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Dihawag

Diamantschicht mit stabilen Schneidkanten

| Redakteur: Julia Engelke

Dihawag stellt die Hartmetall-Fräswerkzeuge der Reihe Iguana des Herstellers Zecha Hartmetall- Werkzeugfabrikation GmbH vor. Diese sind mit Diamant beschichtet und verfügen über verstärkte Schneidkanten, da sie nur einseitig mit dem Laser geschärft sind.

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Für jeden Einsatzbereich: mit Diamant beschichtete Kugel-, Torus- und Schaftfräser sowie Spiralbohrer mit laserbearbeiteter, scharfer Schneidkante.
Für jeden Einsatzbereich: mit Diamant beschichtete Kugel-, Torus- und Schaftfräser sowie Spiralbohrer mit laserbearbeiteter, scharfer Schneidkante.
(Bild: Dihawag/Zecha)
  • Neue Varianten 903, 913 und 916
  • Hochleistungsdiamantschicht verstärkt die Schneidkanten
  • Medizintechnische Kunststoffe wie PEEK können problemlos bearbeitet werden

Zusätzlich zu den bereits bekannten Fräswerkzeugen der Reihe Iguana gibt es nun die Varianten 903, 913 und 916. Auch sie sind mit einer geschlossenen Hochleistungsdiamantschicht ausgestattet. Ihre Schneidkanten sind allerdings nur einseitig geschärft. Das sorgt für einen speziellen Kantenschutz. Denn die Geometrie der Schneiden ist verstärkt.

Vorteile bekannt und geschätzt

Bereits bei den bisherigen Fräsern der Reihen 902, 912 und 915 sind die Schneidkanten mit Laser auf Radien von etwa 1 µm bearbeitet. In Verbindung mit einer speziellen Schneidengeometrie reduziert das deutlich die Schnittkräfte. Daraus ergibt sich eine niedrigere Erwärmung beim Zerspanen. So erreichen die Werkzeuge längere Standzeiten und Standwege. Ein weiterer Vorteil der Laserbearbeitung sind die Werkzeugschneiden ohne Cluster. Diese sind absolut glatt, haben also eine bessere Oberflächenqualität verglichen mit herkömmlichen, mit Diamant beschichteten Werkzeugen. Deshalb eignen sich die derart beschichteten und mit Laser bearbeiteten Fräswerkzeuge ideal zum Bearbeiten von NE-Metallen wie Kupfer und speziellen Kupferlegierungen.

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Medizintechnische Kunststoffe bearbeiten

Die nun vorgestellten, an den Schneidkanten verstärkten Fräswerkzeuge bearbeiten problemlos auch Kunststoffe PEEK. Dieser Werkstoff, der unter anderem in der Medizintechnik eingesetzt wird, ist sehr abrasiv. Deshalb verschleißen bei üblichen Fräswerkzeugen die Schneiden rasch. Bei verrundeten, verschlissenen Schneidkanten entsteht vermehrt Reibung und damit Wärme. Dies verschlechtert die Oberflächengüte am Werkstück. Zudem bilden sich zunehmend Grate.

Wesentlich besser arbeiten allerdings die beschichteten Fräser mit scharfen, verstärkten Schneidkanten. Sie schneiden sehr gut. Zudem führen sie besonders günstig Späne ab. Dank der Beschichtung mit Diamant verschleißen sie nur sehr wenig und erst nach langer Bearbeitungszeit. Sie erreichen somit lange Standzeiten. Zudem entfällt langwierige Nacharbeit, da sich keine Grate bilden. Man kann diese Fräswerkzeuge mit und ohne Kühlmittel einsetzen. Fertigungsbetriebe bearbeiten mit ihnen auch schwierige, abrasive Werkstoffe besonders wirtschaftlich.

Demnächst auch spiralisiert

Künftig wird es die vorgestellten, mit Laser bearbeiteten Schneidkanten auch für spiralisierte, mit Diamant beschichtete Werkzeuge geben. Dabei ist die Spiralisierung der Grundkörper beinahe frei wählbar. Das erweitert die Anwendungen für derart gefertigte und ausgestattete Werkzeuge. So können unter anderem schwer zerspanbare Werkstoffe für die Medizintechnik, zum Beispiel faserverstärkte Kunststoffe, gratarm und bei langen Werkzeugstandzeiten wirtschaftlich bearbeitet werden. Ähnlich lassen sich auch Werkstücke aus bleifreien Messinglegierungen fertigen. Dabei sorgen die Ausführungen der Werkzeuge mit spiralisierten Schneiden für einen weichen Schnitt und gute Spanabfuhr. Spezielle Werkstückgeometrien, wie verrundete Nuten, lassen sich generieren. Dafür wird es die Fräswerkzeuge der Reihe Iguana demnächst als Kugel-, Torus- und Schaftfräser sowie auch als Spiralbohrer geben.

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Dieser Artikel ist zuerst erschienen im Themenkanal Medizintechnik auf unserem Schweizer Schwesterportal www.maschinenmarkt.ch.

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