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Getinge / Maquet Ausbilder wandelt Frust in Freude. Wie geht das?

| Redakteur: Peter Reinhardt

Der Ausbildungsleiter ist für viele der erste Chef. Bei Getinge, früher Maquet, in Rastatt trägt Dieter Scharer diese verantwortungsvolle Aufgabe. Er will allen eine Chance geben, auch den gegebenenfalls Orientierungslosen.

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Von der Hauptschule zum Ausbildungsleiter. Beim Kennenlern-Seminar zeigt Dieter Scharer seinen eigenen Weg – beruflich wie privat. Sein Motto für die Arbeit mit den jungen Menschen: „Motivation ist das Wichtigste!“
Von der Hauptschule zum Ausbildungsleiter. Beim Kennenlern-Seminar zeigt Dieter Scharer seinen eigenen Weg – beruflich wie privat. Sein Motto für die Arbeit mit den jungen Menschen: „Motivation ist das Wichtigste!“
(Bild: Getinge)
  • Spaß an der Arbeit steht an erster Stelle
  • Vertrauen aufbauen, um auch bei Problemen für Azubis da zu sein
  • 19 von 31 Absolventen haben zuletzt mit „sehr gut“ abgeschlossen

Herr Scharer, Was ist Ihren Schützlingen wichtig?

Spaß ist die Voraussetzung für Motivation. Und der steht für Leute unter 25 Jahren ganz oben – auch bei den Erwartungen an ihren Beruf. Laut einer Umfrage der Restaurantkette Mc Donald’s kommt Spaß an der Arbeit bei den jungen Menschen von heute noch vor der Höhe der Vergütung und geregelten Arbeitszeiten.

Die Statistik zeigt die Höhe der Ausbildungsvergütung von Auszubildenden in Deutschland nach Einkommensgruppen im Zeitraum von 2016 bis 2017. Rund 49 Prozent der Auszubildenden erhielten im Jahr 2017 eine monatliche Ausbildungsvergütung von 500 bis 750 Euro brutto.
Die Statistik zeigt die Höhe der Ausbildungsvergütung von Auszubildenden in Deutschland nach Einkommensgruppen im Zeitraum von 2016 bis 2017. Rund 49 Prozent der Auszubildenden erhielten im Jahr 2017 eine monatliche Ausbildungsvergütung von 500 bis 750 Euro brutto.
(Bild: DGB / Statista)

Aber viele junge Menschen sind heute frustriert. Wie motivieren Sie die?

Wir sind auch bei privaten Problemen für unsere Azubis da. Dafür braucht es Vertrauen. Um das aufzubauen, fahre ich mit allen „Neuen“ vier Tage in ein abgeschiedenes Dorf in die Pfalz. Dort gebe ich auch viel aus meinem eigenen Leben preis – aber nicht nur Erfolgsgeschichten, sondern auch kritische Situationen.

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Und nach der Pfalz, was erwartet Ihre Auszubildenden im Betrieb?

Bei Getinge haben wir beste Bedingungen für die Ausbildung geschaffen. Wir bilden unter anderem Mechatroniker, Industriemechaniker, Produktdesigner und Kaufleute aus, aber auch Studenten. Derzeit haben wir rund 70 Azubis und Studierende. Die Theorie findet großteils im Werk statt, die Ausstattung der Lehrwerkstatt ist erstklassig. 19 der zuletzt 31 Absolventen haben mit „sehr gut“ abgeschlossen. Alle wurden übernommen. Denn ohne Ausbildung gibt es keine Zukunft.

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