France

Micronora 2022 Medizintechnische Fertigung wächst dank Mikrotechnik über sich hinaus

Quelle: Pressemitteilung

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Präzision und Mikrotechnik stehen vom 27. bis 30. September 2022 im Fokus. Dann öffnet die Messe Micronora in Besançon/Frankreich ihre Tore. Auch die Medizintechnik-Branche ist dort vertreten.

Der Einsatz von amorphen Legierungen trägt zur weiteren Miniaturisierung von Implantaten und Werkzeugen für die minimalinvasive Chirurgie bei. Hier von Vulkam hergestellte hochpräzise Miniinstrumente.
Der Einsatz von amorphen Legierungen trägt zur weiteren Miniaturisierung von Implantaten und Werkzeugen für die minimalinvasive Chirurgie bei. Hier von Vulkam hergestellte hochpräzise Miniinstrumente.
(Bild: Vulkam )

Von leistungsstarker CAD/CAM-Software über hochentwickelte Bearbeitungs- und Messkontrollmittel bis hin zu neuen Werkstoffen – die gesamte Fertigungskette stellt sich in der Medizintechnikindustrie auf, um strategischen Zielen gerecht zu werden. Denn die Herausforderungen, wie Miniaturisierung oder extreme Qualität, erfordern neue Lösungen. Diese können Interessierte auf der internationalen Fachmesse für Mikrotechnik und Präzision, Micronora, vom 27. bis 30. September in Besançon/Frankreich entdecken.

Auf der Messe werden CAD/CAM-Anbieter Werkzeuge vorstellen, mit denen sich die Entwicklung und Herstellung von Medizingeräten beschleunigen und verbessern lässt. Vertreten ist beispielsweise der Hersteller Fine Heart. Das Start-up wurde 2010 in Pessac, in der Metropolregion Bordeaux, aus einem Zusammenschluss von interventionellen Kardiologen, Ingenieuren und Managern aus der biomedizinischen Industrie gegründet. Mit dem Icoms (Implantable Cardiac Output Management System) hat das Unternehmen ein medizinisches Gerät zur Assistenz von Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz entwickelt. Das System ist eine vollständig intraventrikuläre Pumpe, die mit dem nativen Herzschlag synchronisiert ist, um die natürliche Pumpleistung des Herzens wiederherzustellen.

Bei dem von Fine Heart entwickelten Originalgerät Icoms handelt es sich um eine intrakardiale, implantierbare, drahtlose Minipumpe. Diese wurde mit der Hyper-Mill-Software von Open Mind konstruiert.
Bei dem von Fine Heart entwickelten Originalgerät Icoms handelt es sich um eine intrakardiale, implantierbare, drahtlose Minipumpe. Diese wurde mit der Hyper-Mill-Software von Open Mind konstruiert.
(Bild: FineHeart )

In der Entwicklung arbeitete das Start-up mit dem Unternehmen Open Mind zusammen. „Wir haben uns für die Entwicklung und Herstellung der für die Tests erforderlichen Prototypen für die von Open Mind entwickelte CAM-Lösung Hyper Mill entschieden“, erläutert Arnaud Mascarell, CEO und Mitbegründer von Fine Heart. „Die Strategie der simultanen 5-Achs-Bearbeitung der Turbinen, die Kollisionserkennung, die Oberflächenqualität und die Benutzerfreundlichkeit, die die Software von Open Mind bietet, waren sehr hilfreich bei der Herstellung dieser intrakardialen, implantierbaren, drahtlosen Minipumpe.“ Ein Gerät, das ohne die Errungenschaften der Mikromechanik nicht realisierbar gewesen wäre. „Die zu bearbeitenden Flächen sind schwer zugänglich, die Werkstücke und Werkzeuge sind klein, und die erzielte Oberflächenqualität liegt an der Grenze zur Spiegelpolitur“, erklärt Mascarell.

Vielfalt an Fertigungsmöglichkeiten

An innovativen Fertigungsmöglichkeiten wird es bei der Micronora 2022 nicht fehlen: Genannt seien die von Bruker Alicona angebotenen Lösungen für optische Prüfmessungen oder für die additive Fertigung, die von vielen Unternehmen genutzt werden, um die Komplexität der Teile besser in den Griff zu bekommen und ihre individuelle Gestaltung zu gewährleisten.

Ein weiterer Hersteller ist die Cryla Group, die sich durch extreme Präzision bei der Auftragsfertigung von implantierbaren medizinischen Geräten, medizinischen Ausrüstungen und Apparaten sowie chirurgischen Instrumenten auszeichnet. „Unsere Stärke in diesem Bereich liegt nicht nur im technischen Know-how im Dienste der Medizin, sondern auch in der Einhaltung der geltenden gesetzlichen Anforderungen an medizinische Geräte“, betont Thierry Bisiaux, CEO der Gruppe. Diese Spitzenleistungen sind der Beherrschung der Hochpräzisionsbearbeitung und der Montage im Reinraum, der Rückverfolgbarkeit und der komplexen Endbearbeitungsvorgänge zu verdanken.

Lasertechnologie im Rampenlicht

Auch der Laser, der für die Herstellung komplexer medizinischer Teile unerlässlich ist, gehört zu den Highlights der Messe. Im Pavillon des Club Laser et Procédés (CLP) werden mehrere Laserhersteller ihre jüngsten Innovationen präsentieren. Laser Cheval führt beispielsweise den Einsatz von Femtosekundenquellen für die Markierung von medizinischen Teilen vor, was mit Vorteilen wie Korrosionsfreiheit, Reduzierung der Nachbehandlungsphasen und der Bearbeitungszeit verbunden ist.

Zoom-Event mit Weltpremiere

Ein weiteres Highlight ist das Zoom-Event der Micronora-Messe. Dieses Jahr stehen dort neue Materialien und neue Fertigungstechnologien in der Mikrotechnik im Fokus. Das auf die Herstellung ultrapräziser Bearbeitungslösungen für die Medizintechnik spezialisierte Unternehmen Realmeca wird als Weltpremiere eine neue Ultraschallbearbeitungsmaschine vorstellen, mit der die Bearbeitung sehr harter Materialien wie Keramik, Glas, Wolframkarbid sowie Silizium erleichtert wird. „Das an einer Sonotrode montierte einzigartige Werkzeug lässt die Bearbeitung von scharfen Ecken und rechteckigen Taschen ohne jegliche Verrundung zu. Die Oberflächenbeschaffenheit wird durch die Korngröße des verwendeten Schleifmittels erreicht“, erklärt Jean Baptiste Medot, Verkaufsleiter bei Realmeca.

Auch im Bereich der neuen Werkstoffe informieren Zoom-Aussteller die Besucher, die nach einer effizienteren Lösung für ihre Projekt suchen. Ein Beispiel ist das französische Start-up Vulkam, dem die industrielle Produktion von amorphen Metalllegierungen gelungen ist. Seine Vulkalloys genannten Werkstoffe sind dreimal beständiger als Titanlegierungen, was u. a. zur weiteren Miniaturisierung von Implantaten und Werkzeugen für die minimalinvasive Chirurgie beiträgt.

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