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Steckverbinder Stecker für Homecare-Geräte

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Medizinelektronik boomt. Der europäische Markt für Medizinsteckverbinder ist in den letzten Jahren stärker als der Gesamtmarkt für Steckverbinder gestiegen. Das führt unter anderem zu mehr Produktivität und Kosteneffizienz. Letztlich stellen die neuen Einsatzgebiete aber auch neue Anforderungen an Steckverbindungssysteme.

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In den letzten Jahren hat sich der Bereich „Homecare“ zu einem festen Bestandteil der ambulanten Patientenversorgung entwickelt. Das Unternehmen ODU bietet sichere, leistungsfähige, hochflexible und gleichzeitig wirtschaftliche Steckverbinderlösungen für den Bereich der häuslichen Versorgung wie beispielsweise bei Atemwegsbehandlungen, mobilen Defibrillatoren, Diagnosegeräten und in der Schlaftherapie (Bilder 1 und 2).

Löten statt Crimpen

Steckverbinder, die an medizinischen Geräten für den „Homecare“-Bereich zum Einsatz kommen, müssen spezielle Anforderungen und Eigenschaften erfüllen. So wird zum Beispiel die Forderung

nach Autoklavierbarkeit, das heißt Dampfsterilisieren bei +134 °C, häufig gestellt. Dies führt wiederum dazu, dass Steckverbinder für die Medizintechnik nicht mit Überwurfmuttern verkabelt

werden dürfen, sondern umspritzt werden müssen. Die Umspritzung ermöglicht eine bessere Reinigung und verhindert, dass sich Schmutz ablegt. Eine Konsequenz der Umspritzung ist zudem häufig, dass Lötkontakte statt Crimpkontakte eingesetzt werden, da Lötkontakte sich beim Umspritzen

besser abdichten lassen.

Bei der Auswahl der Kabel-und Steckerkunststoffe muss außerdem darauf geachtet werden, dass die Materialien für die hohen Temperaturen beim Autoklavieren geeignet sind und entsprechend hohen Standzeiten erfüllen. Eine kostengünstige Alternative zum Autoklavieren der Steckverbinder stellt der Einsatz von Einwegsteckern, so genannten „Disposable Connectors“, dar.

Der Bedarf an Einwegsteckern steigt

Oft ist es jedoch günstiger für die Anwender, ein neues Stecksystem einzusetzen, als ein bereits vorhandenes wieder für den erneuten Einsatz aufzubereiten. Hierfür hat der Anbieter zwei Produktserien zu wirtschaftlichen Kosten ins Programm genommen.

Mit der Entwicklung der „Medi-Snap“- (Bild 3) und „Mini-MedDisposable“-Steckverbinderserien

(Bild 4) bietet er eine Lösung für den limitierten Gebrauch.

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