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Hybride Fertigungskonzepte

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Die Integrationsdichte neuer Produkte steigern

Die stetige Weiterentwicklung der Hybridtechnik ermöglichte eine immer höhere Integrationsdichte verschiedener Technologien. So ist es heute möglich, Baugruppen mit integrierten Sensoren, Aktoren, RFID-Chips oder RFID-Labels sowie auch andere mechanische Funktionselemente günstig mittels Hybridtechnik herzustellen.

Jedoch erfordern Metall-Kunststoff-Verbundsysteme für medizinische und medizintechnische Anwendungen ein Umdenken von Entwicklern, Konstrukteuren und Produktionsexperten. Bei der Anwendung der Hybridtechnik geht es zunächst darum, aus der Fülle der verfügbaren Materialien die gewünschten Eigenschaften zusammenzustellen. Danach wird überlegt, wie Bauteile und Produkte ausgelegt werden müssen, um sie in hybrider Bauweise herstellen zu können. Man muss dafür nicht nur Materialexperte sein, sondern auch die verschiedenen Herstellungs- und Fertigungsprozesse gut kennen. Nur wenn diese verschiedenen Kompetenzen perfektineinander greifen, lassen sich zum Beispiel Kunststoff-Metall-Verbundsysteme in medizintechnischer Qualität wirtschaftlich erzeugen.

Mit anderen Know-how-Trägern verbünden

Da alle erforderlichen Kompetenzen eher selten gleichermaßen in einem Unternehmen vorhanden sind, ist es oft hilfreich, sich mit Experten zu verbünden. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn Fachleute heute davon ausgehen, dass es für deutsche Medizintechnikunternehmen zunehmend wichtiger wird, sich in Verbundprojekten, Clustern oder anderen Kooperationsformen mit Know-how-Trägern zusammenzuschließen. Mit Hilfe langjähriger Erfahrung in der Hybridtechnik für die Automobil- und Elektronikindustrie, wie auch mit Medizintechnik-Expertise, erarbeitet zum Beispiel Conttek gemeinsam mit Medizintechnikherstellern und deren Zulieferern kreative Lösungen, damit diese schnell und nachhaltig neue, innovative Medizinprodukte entwickeln und zu marktakzeptablen Kosten, auch in geringeren Stückzahlen, herstellen können.

Um neue Wege einzuschlagen, lohnt es sich oft, vorschnell zur Seite gelegte Ideen und Technologien in neuem Licht zu betrachten. Besonders für Technologien wie die Hybridtechnik ist es gewinnbringend, mit anderen Spezialisten neue Möglichkeiten kreativ ohne jegliche Ressentiments zu diskutieren. Auch die von Medizintechnikherstellern immer wieder angeführte Stückzahlproblematik bezüglich der zumeist als Massenfertigungsverfahren wahrgenommenen Fertigungstechnologien kann durch Verfahrenskombinationen aufgelöst werden. So können zum Beispiel statt der Stanztechnik auch Metallkomponenten mittels oft für kleinere Stückzahlen wirtschaftlicherer Verfahren wie Lasertechnik, Ätztechnik, Wasserstrahltechnik oder auch das elektrochemische Stanzen (PECM) zum Einsatz gebracht werden.

Fazit: Die Hybridtechnik bietet Medizintechnikherstellern enormes Potential, zum Beispiel bei der Überführung schwer reinigbarer Mehrweg- in Einweginstrumente, bei Entwicklung und Herstellung innovativer Produkte mit hoher Funktionsintegration sowie bei der kostengünstigen Herstellung höher integrierter Einwegprodukte. Denn die Hybridtechnik ermöglicht Medizinprodukteherstellern, Innovationen zu schaffen oder bestehende Produktlinien mit neuen Konzepten erfolgreich zu produzieren und zu vermarkten.

Der Autor: Markus Gäckle ist Manager Business Development Medizintechnik bei der Conttek GmbH in Pforzheim.

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