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Kuka Kuka erhält „Global Company of the Year Award 2020“

| Redakteur: Julia Engelke

Das Beratungsunternehmen Frost & Sullivan hat den Markt der Medizinrobotik analysiert und dabei den LBR Med von Kuka als einen der fortschrittlichsten Roboter der Branche hervorgetan. Für den Roboter und die innovativen Leistungen im Bereich der Medizinrobotik insgesamt erhält Kuka von Frost & Sullivan die Auszeichnung „Unternehmen des Jahres“. Dieser Roboter steht auch im Mittelpunkt des eigenen Kuka Innovation Award 2020.

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Axel Weber (rechts), Vice President Medical Robotics bei Kuka, nahm den „Global Company of the Year Award“ entgegen.
Axel Weber (rechts), Vice President Medical Robotics bei Kuka, nahm den „Global Company of the Year Award“ entgegen.
(Bild: Kuka)
  • Führend in der Branche bei Innovation und Wachstum
  • LBR Med: der erste Roboter, der zur Integration in ein Medizinprodukt zertifiziert wurde
  • Fünf Finalisten für den Kuka Innovation Award 2020 stehen fest

Jedes Jahr verleiht die global agierende Beratung die Auszeichnung an ein Unternehmen, das in seiner Branche vor allem bei Innovation und Wachstum führend ist. In diesen Punkten hat Kuka Frost & Sullivan überzeugt. Die Auszeichnung für den Bereich Medical Robotics nahmen die Augsburger am 11. März auf einer Gala in London entgegen.

Der LBR Med von Kuka – einzigartig konfigurierbar und vielseitig

Frost & Sullivan berücksichtigte bei der Entscheidung das komplette Produktportfolio von Kuka im Bereich Medical Robotics. Dieses reicht von großen Robotern für hohe Traglasten, die zum Beispiel beim Tragen schwerer Strahlenkanonen zur Tumorbehandlung zum Einsatz kommen, bis hin zur sensitiven Kleinrobotik. Hier war der vor rund zwei Jahren auf den Markt gebrachte LBR Med ein Schlüsselfaktor. Bei dem Roboter für die Medizintechnik handelt es sich um den ersten Roboter, der zur Integration in ein Medizinprodukt zertifiziert wurde. Er ist speziell an medizinische Anforderungen angepasst und wird in sehr unterschiedlichen Anwendungen wie Diagnose, Reha, ästhetischer Chirurgie oder medizinischer Behandlung im Operationssaal eingesetzt.

Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im anspruchsvollen Umfeld der Medizintechnik sieht Frost & Sullivan im LBR Med einen der fortschrittlichsten Roboter auf dem Markt. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Auch in Zukunft werden wir dazu beitragen, die Robotik in der Medizin voranzutreiben, um nicht nur Mediziner bei ihrer Arbeit zu unterstützen, sondern auch Patienten die beste Diagnose und Behandlung zu ermöglichen“, sagt Axel Weber, Vice President Medical Robotics bei Kuka.

Kuka Innovation Award 2020

Der LBR Med steht auch im Mittelpunkt für den eigenen Kuka Innovation Award 2020. Insgesamt mehr als 40 Ideen hat die internationale Fachjury des Awards in diesem Jahr erreicht - ein neuer Rekord. „Das zeigt uns, dass wir mit dem Motto ‚Medical Robotics Challenge‘ einen Nerv getroffen haben. Die Medizinrobotik gewinnt immer mehr an Bedeutung“, sagt Dr. Rainer Bischoff, Vice President Corporate Research bei Kuka.

Die fünf Final-Teams haben nun bis zur Medizinmesse Medica im November Zeit, ihre Konzepte zu realisieren. Dafür bekommen sie einen sensitiven Kuka Leichtbauroboter LBR Med zur Verfügung gestellt. Außerdem werden die Teams von erfahrenen Kuka Experten gecoacht, die den Finalisten während des gesamten Wettbewerbs zur Seite stehen.

Auf der größten Medizinmesse in Düsseldorf präsentieren die Finalisten ihre Konzepte einem internationalen Fachpublikum, und die Jury kürt den Sieger des mit 20.000 Euro dotierten Kuka Innovation Award.

Die Auszeichnung wird zum siebten Mal verliehen. Ziel ist es, Innovationen im Bereich der roboterbasierten Automatisierung zu beschleunigen und den Technologietransfer von der Forschung in die Industrie zu stärken. Der Award richtet sich an Entwickler, Absolventen und Forscherteams von Unternehmen oder Universitäten.

Die fünf Final-Teams des Kuka Innovation Award 2020

Die fünf internationalen Final-Teams für den Kuka Innovation Award 2020 stehen fest. Die Auszeichnung erfolgt auf der Medica 2020.
Die fünf internationalen Final-Teams für den Kuka Innovation Award 2020 stehen fest. Die Auszeichnung erfolgt auf der Medica 2020.
(Bild: Kuka)

  • Team Saharra - Slovak University of Technology, Bratislava, Slowakei: Das Team entwickelt eine Roboterapplikation, mit der die Präzision und Schnelligkeit der Haarentfernung verbessert werden soll. Dafür wird ein Navigationssystem in Verbindung mit einem LBR Med genau bestimmen, welche Bereiche noch zu behandeln sind.
  • Team Coneebot – Technische Universität Hamburg, Deutschland: Ziel des Teams ist es, eine smarte Nadel, die ihre Umgebung erkennt, zu entwickeln und mit dem Roboter zu verbinden und so dem Arzt bei der korrekten Positionierung der Nadel zu helfen.
  • Team Hifusk - Scuola Superiore Sant’Anna, Pisa, Italien: Die fokussierte Ultraschall Chirurgie (FUS) ist eine nicht-invasive Therapiemethode, die das Potential hat, die Krebsbehandlung radikal zu ändern. Indem diese Therapie um einen LBR Med bereichert wird, ist es möglich, mehr Flexibilität und Kontrolle zu erreichen.
  • Team Raoct - Duke University, Durham, USA: Untersuchungen am Auge können oft nur von Augenärzten durchgeführt werden. Eine vielversprechende Technologie ist dabei die optische Kohärenztomographie (OCT). Um diese Technologie besser zugänglich zu machen, soll mit Hilfe von Robotertechnologie der Tomograph automatisiert, besser ausgerichtet und die Bedienung vereinfacht werden.
  • Team Spheri-Obot – Shanghai Jiaotong University Affiliated Sixth People's Hospital, Shanghai Jiaotong University, Shanghai Electric Group, China: Die Anzahl von Patienten mit Hüftbeschwerden ist groß, auch bei jüngeren Menschen. Die traditionelle Behandlungsmethode bei einer Hüftdysplasie ist die sogenannten periazetabuläre Umstellungsosteotomie (PAO). Das Team aus China entwickelt ein Robotersystem, das mit Hilfe einer speziellen Säge die Hüftpfanne gezielt mit weniger Schnitten neu positionieren kann.

Im letzten Jahr konnte sich ein internationales Forscherteam über den Kuka Innovation Award 2019 freuen. Das Forscherteam der Universitäten Leeds, Vanderbilt und Turin überzeugte die Jury mit ihrem Konzept für eine robotergestützte, magnetische Endoskopie für die schmerzfreie Darmkrebsvorsorge.

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