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Als Systempartner der Zukunft profiliert sich ein Hauptlieferant, der eine Vielzahl von Technologien beherrscht. Er deckt die gesamte Prozesskette ab und tritt als alleiniger Ansprechpartner dem Hersteller - seinem Kunden - gegenüber auf. Vom Hersteller selbst kommen dann lediglich die Grobspezifikationen für ein Produkt - die Lösungen entwickeln seine Lieferanten. Der so genannte One-Stop-Shop betreut außerdem auch die Sublieferanten.
Konzentration auf Kernkompetenzen
Für den Hersteller liegen die Vorteile einer solchen Lösung klar auf der Hand: Das Unternehmen nutzt das Know-how seiner Zulieferer und profitiert von dessen Erfahrungen auch in anderen Branchen. Jenseits dieses Know-how-Transfers werden eigene Ressourcen in Entwicklung und Produktion geschont bzw. entlastet.
Dies wiederum ermöglicht eine Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen. Produkte werden nicht mehr bis ins kleinste Detail selbst entwickelt, Projektlaufzeiten werden verkürzt. Langfristige Kooperationen, das heißt wachsende und vertrauensvolle Partnerschaften mit den Lieferanten, sind erwünscht.
Hohe Investitionen in F&E
Ein ähnliches Bild zeichnet Matthias Wankerl von der Ziehm Imaging GmbH. Sein Arbeitgeber, ein Hersteller von mobilen Röntgengeräten, den so genannten C-Bögen, ist dieser Tage für seine überdurchschnittliche Innovationskraft mit dem Gütesiegel „Top 100“ ausgezeichnet worden. Warum das so ist? „Wir investieren zirka 15 Prozent unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung“, so Wankerl.
Wie kooperiert die Ziehm Imaging GmbH mit ihren Lieferanten? Immerhin fließen in ihre rund 900 Produkte gut 6.000 aktive Kaufteile ein; dies mache sie für ihre Zulieferer zu einem typischen „low volume-high mix“-Kunden, erklärt Wankerl. Er betont: „ Wir kaufen mehr als die Hälfte davon lokal ein.“
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