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3D-Druck

Siemens und Materialise führen ihre Lösungen zusammen

| Redakteur: Monika Zwettler

Siemens und Materialise haben die Additive-Manufacturing-Technologie (AM-Technologie) von Materialise in die NX-Software von Siemens integriert. Damit soll der Design-to-Manufacturing-Prozess beschleunigt werden - den Angaben zufolge um bis zu 30 Prozent.

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Siemens und Materialise haben die Additive-Manufacturing-Technologie von Materialise in die Software NX von Siemens integriert.
Siemens und Materialise haben die Additive-Manufacturing-Technologie von Materialise in die Software NX von Siemens integriert.
( Bild: gemeinfrei / CC0 )

Durch effiziente Nutzung der Materialise-Technologie lassen sich mit der Software NX von Siemens für CAD, CAM und CAE die CAD-Modelle für den 3D-Druck, basierend auf Pulverbettschmelzen und Auftragstechnologien, präzise und vollständig vorbereiten. Dadurch kann die Zeit vom abgeschlossenen Produktdesign zum vollständig 3D-gedruckten Teil um 30 % oder mehr gesenkt werden, heißt es. Ein Partnerschaftsabkommen zwischen den beiden Unternehmen ermöglicht es der Product-Lifecycle-Management-(PLM)-Software-Sparte von Siemens, die integrierte Lösung über seine globalen Vertriebskanäle zu verbreiten.

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Additive Fertigung als Werkzeug vorantreiben

„Die heutige Ankündigung ist ein riesiger Schritt nach vorne, wenn es darum geht, additive Fertigung für unsere Kunden zu einer gängigen Produktionspraxis werden zu lassen“, so Zvi Feuer, Senior Vice President of Manufacturing Engineering Software bei Siemens PLM Software. „Bisher benötigten Hersteller im Prozess der additiven Fertigung zwei getrennte Systeme – das eine für das Produktdesign und ein weiteres, um dieses Produktdesign für den 3D-Druck vorzubereiten. Die Datenübersetzungsprobleme und der Mangel an Assoziativität zwischen diesen beiden Systemen hatten einen zeitraubenden und fehlerbehafteten Prozess zur Folge. Durch die Beseitigung dieser Probleme helfen wir, die additive Fertigung als ein allgemein anerkanntes Produktionswerkzeug voranzutreiben.“

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Schneller Design-to-Production-Prozess

Die neue Lösung verbindet NX mit den Anwendungen von Materialise zur Erzeugung von Gitter- und Stützstrukturen, für die automatisierte effiziente Anordnung von Bauteilen sowie zur Bauplattform-Vorbereitung und mit der Materialise Build Processor-Technologie für additive Fertigung. Damit werden Datenübersetzungen und -konvertierungen eliminiert; und es wird sichergestellt, dass Änderungen an digitalen Konstruktionsmodellen automatisch und assoziativ in den 3D-Druckaufträgen berücksichtigt werden. Das Ergebnis ist eine größere Modellgenauigkeit, höhere Qualität und ein wesentlich schnellerer Design-to-Production-Prozess.

Arbeitsabläufe vereinfachen

„Additive Fertigung ist heute Realität, sogar in hochregulierten Märkten wie Luft- und Raumfahrt sowie im Gesundheitsbereich“, sagt Johan Pauwels, Executive Vice President bei Materialise. „Durch die Zusammenführung der Lösungen von Siemens und Materialise optimieren und vereinfachen wir den Arbeitsablauf für Entwurf, Konstruktion und Herstellung von Komponenten. In den vergangenen 25 Jahren haben unsere neutralen Lösungsansätze die Grenzen additiver Fertigungstechnologien verschoben. Wir freuen uns sehr, mit Siemens zusammenzuarbeiten, das großformatige industrielle Fertigungsumgebungen wirklich versteht und unsere Überzeugung teilt, dass Konstrukteure und Ingenieure bessere Produkte entwickeln können, wenn die additive Fertigung in ihre alltäglichen Geschäftsprozesse eingebettet wird.“

Ein erstes Set an Technologien bietet die aktuelle Version von NX (NX 11.0.1) über neue Module für die additive Fertigung. (mz)

Dieser Artikel ist erschienen auf www.konstruktionspraxis.vogel.de.

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