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Gas-Plasma-Sterilisation Der größte Plasmasterilisator der Welt

Redakteur: Kathrin Schäfer

Die Gas-Plasma-Sterilisation ist auf dem Weg, sich nach dem klinischen Bereich auch mehr und mehr Einsatzfälle in der industriellen Produktion von Medizinprodukten zu erschließen. Aus Kapazitätsgründen hat Meise Medizintechnik daher seinen „Steriplas 1000“ hochskaliert. Mit zwei Kubikmetern bietet der „Steriplas 2000“ nicht nur das doppelte Fassungsvermögen, sondern ist laut Meise auch der größte Plasmasterilisator der Welt.

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Mit zwei Kubikmetern Fassungsvermögen ist der „Steriplas 2000“ laut Angaben des Anbieters der größte Plasmasterilisator der Welt
Mit zwei Kubikmetern Fassungsvermögen ist der „Steriplas 2000“ laut Angaben des Anbieters der größte Plasmasterilisator der Welt
(Bild: Meise)

Anlagen von Meise werden individuell nach Kundenwunsch gefer-tigt. Zudem wird das Verfahren als Lohnsterilisierung auch an-deren Medizintechnik-Unternehmen zugänglich gemacht.

Wasserstoffperoxid tötet Keime

Bei der Gas-Plasma-Sterilisation werden Keime nicht über die Temperatur abgetötet, sondern durch eine chemische Reaktion. Wenn sich das Sterilgut in der Kammer befindet, wird ein Vakuum hergestellt. Dann wird H2O2 (Wasserstoffperoxid) eingeleitet, das für die Sterilisation sorgt. Anschließend wird ein Teil des Gases abgesaugt. Der Rest wird als Plasma gezündet, wobei lediglich Wasser und Sauerstoff als Abbauprodukte zurück bleiben.

Sterilisation ohne thermische Belastung

Die Gas-Plasma-Sterilisation bietet viele Vorteile. So kann z.B. die Temperatur an das Produkt angepasst werden. Meise ist in der Lage, in einem Bereich von 37 bis 60 °C individuell zu sterilisieren. Dadurch wird Sterilgut kaum thermisch belastet. Weil auf toxische Chemikalien oder Radioaktivität verzichtet wird, ist das Verfahren ungefährlich für Bediener und Patienten. Dank kurzer Sterilisationszeiten können die Anlagen mehrmals pro Tag beschickt werden.

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