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Statement zum Strategieprozess Medizintechnik: „Wir brauchen jetzt den Neustart!“

| Redakteur: Peter Reinhardt

BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll: „Die Bundesregierung hat das Ziel, Forschungsergebnisse schneller in die Versorgungspraxis zu überführen und den Patienten den medizintechnischen Fortschritt zeitnah zur Verfügung stellen zu können. Der BV-Med steht hier als Gesprächspartner zur Verfügung und wird sich aktiv und sehr konkret einbringen.”
BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll: „Die Bundesregierung hat das Ziel, Forschungsergebnisse schneller in die Versorgungspraxis zu überführen und den Patienten den medizintechnischen Fortschritt zeitnah zur Verfügung stellen zu können. Der BV-Med steht hier als Gesprächspartner zur Verfügung und wird sich aktiv und sehr konkret einbringen.” (Bild: BV-Med)

Der Bundesverband Medizintechnologie spricht sich für einen zeitnahen Neustart des im Koalitionsvertrag vorgesehenen Strategieprozesses Medizintechnik aus.

  • Portal medizintechnologie.de abgeschaltet
  • Ressortübergreifende Initiativen für abgestimmte Forschungs-, Wirtschafts- und Gesundheitspolitik
  • Umfrage zum Strategieprozess Medizintechnik auf Xing

Der Bundesverband Medizintechnologie, BV-Med, hat sich am Montag in einer Pressemitteilung für einen zeitnahen Neustart des im Koalitionsvertrag vorgesehenen Strategieprozesses Medizintechnik ausgesprochen. „Unsere mittelständisch geprägte Medizintechnik-Branche steht durch die EU-Medizinprodukte-Verordnung und die Digitalisierung vor großen Herausforderungen. Deswegen brauchen wir jetzt einen ressort- und parteiübergreifenden Neustart des Strategieprozesses“, so BV-Med-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Darüber können Sie noch bis kommenden Montag in der „Medizintechnik Xing Ambassador Community“ abstimmen.

Bedeutung der Medizintechnologiebranche erkannen

Die Bundesregierung habe in den vergangenen Jahren die Bedeutung der Medizintechnologiebranche erkannt und ressortübergreifende Initiativen gestartet, um eine abgestimmte Forschungs-, Wirtschafts- und Gesundheitspolitik auf den Weg zu bringen. Nach dem letzten Strategieprozess-Bericht aus dem Jahr 2012 seien zwar die Informationsplattform zur Unterstützung der kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie ein „Fachprogramm Medizintechnik“ aufgebaut worden. Weitere Initiativen und strukturierte Dialoge seien aber zu kurz gekommen, so der BV-Med. Nun stehe sogar das Portal medizintechnologie.de mit dem umfangreichen Innovationslotsen und der Akteurs-Datenbank nicht mehr zur Verfügung. Nach Informationen aus dem Bundesforschungsministerium sei eine gerichtsanhängige Ausschreibung der Grund für die Verzögerungen und das Abschalten der nationalen Informationsplattform medizintechnologie.de.

Inhaltliche Aspekte des Strategieprozesses

Zu den inhaltlichen Aspekten des Strategieprozesses gehören nach Ansicht des BV-Med:

  • Ressort- und parteiübergreifende Dialoge mit den Akteuren der Branche zu den aktuellen Branchenthemen wie MDR und Digitalisierung
  • Beispiel MDR: Unterstützungsprogramme für kleine und mittelständische Medizintechnikunternehmen
  • Beispiel Digitalisierung: Schnellerer Zugang der Patienten zu digitalen Lösungen
  • Beispiel Implantateregister: Berücksichtigung der Erfahrungen aus dem Endoprothesenregister (EPRD) zur Abbildung der gesamten Patientenversorgung in einem Versorgungsregister
  • Evaluierung des Fachprogrammes Medizintechnik, um bei den erforderlichen Maßnahmen regelmäßig nachsteuern zu können
  • Analyse der Erprobungsstudien durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), um sie an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen und den medizintechnischen Fortschritt zeitnah den Patienten zur Verfügung stellen zu können
  • Analyse und Weiterentwicklung der Arbeit des Innovationsbüros beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
  • Schnellstmögliche Wiederherstellung des Innovationslotsen und der Akteurs-Datenbank der nationalen Informationsplattform Medizintechnik

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