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Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Julia Stingl ist neue Vizepräsidentin des BfArM

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Prof. Dr. Julia Stingl ist heute zur Vizepräsidentin des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ernannt worden. Die Position war frei geworden, nachdem der bisherige Amtsinhaber Karl Broich Anfang August zum neuen Präsidenten des BfArM ernannt wurde. Stingl möchte sich für eine bessere Vernetzung von regulatorischer Arbeit und Forschung stark machen.

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Prof. Dr. Julia Stingl, von Haus aus Fachärztin für Klinische Pharmakologie, ist heute zur Vizepräsidentin des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte ernannt worden.
Prof. Dr. Julia Stingl, von Haus aus Fachärztin für Klinische Pharmakologie, ist heute zur Vizepräsidentin des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte ernannt worden.
(Bild: BfArM)

Wer ist Julia Stingl? Die 43-Jährige ist Fachärztin für Klinische Pharmakologie. Nach Abschluss ihres Medizinstudiums 1997 arbeitete sie als Ärztin im Bereich der Psychiatrie und Klinischen Pharmakologie, habilitierte sich 2004 zum Thema Arzneimitteltherapieempfehlungen auf pharmakogenetischer Basis und war von 2006 bis 2012 Universitätsprofessorin für das Fach Klinische Pharmakologie an der Universität Ulm. Seit 2012 leitet sie die neu eingerichtete Abteilung für Forschung im BfArM.

Ihre Forschungsarbeiten veröffentlichte sie in mehr als 150 wissenschaftlichen Artikeln und Buchbeiträgen auf dem Gebiet der Individualisierten Arzneimitteltherapie, Arzneimittelsicherheit und Pharmakogenetik. Stingl leitet und koordiniert zahlreiche drittmittelgeförderte internationale Forschungsprojekte sowie europäische Forschungsverbünde. Sie ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Fachgesellschaften und seit 2004 außerordentliches Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft. Ihre Forschungsarbeiten wurden mehrfach mit wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet.

Das BfArM stärker als Forschungseinrichtung profilieren

Der Präsident des BfArM, Prof. Karl Broich, sieht in der Ernennung von Stingl einen richtungsweisenden Schritt für die weitere Entwicklung des Instituts. „Neben der Stärkung unseres Kerngeschäfts wollen wir uns noch stärker als Forschungseinrichtung profilieren und dabei langfristig Schwerpunkte setzen, die sich konkret aus den Aufgaben des BfArM ergeben. Dazu soll unter anderem die Zusammenarbeit mit der Universität und dem Klinikum Bonn ausgebaut werden“, so Broich. „Durch den Aufbau einer eigenen Forschungsabteilung haben wir bereits einen großen Schritt in diese Richtung gemacht. Ich bin froh, dass ich nun zusammen mit Frau Stingl als Vizepräsidentin diese Entwicklung weiter vorantreiben kann.“

Regulatorische Arbeit und Forschung besser vernetzen

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und bin dankbar für das Vertrauen, das man mir damit entgegenbringt“, sagte Stingl. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass das BfArM als größte Zulassungsbehörde in Europa seine Position weiter ausbauen kann. Die Forschung ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des BfArM, um die Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten weiter zu verbessern. Daher möchte ich dafür sorgen, dass regulatorische Arbeit und Forschung in Zukunft noch besser vernetzt werden zum Wohle der Patientinnen und Patienten.“

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