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Schaltschränke über eine Absorptionskälteanlage kühlen
Nachdem die Abwärme der Druckluft zunächst nur ins Heizungsnetz eingespeist wurde, dachte man in Herbrechtingen über weitere Nutzungsmöglichkeiten während der Sommermonate nach. Es entstand die Idee, die Schaltschränke an den zwölf Fertigungslinien über eine Absorptionskälteanlage zu kühlen, die wiederum mit der Abwärme der Kompressoren betrieben wird. „Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir die großen Elektroverteilerschränke mit insgesamt 160 Kompressionskältemaschinen gekühlt, die mit Strom betrieben wurden“, erklärt Christian Koch. „Diese haben außerdem Verlustwärme erzeugt und dadurch die Halle weiter aufgeheizt. Das war im Sommer zum Teil ein Problem, denn da stiegen die Temperaturen dann in die Grenzbereiche.“
Seit dem vergangenen Jahr werden die 160 Einzelgeräte nur noch als Redundanz eingesetzt oder um an sehr heißen Tagen Temperaturspitzen abzufangen. Eine zentrale Absorptionskältemaschine erzeugt jetzt die benötigte Kälte, die auf insgesamt sieben Lüftungssysteme verteilt und über Luftumwälzsysteme in die Schaltschränke eingeblasen wird. Die Abwärme der Absorptionskälteanlage gelangt auf einen separaten Wasser-Luft-Außenkühler. „Wir können unsere Schaltschränke jetzt im Sommer mit der Abwärme aus den Kompressoren kühlen und im Winter mit der Außenluft“, beschreibt Horsch die Vorteile des neuen Konzepts. „Auf diese Weise steht uns die Abwärme aus den Kompressoren im Winter zu Heizzwecken zur Verfügung.“
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