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Forschungsförderung Campus für Medizintechnikforschung erhält weitere Bundesförderung

Quelle: Pressemitteilung Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 3 min Lesedauer

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Der Forschungscampus Stimulate an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg geht in die dritte Förderphase. Diese Mittel in Millionenhöhe sollen neue Wege für minimalinvasive Bildgebungsverfahren in Operationssälen und am Krankenbett eröffnen. Kooperationen mit Industrie und Kliniken stärken die medizinischen Lösungen und den Forschungsstandort Magdeburg.

Symbolbild für eine Tumorbehandlung im MRT: Eine Radiologin überwacht die gezielte Hitzebehandlung an einem Brustkorb-Modell. Mithilfe künstlicher Intelligenz wird die Temperatur im Gewebe in Echtzeit erfasst und am Bildschirm angezeigt.(Bild:  Thomas Gerlach/Forschungscampus Stimulate)
Symbolbild für eine Tumorbehandlung im MRT: Eine Radiologin überwacht die gezielte Hitzebehandlung an einem Brustkorb-Modell. Mithilfe künstlicher Intelligenz wird die Temperatur im Gewebe in Echtzeit erfasst und am Bildschirm angezeigt.
(Bild: Thomas Gerlach/Forschungscampus Stimulate)

Der Forschungscampus Stimulate an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erhält für die Weiterentwicklung und künftige klinische Anwendung minimalinvasiver medizinischer Bildgebungsverfahren eine weitere Forschungsförderung in Millionenhöhe. Das Bundesministerium für Bildung, Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) stellt im Rahmen der dritten und letzten Förderphase seines Programms „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ acht Millionen Euro für den zielgerichteten Transfer der medizintechnischen Forschungsergebnisse in den Klinikalltag zur Verfügung.

Unter dem Leitmotiv „Stimulate goes Clinic“ wollen die Wissenschaftler des Forschungscampus ab Oktober dieses Jahres gemeinsam mit ihren Partnern aus Wissenschaft und Industrie noch enger mit medizinischen Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet zusammenarbeiten, um bildgeführte, minimalinvasive Verfahren zur Diagnose und Therapie schwerer Erkrankungen wie Tumoren oder Gefäßleiden künftig dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden: im Operationssaal und am Krankenbett.

„Dass wir ohne Auflagen in die dritte Förderphase starten, ist eine besondere Auszeichnung“, sagt Prof. Dr. rer. nat. Georg Rose vom Lehrstuhl für Medizinische Telematik und Medizintechnik und Sprecher des Forschungscampus. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis jahrelanger, disziplinübergreifender Zusammenarbeit zwischen Universität, Industrie und Klinik – und ein klares Signal für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Magdeburg.“ Mit dem Start der dritten Förderphase rücke 2029 die Verstetigung des Forschungscampus in greifbare Nähe, erklärt Rose weiter.

Stimulate Campus verbindet Forschung und Entwicklung bildgestützter Lösungen für minimalinvasive Medizin

Der 2013 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gegründete Forschungscampus Solution Center for Image Guided Local Therapies ist eine privat-öffentliche Partnerschaft zwischen Universität, Industrie und Klinik und gilt als Zentrum für die Entwicklung bildgeführter, minimalinvasiver Verfahren in der Medizintechnik. Beteiligt sind, neben der Universität, Siemens Healthineers, der Stimulate-Verein sowie mehr als 35 Partnerunternehmen aus dem In- und Ausland.

Ihr gemeinsames Ziel ist es, technologische Lösungen zu entwickeln und aus der Forschung schnell, sicher und wirtschaftlich in die Anwendung zu bringen – insbesondere für Erkrankungen wie Krebs oder neurovaskuläre und kardiovaskuläre Volkskrankheiten. Stimulate wurde vom BMFTR, vom Land Sachsen-Anhalt und der Europäischen Union bisher bereits mit insgesamt über 96 Millionen Euro gefördert.

„Der Forschungscampus Stimulate ist ein Vorzeigeprojekt für exzellente, gesellschaftlich wirksame Forschung an der Uni Magdeburg und verbindet universitäre Spitzenforschung, hervorragende ingenieurwissenschaftliche Lehre und einen erfolgreichen Transfer in die Wirtschaft auf beispielhafte Weise“, sagt der Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan.

Seit 2020 steht dafür im Magdeburger Wissenschaftshafen ein eigener Forschungscampus mit 17 hochmodernen Laboren auf 3.300 Quadratmetern Fläche zur Verfügung. Mit der 2022 gestarteten und vom Bund geförderten Transferinitiative „transPORT“ wächst dort darüber hinaus ein dynamisches Medizintechnik-Ökosystem für Unternehmen, Forschungspartner und erfolgreiche Start-ups wie Medimesh, Raydiax oder Neoscan Solutions.

„Der Forschungscampus Stimulate ist ein Leuchtturm des Wissenschaftsstandortes Sachsen-Anhalt, der in den vergangenen Jahren weit über die Landesgrenzen hinaus Strahlkraft entwickelt hat“, betonte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann. „Stimulate zeigt, was möglich ist, wenn Wissenschaft und Wirtschaft an einem Strang ziehen. Die dritte Förderphase stärkt nicht nur den Forschungsstandort Magdeburg, sondern bringt auch die Gesundheitsversorgung in ganz Deutschland weiter voran."

Forschungscampus wächst weiter

Begleitet wird die kommende Förderphase von neuen Impulsen für den Forschungscampus. So entsteht im Wissenschaftshafen ein Start-up Designer Ego.-Inkubator zur gezielten Förderung von Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft durch neue Coaching-Formate. Ein Café im Forschungscampus lädt die Stimulate-Angehörigen, aber auch die Besucher bald zu einem barrierearmen Austausch ein. Auch die internationale Tagung IGIC – Image-Guided Interventions Conference wird im kommenden Oktober von Stimulate gemeinsam mit weiteren Forschungspartnern im Wissenschaftshafen ausgerichtet.

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