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Vom Maschinenkonzept zur Produktionsarchitektur Produktionsdrehen in der Medizintechnik neu definiert

Quelle: Pressemitteilung DMG Mori 3 min Lesedauer

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DMG Mori stellt Produktionsdrehkonzepte für die Medizintechnik in den Fokus. Im Mittelpunkt stehen dabei integrierte Fertigungslösungen, die Drehtechnologie, Gegenspindelbearbeitung, angetriebene Werkzeuge, Y-Achsen, Automation und Prozessdaten zu stabilen Produktionsarchitekturen verbinden. Damit adressiert DMG Mori zentrale Anforderungen der Medical-Serienfertigung: hohe Präzision, reproduzierbare Qualität und reduzierte manuelle Eingriffe.

Die NTX 500 mit IMTR von DMG Mori realisiert eine produktive 6-Seiten-Komplettbearbeitung von anspruchsvollen Implantaten oder orthopädischen Instrumenten.(Bild:  DMG Mori)
Die NTX 500 mit IMTR von DMG Mori realisiert eine produktive 6-Seiten-Komplettbearbeitung von anspruchsvollen Implantaten oder orthopädischen Instrumenten.
(Bild: DMG Mori)

Der Ansatz von DMG Mori zielt auf CNC-Fertiger, die Medical-Bauteile wie Schrauben, Dentalimplantate, Instrumentenkomponenten oder Gerätebauteile wirtschaftlich und prozesssicher herstellen müssen. Steigende Variantenvielfalt, Kostendruck und Fachkräftebedarf erhöhen hier den Druck, kleinteilige Prozessketten mit mehreren Maschinen, manuellen Umspannvorgängen und hohen Handhabungsanteilen neu zu bewerten. Produktionsdrehen entwickelt sich damit zur Plattform für verdichtete, automatisierbare und qualifizierbare Serienprozesse.

Produktionsdrehen als integrierte Prozessplattform

Unter Produktionsdrehen versteht DMG Mori ein Portfolio horizontaler Drehplattformen für die produktive Komplettbearbeitung rotationssymmetrischer und komplexer Bauteile. Je nach Anwendung kommen Maschinen mit Hauptspindel, Gegenspindel, mehreren Werkzeugträgern, angetriebenen Werkzeugen, Y-Achse und Stangenbearbeitung zum Einsatz. Mehrere Bearbeitungsschritte lassen sich parallelisieren, Nebenzeiten reduzieren und Bauteile in einem weitgehend durchgängigen Prozess vom Rohmaterial bis zum fertigbearbeiteten Werkstück führen.

 Für Anwendungen aus dem Medical-Bereich verbindet DMG Mori dieseMaschinenarchitektur mit branchenspezifischer Prozessauslegung. Dazu zählen Sprint-Langdrehautomaten und kompakte Produktionsdrehmaschinen für stangenbasierte Kleinteile wie Schrauben und Dentalimplantate, Multisprint-Konzepte für hochproduktiveVariantenfertigung, NZ- und NZX-Plattformen für komplexere Instrumentenkomponenten sowie Dreh-Fräslösungen für präzise Gerätekomponenten.

Anwendungsbreite von Schrauben bis Gerätekomponenten

Für Medical-Anwendungen überträgt DMG Mori das Produktionsdrehen auf unterschiedliche Bauteilfamilien. Bei stangenbasierten Kleinteilen wie Knochenschrauben oder Dentalimplantaten stehen Sprint-Langdrehautomaten und Multisprint-Konzepte im Vordergrund. Sie unterstützen die produktive Bearbeitung aus der Stange, reduzieren Umspann- und Handhabungsschritte und schaffen stabile Voraussetzungen für wiederholgenaue Serienprozesse.

 Bei komplexeren Instrumentenkomponenten wie Griffen, Gelenkteilen, Verbindungselementen oder Steckprofilen bieten die NZ-Plattform, NZX-Baureihe und Sprint-Revolvermaschinen zusätzliche Möglichkeiten zur Parallel- und Komplettbearbeitung. Haupt- und Gegenspindel, mehrere Revolver, Y-Achsen und angetriebene Werkzeuge ermöglichen Vorder- und Rückseitenbearbeitung, Querbohrungen, Konturen und Planflächen in einem integrierten Prozess. Dadurch lassen sich Taktzeiten verkürzen, interne Handhabungsschritte reduzieren und geometrische Zusammenhänge besser beherrschen.

 Auch rotationssymmetrische Gerätebauteile mit zusätzlichen Fräsanteilen lassen sich auf geeigneten Produktionsdrehplattformen wirtschaftlich fertigen. Dazu zählen Wellen, Gehäuse, Kupplungselemente oder Komponenten für medizintechnische Antriebs- und Handhabungssysteme. Die Integration von Dreh- und Fräsoperationen unterstützt Rundlaufgenauigkeit, Formtreue und dokumentierbare Bearbeitungszustände. Prozess-, Werkzeug- und Werkstückdaten können für Rückverfolgbarkeit, Qualitätsbewertung und auditfähige Dokumentation nutzbar gemacht werden.

Vom Maschinenkonzept zum qualifizierbaren Serienprozess

DMG Mori begleitet Anwender in der Medizintechnik von der Auswahl geeigneter Dreh- und Fräsmaschinen über Automation und Peripherie bis zur Auslegung qualifizierbarer Serienprozesse. Dazu zählen Greenfield- und Brownfield-Beratung, Fertigungsplanung, Technologieauslegung, Prozessentwicklung, Inbetriebnahme und Service im laufenden Produktionsbetrieb. Über Medical Excellence Zentren bündelt DMG Mori Maschinen, Applikationswissen, Automation, Digitalisierung und Prozesskompetenz für medizintechnische Anwendungen. Damit verschiebt sich der Fokus vom einzelnen Maschinenkonzept zur integrierten Produktionsarchitektur.

Ganzheitliches Produktportfolio für individuelle Fertigungslösungen

Die Konzeption von Fertigungslösungen für medizintechnische Applikationen geht weit über das Produktionsdrehen und die damit verbundenen Bauteile hinaus. Die Medical Excellence Zentren greifen auf ein breites Maschinenportfolio zurück, um anwendungsspezifische Lösungen für eine wirtschaftliche Produktion zu konzipieren. Bestes Beispiel hierfür ist die Bearbeitung von anspruchsvollen Implantaten und orthopädischen Instrumenten auf der NTX 500. Das kompakte Dreh-Fräszentrum realisiert eine effiziente und qualitätsorientierte 6-Seiten-Komplettbearbeitung. Eine integrierte Roboterautomation (IMTR) steigert die Produktivität bei Bedarf zusätzlich.

Produktionsdrehen als Antwort auf Anforderungen der Medizintechnik

Prozessintegration, Automation und Digitale Transformation (DX) bilden im integrierten Zusammenspiel einen konkreten Lösungsansatz für die zentralen Herausforderungen der Branche. Damit ebnet DMG Mori gleichzeitig den Weg zu einer neuen Definition des Produktionsdrehens im Medical-Bereich: für weniger fragmentierte Abläufe und mehr Produktivität und Transparenz in Produkten und Prozessen.

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