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Covestro

Werkstoff für die nächste Generation elektronischer Pflaster

| Redakteur: Alexander Stark

Covestro hat neue Werkstofflösungen entwickelt, durch die das Design von Wearables verbessert werden soll. Damit will das Unternehmen dem Kundenbedürfnis nach Materialien mit erhöhtem Tragekomfort entgegenkommen.

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Die Elektronik des Pflasters wird auf eine Folie aufgedruckt und für ein gutes Tragegefühl in thermoformbaren Polyurethanschaum eingebettet.
Die Elektronik des Pflasters wird auf eine Folie aufgedruckt und für ein gutes Tragegefühl in thermoformbaren Polyurethanschaum eingebettet.
( Bild: Covestro )
  • Covestro und das Holst Centre entwickeln hautfreundliche Wearables
  • Werkstoffe für leichtgewichtige, flexible und kaum sichtbare Pflaster
  • Atmungsaktive Platilon-Folien aus thermoplastischem Polyurethan (TPU) für effiziente Pflasterproduktion

Tragbare elektronische Geräte (Wearables), die wie ein Pflaster auf der Haut kleben, werden bereits in vielen Bereichen der Medizin eingesetzt, einschließlich der Patientenüberwachung und Diagnose. Die Marktnachfrage steigt mit der fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen rasant voran. Das Design dieser Pflaster ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen für die Überwachung von Vitalparametern. Den Patienten bieten sie dabei mehr Bewegungsfreiheit. Die Wearables müssen jedoch für längere Zeit rund um die Uhr getragen werden und sollten daher besonders sanft zur Haut sein und gut darauf haften. Am Ende sollen sie möglichst schmerzfrei wieder ablösbar sein.

Covestro hat für diesen Anwendungsbereich eine Kombination aus Werkstoffen im Portfolio. Sie ermöglichen die Herstellung von leichtgewichtigen, flexiblen und kaum sichtbaren Pflastern, die ein angenehmes Tragegefühl bieten. Ein vergleichbares Angebot gibt es dem Hersteller zufolge im Markt bisher nicht.

Das Spezialchemieunternehmen hat dazu atmungsaktive Platilon-Folien aus thermoplastischem Polyurethan (TPU) entwickelt. Die Produkte sind besonders geeignet für Kunden, die einen Produktionsprozess von Rolle zu Rolle verwenden, um damit effizient elektronische Pflaster herzustellen. Die Elektronik wird auf die Folie gedruckt und für ein gutes Tragegefühl in thermoformbaren Polyurethanschaum eingebettet, der in eine zweite Folienschicht eingelassen wird. Das Pflaster wird anschließend mit einem speziellen hautverträglichen Klebstoff fixiert, der fest auf der Haut haftet, aber eine schmerzfreie Entfernung des Pflasters ermöglicht. Das Klebstoffsystem und der thermoformbare Schaum basieren auf Baymedix Polyurethan-Rohstoffen.

In Zusammenarbeit mit dem Holst Centre, das bekannt ist für seine Expertise in den Bereichen gedruckte Elektronik und Wearables, wurde ein Prototyp hergestellt. Die dafür verwendeten Werkstoffe sind bereits marktreif. Neben dem tragbaren Pflaster wird der Anbieter auf der K 2019 eine Designstudie präsentieren, um verschiedene Designs von Wearables je nach Verwendungszweck in der Medizin vorzustellen.

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