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Stäubli Reinraumtaugliche Sechsachser für den mittleren Traglastbereich

Redakteur: Kristin Breunig

Mit gleich drei neuen Sechsachsern erweitert Stäubli seine TX2-Reihe. Die Modelle TX2-140, TX2-160 und TX2-160L eignen sich für den mittleren Traglastbereich und können dank ihres Hygienic-Designs in Umgebungen von rau bis steril eingesetzt werden.

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Dank der reinraumtauglichen Auslegung eignen sich die neuen Sechsachser für Standardapplikationen ebenso wie für Einsätze unter sensitiven Produktionsumgebungen.
Dank der reinraumtauglichen Auslegung eignen sich die neuen Sechsachser für Standardapplikationen ebenso wie für Einsätze unter sensitiven Produktionsumgebungen.
(Bild: Stäubli)

Die drei Modelle des Sechsachsers unterscheiden sich in Reichweite und Traglast. Der TX2-160L ist die Ausführung mit langem Arm, welcher ihm eine Reichweite von 2.010 mm beschert. Seine Traglast liegt bei 25 kg. Der TX2-160 kann 1.710 mm weit greifen und die Traglast beträgt 40 kg. Die selbe Traglast weißt auch der TX2-140 auf. Seine Reichweite liegt allerdings nur bei 1.510 mm. Während beim TX2-160 mit Boden- und Deckenmontage zwei Optionen zur Verfügung stehen, lässt sich der TX2-140 zusätzlich auch an der Wand befestigen.

Die Wiederholgenauigkeit gibt Stäubli bei allen drei Maschinen mit ± 0,05 mm an. In Kombination mit ihren Dynamikwerten – als Beispiel sei hier die maximale Geschwindigkeit von 1.500 °/s in Achse 5 genannt – ließen sich kürzeste Zykluszeiten realisieren, so der Hersteller. Hinzu kommt eine im Vergleich zum Vorgängermodell RX160 gesteigerte Steifigkeit des Handgelenks durch den Einsatz der Stäubli-eigenen Antriebstechnik, die jetzt auch in Achse 5 zum Einsatz kommt.

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Die Sechsachser weißen eine kompakte Bauform im Hygienic-Design auf: kein außenliegendes Kabel- und Schlauchpaket, stattdessen innenliegende Medien- und Versorgungsleitungen ohne Störkonturen, ein komplett abgedichtetes Gehäuse in Schutzart IP 65 (optional mit Überdruckeinheit IP 67). Die Anschlüsse werden auf Wunsch vertikal unter dem Roboterfuß verborgen und Toträume so konsequent vermieden.

Dank dieser reinraumtauglichen Auslegung eignen sich die neuen Sechsachser für Standardapplikationen ebenso wie für Einsätze unter sensitiven Produktionsumgebungen. Bei Letzteren fokussiert Stäubli insbesondere auf Applikationen in den Bereichen Life Sciences, Food, Pharma, Photovoltaik. Hierfür sollen nach und nach auch die von der TX2-Baureihe bekannten Sonderausführungen, darunter HE- (Humid Environment), ESD- (Electrostatic Discharge), Cleanroom- und Stericlean-Varianten, zur Verfügung stehen.

Sicherheitsfunktionen

Die Ablösung des Vorgängermodels RX160 durch den TX2-140/160 hat einen weiteren Vorteil: Jetzt arbeiten alle Sechsachser in der gleichen Steuerungswelt, was die Realisierung von Multi-Robot-Lösungen im digital vernetzten Produktionsumfeld erleichtern soll. Auch die neuen Familienmitglieder der TX2-Baureihe besitzen einen eigenen digitalen Sicherheitsencoder pro Achse und ein integriertes Safetyboard. Alle Sicherheitsfunktionen sind zertifiziert und erfüllen die strengen Anforderungen der Sicherheitskategorie SIL3-/PLe. Damit sei Schutz für Bediener und Prozessausrüstung gewährleistet, so Stäubli. Dank ihrer umfangreichen Sicherheitsausstattung, Industrie-4.0-Kompatibilität samt OPC-UA Server und ihrer mechanischen Qualitäten inklusive der langen Wartungsintervalle können die Roboter sowohl in konservativen sowie in digital vernetzten Umgebungen eingesetzt werden.

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