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Conttek Hybride Fertigungskonzepte

| Autor / Redakteur: Autor | Markus Gäckle / Peter Reinhardt

Ob es sich um komplexe Medizingeräte, um chirurgische Instrumente oder um medizinische Einwegartikel handelt: Mit Hybridtechnik lassen sich innovative Produkte herstellen – auch in geringen Stückzahlen.

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Know-how-Transfer: In der Elektromechanik sind Hybridbauteile längst gang und gäbe. Warum nicht auch in der Medizintechnik?
Know-how-Transfer: In der Elektromechanik sind Hybridbauteile längst gang und gäbe. Warum nicht auch in der Medizintechnik?
(Bild: Conttek )

Medizintechnikhersteller und Zulieferer für Medizintechnik sehen sich steigendem Kostendruck ausgesetzt. Einer der Gründe hierfür ist die Zunahme an Medizintechnik vergleichbarer Qualität aus Niedriglohnländern. Kliniken und Ärzte zeigen heute schon ein verändertes Einkaufsverhalten. Es stellt sich also die Frage, wie Unternehmen den oben beschriebenen Globalisierungseffekten zum Trotz langfristig im Medizintechnikmarkt bestehen oder gar ihre Marktposition wieder ausbauen? Zwei tragfähige Strategien bieten sich hier an:

  • Kostengünstigere Herstellung bestehender Produkte (Commodity Products) zu marktrelevanten Preisen.
  • Innovation – sprich neue Medizinprodukte mit echtem Zusatznutzen für Anwender, Patienten und das Gesundheitssystem.

Der Einsatz der Hybridtechnik beziehungsweise hybrider Fertigungstechnologien kann für beide Ansätze machbare Lösungen anbieten.

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So geht’s in der Automobil- und Elektronikindustrie

Hybrid-Verbundsysteme bezeichnen die Kombination zweier Materialien mit dem Ziel, Produkte mit neuen Eigenschaften zu realisieren. Meist geht es dabei um die Verbindung mehrerer Komponenten mittels Spritzgießen. Hier sind nicht nur verschiedene Kunststoff-Filler-Verbindungen (Glasfasern, Kohlefasern etc.) zu nennen, sondern auch das Umspritzen in Insert- und Outsert-Technik sowie das Hinterspritzen von metallischen oder nichtmetallischen Teilen. Auch der Zwei-Komponenten- und Multi-Komponenten-Spritzguss zählt zu den hybriden Fertigungstechnologien.

Die Automobil- und die Elektronikindustrie setzen schon seit den 1990er Jahren verstärkt auf hybride Technologien. Nur so war es ihnen möglich, Bauteile und Komponenten herzustellen, die höchste Technologieintegration mit Platz- und Gewichtsersparnis vereinen. Die Hybridtechnik wurde zunächst überwiegend für elektromechanische Baugruppen und Bauteile in der Steckertechnik eingesetzt. Elektrisch leitende metallische Stanzgitter wurden mittels Insert- und Outsert-Technik umspritzt, um durch die Eliminierung von Kabelsträngen geringere Baugrößen zu erreichen. Die Folge: weniger Gewicht und Montagekosten.

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