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Freudenberg Medical

Oberflächentechnik erfüllt gleich drei Wünsche in einem

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Co-Development-Teams beherrschen die Technik

In enger Kooperation mit den Kunden erfolgen iterative Lösungsfindungen und Designentscheidungen bei Freudenberg Medical daher durch Co- Development-Teams. Sie machen Produkte leistungsfähiger und sicherer. Denn die Anforderungen an Medikamentenbeschichtungen von Kombiprodukten sind vielfältig und komplex. Deren technische Lösungen sind jedoch nicht zwangsläufig einzigartig. „Weder kann ein einziges Beschichtungsdesign alle Anforderungen abdecken, noch ist in jedem Einzelfall eine Speziallösung erforderlich“, erklärt dazu Dr. Ingolf Schult, Director Business Development der Hemoteq AG, einem Unternehmen der Gruppe Freudenberg Medical.

Mit dem Aufbau von Beschichtungsplattformen hat Hemoteq sehr gute Erfahrungen bei der Lösungsfindung gemacht. „Auf einer Vielzahl von Materialien sind entsprechende Plattformlösungen in weiten Bereichen variierbar und somit an spezielle Designanforderungen adaptierbar, beispielsweise für neue Wirkstoffe oder spezielle Freisetzungskinetiken“, so Schult weiter. Im Ergebnis könne die Leistungsfähigkeit solcher Adaptierungen durchaus diejenige von aufwändig neu entwickelten Beschichtungsdesigns übertreffen.

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Homogene Wirkstoffbeschichtung, kleinstmögliches Profil

So wurde beispielsweise gemeinsam mit dem Entwicklerteam eines Kunden die Faltung eines Angioplastie-Ballons gezielt modifiziert, um eine homogene Wirkstoffbeschichtung und ein kleinstmögliches Profil des beschichteten Ballons zu ermöglichen. Die frühzeitige Ermittlung geeigneter Faltungs-Parameter und eine systematische Variation der Beschichtungs-Parameter haben hier geholfen, die Zahl der Iterationszyklen und die Projektdauer zu reduzieren. Aber auch die Herstellbarkeit muss schon frühzeitig als essentielles Ziel im Entwicklungsprozess adressiert werden: Die Prozessführung bestimmt Qualität und Prozessleistung in gleichem Maße wie das Produktdesign, die Beschichtungsparameter oder die Zuverlässigkeit der Beschichtungsanlagen. Auch in diesem Bereich sind bewährte und flexible Technologieplattformen der Schlüssel für erfolgreiche Produkteinführungen.

Am Anfang stand der Technologietransfer

Bereits während der strategischen Ausrichtung auf die Medizintechnik- und Pharmamärkte hat Freudenberg Medical in den frühen 2000er Jahren begonnen, innovative Oberflächentechnik für medizinische Anwendungen zu erschließen. Erstes Anwendungsfeld war die Reibungsreduzierung bei Silikonprodukten. „Wir transferierten dazu erprobte hauseigene Technologien und Prozesse in die Medizintechnik“, blickt Marketingleiter René Heilmann zurück. Es folgten die Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten von Oberflächenmodifikationen für medizinische Anwendungen, unter anderem hydrophile Beschichtungen für Kathetersysteme und nicht zuletzt die eingangs genannten Wirkstoffbeschichtungen für Kombinationsprodukte. Heute bietet Freudenberg Medical seinen Kunden eine ganze Reihe eigener Oberflächenverfahren für unterschiedlichste Einsatzfälle.

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