Suchen

Dymax

Lichthärtende Klebstoffe – schillernd wie ihre Fluoreszenz

| Autor/ Redakteur: Autorin | Kathrin Schäfer / Kathrin Schäfer

Lichthärtende Klebstoffe? Eine noch immer hoch innovative Fügetechnik, um die Substrate von Einwegprodukten miteinander zu verbinden! Aber nicht nur: Als temporäre Abdeckmasken können sie in modifizierter Form Metalloberflächen während mechanischer und chemischer Verarbeitungsprozesse schützen. Kurzum: Sie prägen die Produktion medizintechnischer Produkte entscheidend.

Firma zum Thema

Klebstoffe der Serie Encompass: Sie lassen sich nicht nur sekundenschnell mit LED-Licht aushärten, sondern bieten auch die sichtbare Aushärtung mittels der See-Cure- sowie die rote Fluoreszenz der Ultra-Red-Technologie.
Klebstoffe der Serie Encompass: Sie lassen sich nicht nur sekundenschnell mit LED-Licht aushärten, sondern bieten auch die sichtbare Aushärtung mittels der See-Cure- sowie die rote Fluoreszenz der Ultra-Red-Technologie.
( Bild: Dymax )

Heute ist es gängig, die Komponenten medizinischer Einwegprodukte miteinander zu verkleben. Ob Kanülen, Spritzen oder Katheter – lichthärtende Klebstoffe sind in der Lage, unterschiedliche Substrate wie Kunststoff, Metall oder Glas innerhalb von Sekunden zu verbinden. Da sie in der Regel luftblasenfrei und farblos aushärten, sind die Klebestellen später unsichtbar. Damit ermöglichen sie die Herstellung von Medizinprodukten, die hohen ästhetischen Ansprüchen genügen. All das zeichnet sie aus. Der Industrie stehen zwar zukunftsfähige Alternativen zur Verfügung – doch die Flexibilität und Rentabilität von Klebstoffen haben diese Technologien bislang nicht erreicht.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 6 Bildern

Alternative Fügetechniken

So können Mehrkomponentenspritzguss und Ultraschallschweißen bereits unterschiedliche Kunststoffe wie Hart- und Weichkomponenten verbinden, aber eben nur Kunststoffe – und davon auch längst nicht alle. Hinzu kommt: Beim Ultraschallschweißen beispielsweise müssen die Abmessungen der Teile sowie die Spaltmaße sehr präzise bemessen und gefertigt sein, damit der Fügeprozess funktioniert. Klebstoffe hingegen sind spaltfüllend und damit wesentlich flexibler.

Bereits seit 1995 besitzt das amerikanische Familienunternehmen Dymax eine Niederlassung in Deutschland, seit Sommer 2014 verfügt diese außerdem über eine eigene F&E-Abteilung. Will meinen: Es tut sich nach wie vor eine Menge in der Klebstofftechnik. Im europäischen Firmensitz im Wiesbadener Industriepark Kalle-Albert wird daher fleißig an neuen Innovationen gearbeitet. Ein Technologietreiber für neue Entwicklungen ist aktuell die LED-Technik: Im Herbst 2014 hat Dymax einen LED-härtenden Klebstoff zur Verklebung von Kathetern auf den Markt gebracht, der auf Platin, PC, PS, PVC, ABS, CAP, PA sowie Edelstahl haftet und innerhalb von Sekunden aushärtet. Das Besondere ist jedoch, dass der LED-härtende Klebstoff mit dem Namen 212-CTH-UR-SC mit den patentierten Dymax-Technologien See-Cure und Ultra-Red kombiniert wurde. Damit gehört er zu den neuen Encompass-Klebstoffen, die Dymax auf der diesjährigen Medtec Europe in Stuttgart vorstellt. Encompass – zu Deutsch: umfassend, weil Encompass LED-Technologie, Ultra-Red und See-Cure vereint und eine sekundenschnelle Aushärtung mit klebefreier Oberfläche möglich macht.

weiter auf der nächsten Seite

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43250424)