Gruppe stellt die Weichen für die Zukunft: Die Geschäftseinheit Renolit Healthcare wird aus der Renolit SE ausgegliedert und ab 2026 schrittweise als eigenständiges Unternehmen etabliert. Mit dieser strategischen Entscheidung gibt Renolit beiden Unternehmensbereichen die Möglichkeit, sich gezielt weiterzuentwickeln. Renolit SE konzentriert sich künftig auf die industriellen Kerngeschäfte, während Renolit Healthcare sich vollständig auf die Gesundheitswirtschaft fokussiert.

Renolit Healthcare ist Anbieter von Polymerlösungen für Anwendungen in der Gesundheitswirtschaft. Die Geschäftseinheit produziert u. a. Materialien für Infusions-, Transfusions- und Dialysesysteme sowie biotechnologische Anwendungen. Unter dem Motto „Together Towards Health“ arbeitet Renolit Healthcare mit Kunden weltweit an Innovationen für eine gesunde Zukunft.

04.12. – Intuitive setzt Spatenstich für neuen Forschungs- und Produktionsstandort in Biebertal

Biebertal (Intuitive): Intuitive, ein weltweit tätiges Technologie-Unternehmen in der minimalinvasiven medizinischen Versorgung und Pionier der roboter-assistierten Chirurgie, hat den offiziellen Spatenstich für die Errichtung eines Neubaus am Standort Biebertal gesetzt. In Biebertal stellt das Unternehmen Optiken und Kameramodule für seine hochmodernen roboter-assistierten da Vinci Operationssysteme her. Durch den Neubau sollen die Kapazitäten für Forschung, Entwicklung und Produktion langfristig gesteigert werden.

„Aus strategischer Sicht ist der Ausbau des Standorts für Intuitive von großer Bedeutung. Unser Werk befindet sich in einer sehr relevanten Region für die optische Produktion in Europa – in der direkten Umgebung von wichtigen Optikunternehmen, Maschinenherstellern für diesen Industriezweig, Universitäten und Lehrschulen. Mit dem Ausbau unseres Standorts wollen wir auch in Zukunft die Innovation in dem Bereich der Optik vorantreiben“, so Sven Kupfer, Director Manufacturing Operations bei Intuitive und Leiter des Standorts Biebertal. Derzeit arbeiten etwa 180 Mitarbeiter am Produktionsstandort Biebertal. Auf einer Fläche von mehr als 20.000 qm2 sollen nun bis 2027 je ein mehrstöckiges Büro- und Produktionsgebäude wie auch ein Parkhaus entstehen.

02.12. – Aus Drive Devilbiss Healthcare wird Drive Medical

Isny (Drive Medical): Drive Devilbiss Healthcare wird künftig weltweit unter dem Markennamen Drive Medical auftreten. Mit dieser Änderung richtet das Unternehmen seine internationale Markenstruktur klarer aus und schafft eine einheitliche Identität über alle Märkte hinweg. Drive Medical und Devilbiss Healthcare haben in den vergangenen Jahren gemeinsam ein umfangreiches Produktportfolio aufgebaut, das Mobilitätslösungen, Atemwegsgesundheit und Pflegeprodukte umfasst. Durch Wachstum, Akquisitionen und die weltweite Expansion ist eine Vielzahl an Marken entstanden, die zuletzt zu einer komplexen Markendarstellung geführt haben. Der neue, einheitliche Markenauftritt unter Drive Medical dient dazu, diese Struktur zu vereinfachen und gleichzeitig die Wiedererkennbarkeit der Marke global zu stärken. Das bekannte Produktportfolio bleibt vollständig bestehen.

26.11. – CPM Precision feiert 25 Jahre Präzision in der Medizintechnik

Hirschberg (CPM Precision): 2025 ist für CPM Precision ein besonderes Jahr: Das Unternehmen feiert sein 25-jähriges Bestehen. Was als Ein-Mann-Betrieb begann, hat sich in einen Full-Service-Auftragsfertiger, spezialisiert auf Dreh-, Fräs- und 3-D-Druck-Komponenten für die Dentaltechnik, Orthopädie und Augenchirurgie, mit über 130 Mitarbeitern entwickelt. Seit der Gründung im Jahr 2000 investiert CPM Precision kontinuierlich in moderne Technologien und effiziente Prozesse. Ein Meilenstein war 2004 der Umzug nach Hirschberg, der nicht nur räumlich neue Möglichkeiten eröffnete, sondern auch den Ausbau der Fertigungslösungen entscheidend voranbrachte.

In den darauffolgenden Jahren erweiterte CPM Precision das Leistungsspektrum gezielt: Mit der Gründung der Nanolize GmbH, CPM Diagnostics GmbH (heute Medpro Analytics) und CPM Deltaturn GmbH entstanden drei Schwestergesellschaften. 2014 erhielt das Unternehmen seinen heutigen Namen CPM Precision GmbH. Ein Jahr später startete es mit dem Aufbau seiner Kapazitäten in der additiven Fertigung – ein Schritt, der das technologische Portfolio nochmals deutlich erweiterte. Seit 2022 stärkt eine Mehrheitsbeteiligung durch die Halder GmbH das Fundament und die Zukunftsausrichtung von CPM Precision.

Ein weiterer Meilenstein folgte 2023 mit der Verschmelzung der CPM Deltaturn GmbH und Nanolize GmbH. Seitdem vereinen das Unternehmen alle Prozessstufen unter einem Dach – von der Entwicklung über die Fertigung und Oberflächenbehandlung bis hin zur sterilen Verpackung.

18.11. – Bundeskanzler Merz besucht Sonotec

Halle (Saale) (Sonotec): Im Rahmen seines offiziellen Antrittsbesuchs in Sachsen-Anhalt hat Bundeskanzler Friedrich Merz den neuen Hauptsitz der Sonotec GmbH in Halle (Saale) besucht. Der Bundeskanzler erhielt einen umfassenden Einblick in die komplette Wertschöpfungskette des Unternehmens. Im Fokus der Demonstration standen die nicht-invasiven Ultraschallsensoren der Sonoflow-Serien, die in sicherheitskritischen medizinischen Anwendungen eingesetzt werden. Die Sensoren ermöglichen eine präzise, berührungslose Durchflussmessung und eine zuverlässige Erkennung von Luftblasen.

In seinem Pressestatement lobte Merz die Stärke des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Halle: „Es ist ein sehr eindrucksvoller Besuch gewesen. Ich nehme viele gute Eindrücke mit – etwa, wie stark der Forschungsstandort Halle ist und wie stark auch die mittelständische Industrie in dieser Stadt und dieser Region ist.“ Mit Blick auf Sonotec hob der Kanzler hervor, dass die Ultraschallsensoren des Unternehmens weltweit im Einsatz sind und international stark nachgefragt werden, ein eindeutiges Zeichen für die Innovationskraft und das wirtschaftliche Potenzial des Standorts Halle.

18.11. – Petnet Solutions und Advanced Accelerator Applications firmieren künftig unter der Marke Siemens Healthineers

Malvern, Pennsylvania/USA (Siemens Healthineers): Die auf Positronen-Emissions-Tomographie (PET) spezialisierten Radiopharmazie-Unternehmen Petnet Solutions Inc. und Advanced Accelerator Applications (AdAcAp) Molecular Imaging von Siemens Healthineers firmieren ab sofort unter dem Namen Siemens Healthineers und bilden den Geschäftsbereich Radiopharma. Die Migration soll innerhalb der nächsten zwölf Monate abgeschlossen sein.

17.11. – Siemens Healthineers gibt neue Wachstumsstrategie bekannt

Forchheim (Siemens Healthineers): Siemens Healthineers hat mittelfristige Finanzziele für seine neue Strategiephase bekannt gegeben, in der das Unternehmen seine Stärken auf die Bekämpfung von nichtübertragbaren Krankheiten fokussieren wird. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf Schlaganfall, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen. Die Finanzberichterstattung wird künftig in drei Segmente gegliedert und folgt somit der strategischen Logik von „Elevating Health Globally“:

  • Imaging fokussiert sich auf die Prävention und Erkennung von Krankheiten und beinhaltet Computertomographie, Magnetresonanztomographie, molekulare Bildgebung, Röntgen sowie Digitales & Automatisierung.
  • Das neue Segment Precision Therapy beinhaltet Varian, Advanced Therapies und Ultraschall und konzentriert sich in den Bereichen Radioonkologie, interventionelle Onkologie, mobile und fixierte C-Bögen, Ultraschall und digitale Onkologie auf die Behandlung von Patienten.
  • Diagnostics wird eine eigene Strategie verfolgen, die durch eine eigene Aufstellung ermöglicht wird und beinhaltet Lösungen für das Zentrallabor, Speziallaborlösungen und Point-of-Care.

Das Unternehmen strebe für die Geschäftsjahre 2027 bis 2030 pro Jahr ein Umsatzwachstum der Segmente Imaging und Precision Therapy von sechs bis neun Prozent an, während sich Diagnostics einem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich annähern soll. Für das Gesamtunternehmen bedeute das eine Wachstumsrate von fünf bis sieben Prozent. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie peile das Unternehmen ein jährliches Wachstum im zweistelligen Prozentbereich an, teilte es auf seinem Kapitalmarkttag in London mit. Hauptziel der neuen Strategie sei eine größere Wirkung auf die Patientenversorgung, indem künstliche Intelligenz als ein wichtiger Hebel eingesetzt werde, um Gesundheitsdienstleister in die Lage zu versetzen, effizienter und personalisierter zu arbeiten.

12.11. – Siemens plant Entkonsolidierung von Siemens Healthineers

München (Siemens): Siemens gibt bekannt, seine verbleibende Beteiligung an Siemens Healthineers (derzeit in etwa 67 Prozent) zu entkonsolidieren. Das Unternehmen plant, 30 Prozent der Siemens-Healthineers-Anteile vorzugsweise in Form einer Direktabspaltung an die Aktionäre der Siemens AG zu übertragen. Somit profitieren die Siemens-Aktionäre unmittelbar durch den Erhalt von Siemens-Healthineers-Aktien. Gleichzeitig biete die Entkonsolidierung das Potenzial, langfristigen Wert für Siemens-Aktionäre zu schaffen als stärker fokussiertes Technologieunternehmen mit einem hochgradig synergetischen Siemens-Portfolio.

Siemens strebe eine Reduzierung auf eine signifikante Minderheitsbeteiligung an Siemens Healthineers an, um mehr Flexibilität bei der Kapitalallokation zu ermöglichen. Damit partizipiert Siemens auch weiterhin als Minderheitsaktionär am Geschäft des Tochterunternehmens. Mittelfristig ist geplant, die Beteiligung auf eine Finanzbeteiligung zu reduzieren. „Wir schätzen die Klarheit”, erklärt Bernd Montag, CEO Siemens Healthineers. „Das ist eine gute Nachricht für Siemens Healthineers. Wir setzen damit unseren Weg zu einem vollkommen unabhängigen Unternehmen fort, den wir mit unserem Börsengang im Jahr 2018 begonnen haben.” Die geplante Transaktion steht unter dem Vorbehalt abschließender regulatorischer Klärungen sowie der Zustimmung durch die Hauptversammlungen beider Unternehmen.

04.11. – Bundeskanzler Merz hebt Medizintechnik als schnell wachsenden Sektor der Volkswirtschaft hervor

Schwerin (Bundesregierung): Im Rahmen seines Antrittsbesuchs in Mecklenburg-Vorpommern besuchte Bundeskanzler Friedrich Merz das Medizintechnik-Unternehmen Ypsomed in Schwerin. Er erhielt einen Einblick in die Produktion und in die digitalen Lösungen, die das Unternehmen erprobt. Vor Ort hob der Bundeskanzler hervor, „dass wir mit der pharmazeutischen Industrie, mit der Medizintechnik, aber natürlich auch mit den vielfältigen Versorgungseinrichtungen einen Wirtschaftsfaktor in Deutschland haben, der mittlerweile der am schnellsten wachsende Sektor unserer Volkswirtschaft ist. Die Medizintechnik und pharmazeutische Industrie, aber auch der gesamte Pflegebereich sind Teile unseres Landes im Sinne einer volkswirtschaftlichen Wertschöpfung.” Des Weiteren zeigte Merz sich erfreut über die dort vorherrschende Dichte der Medizintechnik-Unternehmen.

Ypsomed investiere in den Standort und „Investitionen in die Zukunft sind wichtig”, betonte der Kanzler. Mit Blick auf Unternehmen hat die Bundesregierung deshalb Abschreibungsbedingungen verbessert: „Sie können bereits innerhalb von drei Jahren zwei Drittel ihrer Investitionen abschreiben. Zweitens werden wir die Körperschaftssteuer ab dem Jahr 2028 in fünf Schritten um jeweils einen Prozentpunkt senken”, erklärte der Kanzler. Der Bund will Unternehmen über die Körperschaftsteuer entlasten, während die kommunale Gewerbesteuer bestehen bleibt. Über weitere steuerliche Verbesserungen soll weiter verhandelt werden.

31.10. – Bystronic erwirbt Geschäftsbereich „Tools for Materials Processing” der Coherent Inc.

Zürich (Bystronic): Bystronic hat eine Vereinbarung zum Erwerb des Geschäftsbereichs „Tools for Materials Processing” der US-amerikanischen Coherent Inc. unterzeichnet. Durch die Akquisition will Bystronic in Medizinprodukte, Halbleiter und die allgemeine Fertigung expandieren. Darüber hinaus wird das Portfolio des Unternehmens um neue Laseranwendungen wie Mikromaterialbearbeitung, Markieren, Beschriften und Bohren erweitert. Mit der Übernahme erwirbt Bystronic auch die Rechte an der Marke Rofin, die im neu geschaffenen Geschäftsbereich „Bystronic Rofin” weitergeführt wird.

Mit rund 400 Mitarbeitern erzielt der Geschäftsbereich „Tools for Materials Processing” einen Jahresumsatz von rund 100 Millionen US-Dollar. Der Hauptsitz befindet sich in Gilching bei München. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt weiterer Genehmigungen und wird voraussichtlich in den kommenden Monaten abgeschlossen sein.

27.10. – B. Braun nimmt neue Fertigung in Betrieb

Melsungen (B.Braun): Das Medizintechnologieunternehmen B. Braun feierte heute die Eröffnung seiner neuen Fertigung Active am Standort Melsungen. Active steht für „Allover concept for Technological Improvement and Visionary Evolution“​ – ein übergeordnetes Konzept für technologische und zukunftsgerichtete Entwicklungen. In der Fertigung werden medizinische Einmalartikel für die Infusionstherapie – darunter Mini-Spikes, Combi-Stopper und Cytoset-Baugruppen – vollautomatisch und mit digital vernetzten Prozessen hergestellt. Die gefertigten Produkte erhöhen die Sicherheit von Infusionen – etwa durch die Vermeidung von Kontaminationen und Nadelstichverletzungen. Fahrerlose Transportsysteme, Robotik und intelligente Steuerungsanwendungen sorgen für eine effiziente Infrastruktur.

Als Ehrengast begrüßte B. Braun den Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein, der gemeinsam mit CEO Anna Maria Braun und Francesco Grioli aus dem Bundesvorstand der IGBCE mit einem symbolischen Buzzer-Druck die Fertigung offiziell eröffnete. Die Investition in Active ist Bestandteil des Standortsicherungsvertrages, der beinhaltet, dass das Unternehmen 300 Millionen Euro in die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes investiert. Im Gegenzug bringt die Belegschaft zusätzliche Arbeitsstunden ein.

25.10. – Gerresheimer unter Verdacht Millionen falsch verbucht zu haben

Düsseldorf (dpa): Verpackungsspezialist Gerresheimer verzeichnete im Jahr 2024 nach eigenen Angaben einen Konzernumsatz von gut zwei Milliarden Euro, ein Plus von 2,9 Prozent. Im September beauftragte die Finanzaufsicht Bafin eine Kanzlei mit der Prüfung des Unternehmens, da der Verdacht des Verstoßes gegen Rechnungslegungsvorschriften bestand. Die Untersuchung zeigte, dass im Geschäftsjahr 2024 wahrscheinlich ein Drei-Millionen-Euro-Umsatz verbucht wurde, der dort nicht hätte sein dürfen. Zuvor war Gerresheimer davon ausgegangen, dass alles mit rechten Dingen zugegangen war.

Dabei geht es um so genannte „Bill-and-Hold“-Vereinbarungen, bei denen eine Firma Ware schon in Rechnung stellt, obwohl sie die bislang nicht an den Käufer übergeben hat – etwa weil der Käufer die Ware aus logistischen Gründen erst später haben möchte. Solche Vereinbarungen sind legal und nicht unüblich. Allerdings gelten recht strenge Vorschriften, wann genau eine Firma solche Geschäfte als Umsatz verbuchen darf. Es soll nicht geschehen, dass eine Firma ihre Jahreszahlen mit vorgezogenen Buchungen aufbläht und sich dadurch in besserer Verfassung zeigt, als sie es tatsächlich ist. Die Bafin sah bei Gerresheimer im September bei einigen Verträgen konkrete Anhaltspunkte, dass der jeweilige Umsatz schon im Geschäftsjahr 2024 erfasst worden sei, obwohl die Verfügungsgewalt nicht an den Kunden übergegangen sei. Gerresheimer gab bekannt, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 solche „Bill-and-Hold“-Vereinbarungen über insgesamt 28 Millionen Euro verbucht habe. Die externe Anwaltskanzlei, die den Drei-Millionen-Vertrag unter die Lupe genommen hatte, soll sich nun die Buchungen der Verträge für die verbliebenen 25 Millionen Euro anschauen. Gerresheimer betonte erneut, dass es mit der Bafin vollumfänglich kooperiere.

Nach der Bekanntgabe des Prüfverfahrens der Bonner Finanzkontrolleure sackte der ohnehin schon auf Talfahrt befindliche Gerresheimer-Aktienkurs weiter ab. Binnen eines Jahres hat eine Gerresheimer-Aktie etwa zwei Drittel ihres Wertes verloren.

22.10. – Zusammenarbeit: Biotronik und die University of Sydney entwickeln digitale Lösungen für die Herzmedizin

Sydney/Australien, Berlin/Deutschland (Biotronik): Das Unternehmen Biotronik und die University of Sydney haben ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, um gemeinsam bis 2028 digitale und vernetzte Gesundheitslösungen voranzutreiben. Ziel der Partnerschaft ist es, skalierbare Technologien zu schaffen, die die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessern – insbesondere in abgelegenen oder unterversorgten Regionen mit eingeschränktem Zugang zu medizinischer Versorgung. In den kommenden drei Jahren wird sich die Partnerschaft auf die Entwicklung und klinische Bewertung neuer Werkzeuge in Bereichen wie Telemonitoring, künstliche Intelligenz und klinische Entscheidungsunterstützung konzentrieren. Diese Lösungen sollen unter realen Bedingungen getestet werden, um sicherzustellen, dass sie sowohl für Patienten als auch für Gesundheitssysteme messbaren Nutzen bringen.

22.10. – Meyra Gruppe ab 1. November unter neuer Führung

Porta Westfalica (Meyra): Dr. Sönke Rössing übernimmt zum 1. November die Position als CEO der Meyra Gruppe, einem Anbieter von Mobilitäts- und Rehabilitationslösungen. Rössing folgt auf Bernd Fabian, der sich nach mehr als vier Jahren neuen Aufgaben widmen wird. Rössing verfügt über Branchen- und Führungserfahrung im Gesundheitswesen. Zuletzt war er geschäftsführender Gesellschafter der Detax GmbH, einem Materialhersteller von Medizinprodukten für die Zahnmedizin und Hörgeräteakustik. Davor war er rund 14 Jahre in verschiedenen Positionen bei der Ottobock-Gruppe in leitenden Funktionen tätig.

17.10. – KIT und Städtisches Klinikum Karlsruhe intensivieren Zusammenarbeit

Karlsruhe (KIT): Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Städtische Klinikum Karlsruhe haben einen Kooperationsvertrags geschlossen, um die universitäre Forschung und die klinische Expertise noch enger miteinander zu verzahnen. Die Kooperation umfasst u. a. gemeinsame Forschungsprojekte und Lehrveranstaltungen in den Bereichen Medizintechnik, Biomedical Engineering (Biomedizinische Technik), klinisches Prozessmanagement und medizinische Informationsverarbeitung. Durch den direkten Austausch mit den verschiedenen Fachbereichen am Klinikum Karlsruhe lernen die Studierenden, komplexe medizinische und prozessuale Herausforderungen zu verstehen und daraus innovative Lösungen zu entwickeln.

10.10. – Ottobock-Aktie startet an der Frankfurter Börse

Duderstadt (Ottobock): Ottobock ist am 9. Oktober 2025 mit einem Aktienkurs von 72,00 Euro an der Börse gestartet. Im Zuge des Börsengangs wurden insgesamt 12.236.173 Aktien platziert. Die Marktkapitalisierung für die Ottobock SE & Co. KGaA beläuft sich damit auf Basis des Angebotspreises von 66,00 Euro auf rund 4,2 Milliarden Euro. Der Erlös aus dem Verkauf neuer Aktien aus einer im Zuge des Börsengangs getätigten Kapitalerhöhung beträgt etwa 100 Millionen Euro. Mit dem zusätzlichen Kapital, das aus dem Börsengang zufließt, will das Unternehmen u. a. gezielt in Zukunftstechnologien investieren, die Mensch-Maschine-Schnittstelle weiterentwickeln und sein globales Versorgungsnetzwerk weiter ausbauen.

08.10. – Engel übernimmt Trexel

Massachusetts/USA, Schwertberg/Österreich (Engel): Der Spritzgießmaschinenbauer Engel übernimmt seinen langjährigen Partner Trexel Inc., bekannt für die Mucell-Technologie im Spritzguss. Auch nach der Eingliederung in den Engel-Konzern bleibt Trexel eigenständig– mit eigenem Vertrieb, eigenem Service und eigener F&E. Trexel wird künftig als Trexel GmbH mit Sitz in Österreich geführt. Levi Kishbaugh bleibt verantwortlich für die Markt- und Kundenbeziehungen. In der Geschäftsleitung wird er durch Johannes Kilian ergänzt. Die Standorte in den USA, Deutschland und China bleiben unverändert bestehen.

07.10. – Deutscher Industrieverband Spectaris mit neuer Führungsspitze

Berlin (Spectaris): André Schulte wurde am 7. Oktober auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Industrieverbands Spectaris zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der CEO der Weinmann Emergency Medical Technology folgt auf Dr. Bernhard Ohnesorge (Carl Zeiss Jena GmbH), dessen Amtszeit nach zwei Jahren endete. Schulte bringt langjährige Erfahrung aus der Medizintechnikbranche mit und ist in zahlreichen nationalen und europäischen Gremien aktiv – u. a. im DIN-Gremium NARK-Beirat, im europäischen Normungsausschuss CEN sowie in Ausschüssen der Handelskammer Hamburg.

Maik Müller, Vorstand der Nynomic AG, wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der optischen Messtechnik, im Life-Science-Umfeld und in der Unternehmensführung. Von 2010 bis 2023 leitete er die Tec5-Gruppe mit internationalen Tochtergesellschaften in den USA und China. Seit 2015 ist er Mitglied des Nynomic-Vorstands mit weltweit 24 Unternehmen. Seit 2023 leitet er den Fachverband Photonik bei Spectaris.

Mirjam Rösch, Geschäftsführerin von Hoya Lens Deutschland GmbH und Seiko Optical Europe mit Sitz in Deutschland bleibt weiterhin stellvertretende Vorsitzende des Verbandes. Bei Spectaris bekleidet sie seit September 2022 zudem das Amt der Vorsitzenden des Fachverbands Consumer Optics.

In den Vorstand wiedergewählt wurde auch Dr. Annette Rinck, Präsidentin der Leica Microsystems GmbH, als Vorsitzende der Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland.

02.10. – Kyocera eröffnet neuen Produktionsstandort

Waiblingen (Kyocera Fineceramics Medical GmbH): Die Kyocera Fineceramics Medical GmbH hat am 1. Oktober 2025 ihre neue Produktionsstätte zusammen mit einem Bürogebäude in Waiblingen offiziell in Betrieb genommen. Der Schwerpunkt liegt auf der Herstellung von Bioceram Azul Hochleistungskeramikkugelköpfen für den Einsatz in Hüftimplantaten und anderen orthopädischen Anwendungen.

01.10. – Philipp Grothe wird neuer President von Heraeus Medevio

Minneapolis, Minnesota; USA/Hanau, Deutschland (Heraeus): Philipp Grothe wird ab 1. Oktober Präsident von Heraeus Medevio und folgt damit auf Heiko Specht. Grothe bringt umfassende Erfahrung aus seiner Rolle als CFO bei Heraeus Medevio und Heraeus Epurio mit. Zuvor war er bei Roland Berger im Bereich Corporate Finance tätig. Heiko Specht wird Geschäftsführer Healthcare und leitet die Gesundheitsmarktaktivitäten von Heraeus.

29.09. – Ottobock: Details zum Börsengang bekannt

Duderstadt (dpa/lni): Das Medizintechnik-Unternehmen Ottobock will im Oktober an die Börse gehen. Die Aktien sollen zwischen 62 und 66 Euro kosten, was dem Unternehmen einen Wert von etwa 4 bis 4,2 Milliarden Euro verleiht. Zunächst werden Investoren etwa 19 Prozent der Anteile angeboten. Damit läge der Erlös zwischen rund 766 und 808 Millionen Euro. Die Einnahmen des Börsengangs will das Unternehmen zur Stärkung seiner Finanzlage und für mögliche Firmenkäufe nutzen.

Der erste Handelstag an der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 9. Oktober vorgesehen. Der Zeitraum, in dem Interessierte Aktien zeichnen können, läuft voraussichtlich vom 30. September bis zum 7. Oktober 2025.

24.09. – Automatisierer Weiss und das chinesische Unternehmen Yinguan bündeln Kräfte

Buchen/Deutschland, Shanghai/China (Weiss GmbH): Die Weiss GmbH und die Shanghai Yinguan Semiconductor Technology Co., Ltd. sind eine strategische Technologiepartnerschaft eingegangen. Gemeinsam wollen sie hochpräzise Automatisierungskomponenten und -systeme für den internationalen Markt verfügbar machen. Die Lösungen ermöglichen Bewegungs-, Montage-, Fertigungs-, Mess- und Inspektionsprozesse mit Genauigkeiten bis in den Sub-Nanometerbereich. Damit reagieren die beiden Unternehmen auf die steigenden Anforderungen zahlreicher Hightech-Branchen – von Halbleiterfertigung über Medizintechnik bis hin zur Optik und Photonik.

18.09. – B. Braun erhält ISO 27001-Zertifizierung für Informationssicherheit

Melsungen (B. Braun): B. Braun hat die weltweit anerkannte Zertifizierung nach ISO 27001 erhalten. Die Norm definiert, wie Unternehmen ihre Informationssicherheitsprozesse strukturieren und ihre Systeme sowie Produkte zuverlässig gegen Cyberbedrohungen, Datenverlust und andere digitale Risiken absichern.

Die Zertifizierung erstreckt sich auf B. Brauns Produkt- und Entwicklungsprozesse im Bereich der aktiven Medizingeräte und der automatisierten Infusionssysteme. Sie bestätigt, dass alle Prozesse in einem Umfeld ablaufen, das durch anerkannte Informationssicherheitsstandards geschützt ist. Zukünftig wird B. Braun regelmäßigen Re-Audits unterzogen, um kontinuierlich nachzuweisen, dass die ISO 27001-Anforderungen auch während des laufenden Betriebs und bei der Weiterentwicklung der Systeme erfüllt werden.

17.09. – Siemens Healthineers und Stryker kündigen Zusammenarbeit an

Forchheim, Deutschland / Portage, MI, USA (Siemens Healthineers): Siemens Healthineers und Stryker haben eine strategische Partnerschaft auf dem Gebiet der neurovaskulären Robotik geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung eines Robotersystems, mit dem elektive und notfallmäßige neurovaskuläre Eingriffen durchgeführt werden können – einschließlich der Behandlung von Schlaganfällen und Aneurysmen.

Die Partnerschaft umfasst Entwicklungsschritte wie das Design von Robotik-Systemen, die Integration von Zugangsinstrumenten und Implantaten, die Bildgebung für die Roboternavigation und die Optimierung des Arbeitsablaufs.

17.09. – Zeiss Medizintechnik für den Deutschen Zukunftspreis 2025 nominiert

Jena, (Carl Zeiss Meditec AG): Das Bundespräsidialamt gab heute im Deutschen Museum in München die Nominierungen für den Deutschen Zukunftspreis 2025 bekannt. Zu den Nominierten gehört das Zeiss-Entwicklerteam: Dr. Mark Bischoff, Dr. Gregor Stobrawa und Dirk Mühlhoff. Sie sind mit ihrem Projekt der minimalinvasiven Lentikelextraktion für die Korrektur von Fehlsichtigkeit für den renommierten Preis nominiert. Gemeinsam mit dem Team der Zeiss Medizintechnik haben sie die dafür erforderliche Technologie Smile mit Visumax entwickelt. Diese Technologie ermöglicht Chirurgen die Korrektur von Kurzsichtigkeit (Myopie) und Weitsichtigkeit (Hyperopie), mit und ohne Astigmatismus.

15.09. – B. Braun übernimmt True Digital Surgery

Melsungen (B. Braun-Gruppe): Die B. Braun SE hat am vergangenen Freitag (12.09.25) die vollständige Übernahme von True Digital Surgery (TDS) bekanntgegeben. Damit will das Medizintechnik-Unternehmen aus Melsungen seine Stellung in der digitalen Mikrochirurgie stärken. Das kalifornische Unternehmen TDS, spezialisiert auf 3D-Mikroskopie, wird weiterhin am Standort Goleta als Technologiezentrum operieren. Bereits vor der Übernahme hielt B. Braun eine Minderheitsbeteiligung an TDS. Die Akquisition sichert wertvolles Know-how für die B. Braun-Sparte Aesculap und unterstützt die Weiterentwicklung von Aesculap Aeos für chirurgische Anwendungen.

12.09. – Das Datengesetz der EU tritt in Kraft

Der EU Data Act tritt nach 20 Monaten Übergangsfrist am 12. September in Kraft und fördert Datenzugang und -nutzung für Unternehmen und öffentliche Sektoren. Unternehmen müssen ihre Datenerhebungen offenlegen, was zu mehr Transparenz und Fairness führen soll. Erleichterungen beim Cloud-Anbieter-Wechsel, Schutz vor missbräuchlichen Datenklauseln und Anreize für Innovationen sind zentrale Vorteile. Auch Forschungseinrichtungen und öffentliche Verwaltungen können nun auf die Daten des privaten Sektors zugreifen. Daraus ergeben sich Vorteile für die personalisierte Medizin, eine verbesserte Mobilität, eine evidenzbasierte Politikgestaltung sowie moderne öffentliche Dienstleistungen. Öffentliche Stellen können bei Notständen auch personenbezogene Daten anfordern.

10.09. – MDR-Zertifizierung für medizinische Waagen

Balingen (Kern & Sohn GmbH): Kern & Sohn hat die MDR-Zertifizierung für ihre medizinischen Waagen erhalten. Damit erfüllen die Produkte des süddeutschen Familienunternehmens nun offiziell die Anforderungen der europäischen Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation, EU 2017/745; MDR). Im Rahmen des mehrstufigen Zertifizierungsprozesses wurden sowohl das Qualitätsmanagementsystem als auch die technische Dokumentation der Produkte umfassend geprüft. Beide Prüfungen schloss das Unternehmen ohne Abweichungen ab. Damit entsprechen die medizinischen Personen-, Stuhl-, Rollstuhl- und Babywaagen den aktuellen gesetzlichen Anforderungen.

05.09. – Dr. Thorsten Sieß erhält Aachener Ingenieurpreis für die kleinste Herzpumpe der Welt

Düsseldorf (Verein Deutscher Ingenieure e.V.): Dr. Thorsten Sieß erhält am 6. September den Aachener Ingenieurpreis für die von ihm entwickelte Impella Herzpumpe. Die Pumpe ist nur wenige Zentimeter klein und hat weltweit schon circa 400.000 Leben gerettet. Im Rahmen eines Festakts im Krönungssaal des Aachener Rathauses wird der Preisträger auch von VDI-Präsident Prof. Lutz Eckstein geehrt.

Die gemeinsame Auszeichnung der RWTH Aachen und der Stadt Aachen würdigt den Weg von Dr. Sieß: von seinem Studium an der RWTH Aachen über die Gründung seines eigenen Unternehmens bis hin zur heutigen Rolle als CTO von Johnson & Johnson Medtech | Heart Recovery.

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