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Medtec Europe Prüfmaschine für bis zu fünf Implantate gleichzeitig

Redakteur: Kathrin Schäfer

Auf der Medtec stellt Dyna-Mess erstmals die Prüfmaschine Dyna5Dent 14801 für die mechanische Prüfung von Dentalimplantaten vor. Das kompakte, einfach zu bedienende System ist auf die Vorgaben der DIN EN ISO 14801 ausgelegt. Es prüft bis zu fünf Implantate gleichzeitig und benötigt keine Druckluft.

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Mit der Prüfmaschine Dyna5Dent 14801 lassen sich bis zu fünf Dentalimplantate gleichzeitig prüfen. Alle fünf Stempel werden unabhängig voneinander angesteuert. So ist es möglich, zum Beispiel drei Prüflinge dynamisch zu testen und gleichzeitig zwei statische Prüfungen durchzuführen.
Mit der Prüfmaschine Dyna5Dent 14801 lassen sich bis zu fünf Dentalimplantate gleichzeitig prüfen. Alle fünf Stempel werden unabhängig voneinander angesteuert. So ist es möglich, zum Beispiel drei Prüflinge dynamisch zu testen und gleichzeitig zwei statische Prüfungen durchzuführen.
(Bild: Dyna-Mess)

Das gleichzeitige Prüfen mehrerer Implantate spart Zeit, wenn – zum Beispiel für die Aufnahme einer Wöhlerkurve – mehrere Millionen Lastwechsel erforderlich sind und eine gewisse Stichprobengröße benötigt wird. Außerdem ist die neue Maschine flexibel einsetzbar, denn alle fünf Stempel werden unabhängig voneinander angesteuert. So ist es beispielsweise möglich, drei Prüflinge dynamisch zu testen und gleichzeitig zwei statische Prüfungen durchzuführen.

Für Prüfungen nach DIN EN ISO 14801

Die Belastung jedes Prüflings entspricht exakt der Geometrie, die die Norm DIN EN ISO 14801 für die Prüfung von Implantaten in Bezug auf den Belastungswinkel, die Art der Lastaufbringung und die Probenhalterung vorgibt. Die Maschine wird elektrisch angetrieben und erfordert keinen Druckluftanschluss. Das macht ihren Betrieb wirtschaftlich und unabhängig bei der Wahl des Aufstellungsorts. Da Dyna-Mess die Baureihe Dyna-Dent exklusiv für die Prüfung nach DIN 14801 entwickelt hat, benötigt sie deutlich weniger Energie als die Universalprüfmaschinen, die bisher häufig für diesen Einsatzzweck verwendet wurden.

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Das System arbeitet mit der als sehr benutzerfreundlich anerkannten Dyna-TCC Software von Dyna-Mess. Die Ergebnisse werden in Form von Weg-Zeit-Diagrammen und als Prüfprotokoll im PDF-Format ausgegeben. Die Rohdaten stellt die netzwerkfähige Maschine unter anderem als TDM- oder ASCII-Format zur Verfügung.

Prüfungen unter In-vivo-Bedingungen

Außerdem zeigt Dyna-Mess auf der Messe die weiterentwickelte Prüfmaschine Dyna1Dent 14801, die nur einen Prüfling aufnimmt, ansonsten aber technisch identisch ist. Die Prüfmaschine bringt im Dauerbetrieb eine Kraft von bis zu 375 N mit sinusförmigem Verlauf auf und ermöglicht so das Aufnehmen von Wöhlerkurven über mehrere Millionen Zyklen.

Die Grundplatten, auf denen die Prüflinge montiert werden, sind als Becken ausgeführt, in die eine Kochsalzlösung eingefüllt werden kann. So können Prüfungen bei einer Frequenz von 2 Hz und einer Temperatur von 37 °C unter In-vivo-Bedingungen erfolgen. Ebenso sind die Prüfungen bei 15 Hz ohne Flüssigkeit möglich, dann dient das Becken als Schutzeinhausung. Die statische Prüfung kann bei bis zu 800 N erfolgen.

Der Norm entsprechend werden die Implantate einschließlich des Abutments einer Schrägbelastung ausgesetzt, wie sie auch in vivo auftreten kann. Deshalb bietet Dyna-Mess eine Schiebeplatte an, die gewährleistet, dass die Kraft querkraftfrei in den Prüfling eingeleitet wird und keine Zwangskräfte entstehen. Die Kraftmessung ist geschützt in den Kopf der Prüfmaschine integriert. Die Maschine kann mit Probenaufnahmen für unterschiedliche Neigungen der Prüflinge bestückt werden. So erreicht Dyna-Mess, dass die Implantate genau an der Stelle belastet werden, die besonders anfällig für einen Bruch ist. Schraubverbindungen ermöglichen den einfachen Wechsel der unterschiedlichen Halterungen.

Medtec Europe 2014: Halle 7, Stand B49

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