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Strategieprozess Medtech Industrie-in-Klinik-Plattformen sollen Medizintechnikfirmen unterstützen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Eine Maßnahme des Nationalen Strategieprozesses „Innovationen in der Medizintechnik“ lautet: Industrie-in-Klinik-Plattformen sollen es Forschern, Entwicklern und Technikern aus Start-ups und KMU ermöglichen, für eine gewisse Zeit Räume in Kliniken anzumieten. 17 Plattformen stellen sich im Februar in Berlin vor. Die öffentliche Veranstaltungsreihe richtet sich vor allem Medizintechnikhersteller.

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Das VDI Technologiezentrum begleitet den Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ in Berlin. Die Berliner Geschäftstelle wird geleitet von Dr. Oliver Bujok (links), Geschäftsführer ist Sascha Hermann. Im Februar werden dort nun die Verbünde von Kliniken und Unternehmen vorgestellt, die an der Endauswahl für die Förderung des Bundesforschungsministeriums teilnehmen.
Das VDI Technologiezentrum begleitet den Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ in Berlin. Die Berliner Geschäftstelle wird geleitet von Dr. Oliver Bujok (links), Geschäftsführer ist Sascha Hermann. Im Februar werden dort nun die Verbünde von Kliniken und Unternehmen vorgestellt, die an der Endauswahl für die Förderung des Bundesforschungsministeriums teilnehmen.
(Bild: Jens Schicke/VDI Technologiezentrum)

Die Kooperation zwischen Unternehmen und Medizinern spielt im Innovationssystem Medizintechnik eine zentrale Rolle. Diese bewährte Kooperationsform wird am Standort Deutschland aus unterschiedlichen Gründen zunehmend erschwert.

Die Gründe hierfür sind vielfältig: Auf Seiten der Mediziner steigt die Auslastung in der Regelversorgung und sinkt die Zeit zur Beteiligung an Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Zugleich nimmt die Komplexität des Versorgungsalltags erheblich zu. Auf Seiten der Industrie nimmt die klinische Bewertung in der Entwicklung wachsenden Raum ein. Insbesondere wird es immer wichtiger, Produktideen von Anbeginn nach ihrem Nutzen für die Patientenversorgung zu bewerten und hierzu während der Entwicklung einen steten Dialog mit den klinischen Anwendern aufrechtzuerhalten.

Infrastruktur und Expertise sollen Medtech-Innovationen beschleunigen

Individuell zwischen den Partnern gestaltete Modelle für so genannte Industrie-in-Klinik-Plattformen sollen es Forschern, Entwicklern und Technikern aus Start-ups, kleinen Unternehmen oder etablierten Mittelständlern deshalb künftig ermöglichen, zeitlich begrenzt in Kliniken Räume anzumieten. Sie sollen damit von der Expertise vor Ort und der Nähe zum Versorgungsalltag profitieren. Der Plattformbetreiber stellt hierfür die notwendige Infrastruktur, Logistik und Expertise bereit, um Innovationsprozesse in der Medizintechnik durch ein koordiniertes Zusammenwirken von Entwicklern und Klinikern zu beschleunigen.

Die Vorstellung der Industrie-in-Klinik-Plattformen erfolgt am 8. Februar 2016, am 17. Februar 2016 und am 25. Februar 2016 am VDI Technologiezentrum in Berlin. An diesen drei Terminen stellen sich jeweils unterschiedliche Bewerberverbünde vor. Die öffentliche Veranstaltungsreihe richtet sich an Fachpublikum – vor allem an Kliniken und Medizintechnikhersteller. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Aktiver Beitrag zur Förderung des Medtech-Standorts Deutschland

Zum Hintergrund: Mit der Förderrichtlinie „Aufbau von Industrie-in-Klinik-Plattformen zur Entwicklung innovativer Medizinprodukte“ wird eine zentrale Handlungsempfehlung aus dem Nationalen Strategieprozesses „Innovationen in der Medizintechnik“ umgesetzt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung verfolgt hiermit das Ziel, einen aktiven Beitrag zur Steigerung der Innovationskraft der medizintechnischen Forschung und Entwicklung am Standort Deutschland zu leisten. Die Förderung richtet sich gleichermaßen an junge und etablierte Unternehmen sowie an Krankenhäuser – insbesondere auch der Regelversorgung- und Plattformbetreiber.

Weiterführende Informationen und Anmeldung

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