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DMG Mori

Produktiv fertigen, flexibel reagieren

| Redakteur: Peter Reinhardt

Mit Hilfe moderner CNC-Technologie fertigt Medtronic binnen kürzester Zeit hochwertige Wirbelsäulenimplantate. Dabei ist man in der Lage, Sonderlösungen für Patienten innerhalb weniger Tage zu produzieren.

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Im Einsatz für Wirbelsäulenimplantate aus PEEK: Fünf-Achs-Bearbeitungszentren von DMG Mori erlauben Medtronic, produktiv zu fertigen und flexibel zu reagieren.
Im Einsatz für Wirbelsäulenimplantate aus PEEK: Fünf-Achs-Bearbeitungszentren von DMG Mori erlauben Medtronic, produktiv zu fertigen und flexibel zu reagieren.
(Bild: DMG Mori )

Während der globale Konzern Medtronic in den unterschiedlichsten medizintechnischen Bereichen tätig ist, darunter zum Beispiel die Herzchirurgie oder Neurologie, konzentriert sich der Produktionsstandort Deggendorf ausschließlich auf das Thema Wirbelsäulenchirurgie. Die Kernkompetenz dort liegt in der Entwicklung und Herstellung von Wirbelsäulenimplantaten sowie Vorrichtungen für diese Arbeit. In der Fertigung setzt Medtronic auf CNC-Technologie von DMG Mori und Heidenhain.

„Schon vor der Übernahme durch Medtronic im Jahr 2000 haben wir uns in Deggendorf mit Wirbelsäulenimplantaten beschäftigt“, blickt Produktionsleiter Josef Peschl zurück. Seitdem hat der technologische Fortschritt viel bewirkt, sodass die weit verbreiteten Implantate heute aus leicht zu bearbeitendem, aber extrem leistungsfähigem PEEK (Polyetheretherketon-Kunststoff) gefertigt werden. Bei aller Leichtigkeit bleibt die Bearbeitung der medizintechnischen Produkte eine anspruchsvolle Herausforderung, da hochkomplexe Geometrien im Mittelpunkt der Fertigung stehen. Deshalb genießen die Fertigungstechnologien bei Medtronic einen hohen Stellenwert, wie Peschl betont: „Die Qualität der Produkte kann nur gewährleistet werden, wenn die Produktion entsprechend ausgestattet ist.“

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Innovative Fertigungstechnologien als Standard

Die Herausforderung in der Herstellung von Wirbelsäulenimplantaten sieht Peschl darin, einerseits den hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten, andererseits wirtschaftlich zu arbeiten: „In den vergangenen Jahren haben wir unsere Prozesse deshalb kontinuierlich verbessert.“ Heute sei man in der Lage, Sonderlösungen für Patienten binnen weniger Tage zu fertigen. Derzeit arbeitet Medtronic daran, Fertigungszellen einzurichten, in denen ein Bediener – unterstützt von einem Entgrater – zwei Maschinen überwacht. Von den insgesamt fünf DMG-Mori-Modellen werden drei ausschließlich für die PEEK-Bearbeitung an einem zweiten Standort in Deg-gendorf eingesetzt: zwei DMU 50 evo linear und eine DMU 60 evo. Die Anschaffung einer weiteren DMU 60 evo ist bereits geplant.

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