Anbieter zum Thema
Fünf-Achs-Simultanfräsmaschinen sind für die Arbeit von Medtronic essenziell und bereits seit 2000 – damals noch ein Innovationssprung – Bestandteil der Fertigung. „Unsere Produkte haben immer mehr Freiformflächen, die wir mit dieser Technologie produktiv und in der erforderlichen optischen Güte realisieren können“, erklärt der Produktionsleiter. Die Produktivität gewinnt unter anderem deshalb zunehmend an Bedeutung, weil Medtronic immer flexibler reagieren muss. Die Losgrößen sind sehr klein, die Produktpalette wiederum wächst, wie Peschl ergänzt: „Es gibt Produkte, die wir in 80 unterschiedlichen Größen produzieren.“
Mit den 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentren der Baureihe DMU evo bedient DMG Mori genau solche Anforderungen. Entscheidende Merkmale der optimierten Gantry-Bauweise, die in der jüngsten Generation zum Einsatz kommt, sind die gute Zugänglichkeit zum Arbeitsraum und die kompakte Konstruktion der Bearbeitungszentren. Der geringe Platzbedarf erweist sich beispielsweise auch in den Räumlichkeiten von Medtronic als bedeutender Pluspunkt.
Nicht zuletzt spielten aber auch die hohe Flexibilität sowie die Leistungseigenschaften tragende Rollen beim Kauf der fünf-achsigen Universal-Bearbeitungszentren. So erreichen die evo-Modelle bereits in der Standardausführung Eilgangsgeschwindigkeiten bis 50 m/min. Als Dynamikvariante mit Linearantrieben statt mit Kugelgewindetrieben sind es sogar 80 m/min in X- und Y-Richtung. Der NC-Schwenkrundtisch kommt auf 60 U/min in B- und C-Achse. Das Beladegewicht liegt hier bei 400 kg. Flexibilität gewährleistet auch das Spindelprogramm – hier stehen Motorspindeln mit 14.000, 18.000 und 24.000 U/min zur Verfügung – sowie das schnelle und zuverlässige Werkzeugmagazin mit 30 Plätzen.
Bedienerfreundliche Steuerung meistert komplexe Fertigungsaufgaben
Steuerungsseitig hat sich Medtronic für die i-TNC 530 von Heidenhain entschieden. Nicht nur ihre Bedienerfreundlichkeit macht diese für Medizintechnikhersteller interessant. Die Steuerung meistert auch komplexe Fertigungssituationen sicher und zuverlässig. Vor allem die Übernahme der Programme aus dem CAD/CAM-System von VISI funktioniere über den Postprozessor reibungslos, so Peschl: „Wir nutzen hier ausschließlich Programme, die auf jeder Maschine unabhängig von ihrer Baugröße laufen können, und integrieren dabei bekannte Heidenhain-Zyklen.“ Damit würden die Programme für den Maschinenbediener verständlich und übersichtlich bleiben.
Um die unterschiedlichen Baugrößen der Produkte sinnvoll abzudecken, nutzt Medtronic die Q-Parameter der Heidenhain-Steuerung. „Wir schreiben ein Programm und die i-TNC 530 errechnet die Bauteilgröße selbstständig anhand von Variablen, die wir eingeben“, beschreibt Peschl den Vorteil. Dies sei nicht nur einfacher, sondern auch im Validierungsprozess ein Pluspunkt: „In der Medizintechnik durchlaufen die Programme einen Qualifizierungsprozess. Der Aufwand wäre also ungleich höher, würden wir immer ein separates Programm schreiben.“
(ID:42523015)
