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Medical Mountains

Politiker schlagen Gesprächsangebot über Trilog zur neuen Medizinprodukteverordnung aus

| Redakteur: Peter Reinhardt

Auf der Medica wollten Medical Mountains und die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg ein konstruktives Gespräch von EU- und Bundespolitikern mit Unternehmensvertretern initiieren. Thema: die Trilog-Verhandlungen zur kommenden EU-Medizinprodukteverordnung. Doch das wurde seitens der zahlreich angefragten Volksvertreter mit Verweis auf die Terminlage abgelehnt.

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„Wir haben Sorge, dass in Deutschland alles übereifrig umgesetzt wird. Man sollte auf jeden Fall auch den Rest Europas im Blick haben, damit es hierzulande nicht zu Standortnachteilen kommt“, so Dr. Hendrik Thies (li) und Dr. Jan Henning Martens (re). „Dennoch dürfen die Unternehmen nicht bis zum Inkrafttreten der Verordnung warten, sondern müssen bereits heute neue Kompetenzen aufbauen“, ergänzt Karl-Heinz Fischer (Mitte) von Fischer QMS.
„Wir haben Sorge, dass in Deutschland alles übereifrig umgesetzt wird. Man sollte auf jeden Fall auch den Rest Europas im Blick haben, damit es hierzulande nicht zu Standortnachteilen kommt“, so Dr. Hendrik Thies (li) und Dr. Jan Henning Martens (re). „Dennoch dürfen die Unternehmen nicht bis zum Inkrafttreten der Verordnung warten, sondern müssen bereits heute neue Kompetenzen aufbauen“, ergänzt Karl-Heinz Fischer (Mitte) von Fischer QMS.
(Bild: Reinhardt)

Alternativ gaben Dr. Jan Henning Martens und Dr. Hendrik Thies von der Kanzlei Friedrich Graf von Westphalen & Partner einen Überblick über den Stand der Verhandlungen: „Mit einer Verabschiedung der Verordnung ist erst Mitte 2016 zu rechnen.“ In einigen Punkten wie der Reparatur von Medizinprodukten, der Notifizierung Benannter Stellen und der Konformitätsbewertung habe der Rat praxisorientierte Vorschläge des Parlaments ausgebremst. Auch beim sogenannten Scrutiny-Verfahren deute alles darauf hin, dass es trotz anfänglichen Widerstands Deutschlands nun doch dazu komme. Darüber hinaus beabsichtigten alle am Trilog beteiligten Organe eine Verschärfung bei der Kennzeichnungspflicht für schädliche Inhaltsstoffe. „Es ist zu befürchten, dass in Deutschland anders als im restlichen Europa alles übereifrig umgesetzt wird. Das führt zu Standortnachteilen“, so das Fazit von Martens und Thies.„Dennoch dürfen die Unternehmen nicht bis zum Inkrafttreten der Verordnung warten, sondern müssen bereits heute neue Kompetenzen aufbauen“, appelliert Karl-Heinz Fischer, Fischer QMS, als weiterer Sprecher.

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