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Freudenberg Medical Oberflächentechnik erfüllt gleich drei Wünsche in einem

| Autor / Redakteur: Autor | Peter Reinhardt / Peter Reinhardt

Medizintechnik mit Arzneimittelanteil könnte vor einem Boom stehen. So genannte Kombinationsprodukte ermöglichen eine äußerst selektive Wirkstoffabgabe und erhöhen die Sicherheit bei der Medikamentendosierung. Dafür braucht es innovative Technologien zur Oberflächenbehandlung. Diese haben schon mehr als einmal wegweisende Entwicklungen in der Medizintechnik ermöglicht.

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Oberflächentechnologien: Plasmabehandlung und Wirkstoffbeschichtungen machen Magenbänder, Stents und implantierbare Schläuche für ophthalmologische Anwendungen noch effizienter.
Oberflächentechnologien: Plasmabehandlung und Wirkstoffbeschichtungen machen Magenbänder, Stents und implantierbare Schläuche für ophthalmologische Anwendungen noch effizienter.
(Bilder: Freudenberg Medical / Hemoteq)

Kombinationsprodukte haben kardiovaskuläre Interventionen revolutioniert. Doch ohne innovative Oberflächentechnik hätten sich wirkstoffbeschichtete Stents und Ballons nicht in diesem Maß etablieren können. Heute reduziert die Verknüpfung minimal-invasiver Operationstechniken mit maximal-selektiver Wirkstofffreisetzung in gleichem Maße die Patientenbelastung wie sie die Therapiesicherheit und -effizienz erhöht.

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Mit Kombinationsprodukten die Märkte der Zukunft besetzen

Kann man deshalb generell von einem Boom der Kombinationsprodukte sprechen? Ja und Nein. Das Bild ist differenziert und dynamisch. Einerseits zeigt die Erfolgsgeschichte beschichteter Koronarstents Langzeitwirkung und ist auch nach 13 Jahren Marktpräsenz noch von Innovationen angetrieben. Ähnlich dynamisch entwickeln sich andere Applikationen wie die trans-arterielle Chemo-Embolisation von Tumoren mittels wirkstoffbeladener Beads. Aber es gibt durchaus noch Fachdisziplinen, in denen man vergeblich medikamentenbeschichtete Medizinprodukte oder zumindest marktnahe Entwicklungsprojekte sucht.

Das ist paradox, versprechen doch gerade Kombinationsprodukte enormen Nutzen für Patienten – und Anbietern hervorragende wirtschaftliche Perspektiven. Sie wiederbeleben die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere dann, wenn sich der Produktlebenszyklus älterer Produkte dem Ende neigt. In dieser Phase der Transformation sind jenen Unternehmen die größten Erfolgschancen einzuräumen, denen es gelingt, unternehmensinterne und -externe Kompetenzen und Ressourcen neu zu bündeln, um Produkte zu entwickeln.

Oberflächen-Know-how als Komplettlösung beziehen

Gerade im Bereich von Oberflächenmodifikationen ist das in der Regel nicht ohne Partner möglich, die Komplettlösungen aus einer Hand anbieten. Als solcher hat sich Freudenberg Medical weltweit einen guten Ruf erarbeitet. Eingebunden in das Forschungs-, Dienstleistungs- und Vertriebsspektrum des Freudenberg-Technologiekonzerns stehen weitreichende Kapazitäten zur Verfügung, die jedoch dank der Organisation in effiziente Einheiten – bisher beispielsweise unter den Namen Helix Medical und Cambus Medical am Markt – über die Reaktionsschnelligkeit mittelständischer Unternehmen verfügen.

Das ist vor allem von Vorteil, wenn Innovationslücken bei der Entwicklung von Kombinationsprodukten zu überbrücken sind. Nicht selten scheitern vor allem kleine und mittlere Medtech-Unternehmen bei der Umsetzung vielversprechender Ideen für innovative Produkte an limitierten Ressourcen. Doch auch Großunternehmen müssen zunehmend ihre Strukturen verschlanken und Kosten senken, statt wie zu Zeiten üppiger Budgets große Teams teurer Spezialisten zu beschäftigen. Das ist doppelt problematisch, erfordert doch die Komplexität von Oberflächentechnologien zunehmend einen ganzheitlichen Ansatz eng kooperierender Entwicklungsteams.

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