Freudenberg Medical

Auftragsfertiger zieht es nach Massachusetts

| Redakteur: Peter Reinhardt

Dr. Max Gisbert Kley, Präsident und CEO von Freudenberg Medical: „Die Region Boston ist einer der weltweit führenden Cluster für Medizinprodukte und Biotechnologie mit einer hohen Konzentration an Universitäten und Forschungszentren.“
Dr. Max Gisbert Kley, Präsident und CEO von Freudenberg Medical: „Die Region Boston ist einer der weltweit führenden Cluster für Medizinprodukte und Biotechnologie mit einer hohen Konzentration an Universitäten und Forschungszentren.“ (Bild: Freudenberg Medical)

Freudenberg Medical, ein Unternehmen der Freudenberg-Gruppe, kündigt als weltweit tätiger Hersteller von Geräten, Komponenten und minimal-invasiven Lösungen für die Medizintechnik den Bau eines neuen Fertigungsstandortes in Beverly (Massachusetts, USA) an. Nördlich von Boston gelegen, soll dort künftig auch die globale Unternehmenszentrale ihren Sitz haben.

  • Starkes Wachstum von Freudenberg Medical in Nord- und Südamerika
  • 3.500 m² Reinraumfläche für Spritzguss medizinischer Präzisionskomponenten und Montage
  • Fertigstellung im zweiten Halbjahr 2019 geplant

Der Umzug steht nicht im Zusammenhang mit den Anforderungen der MDR, wie das Unternehmen auf Nachfrage von Devicemed mitteilt. Vielmehr stellt Freudenberg Medical bereits seit 1989 in Gloucester (Massachusetts) medizinische Silikon- und Kunststoffkomponenten sowie vollständige Medizinprodukte her und plant, diese Fertigung zu verlagern und zu erweitern.

Beverly wird Sitz der Zentrale von Freudenberg Medical

Freudenberg Medical wird zudem seine globale Unternehmenszentrale in dem neuen Gebäude in Beverly ansiedeln. „Die Region Boston ist einer der weltweit führenden Cluster für Medizinprodukte und Biotechnologie mit einer hohen Konzentration an Universitäten und Forschungszentren“, erklärt dazu Dr. Max Kley, Präsident und CEO von Freudenberg Medical, der sein Büro von der Freudenberg-Konzernzentrale in Weinheim nach Beverly verlegt – aber von dort aus wahrscheinlich genauso viel unterwegs sein wird wie heute schon. Bisher hatte die Geschäftsgruppe aufgrund ihrer Organisationsstruktur keine ausgewiesene Zentrale. Das größte Werk in Kalifornien kam dem, was man unter einer Unternehmenszentrale versteht, noch am ehesten nahe.

„Unsere Entscheidung, nahe Boston zu expandieren, spricht für das starke Wachstum von Freudenberg Medical in dieser Region. Die Ansiedlung unseres Hauptsitzes in Beverly unterstreicht die globale Rolle und internationale Ausrichtung des Medizintechnik-Clusters Boston“, so Kley.

Weltweit nah an den Kunden

Vom rheinland-pfälzischen Kaiserslautern aus werden indes weiterhin die Aktivitäten in Europa beziehungsweise östlich des Atlantiks koordiniert. Als zweitstärkster Absatzmarkt soll der deutsche und europäische Markt auch weiterhin im Fokus bleiben. „Europa wird weiterhin von Kaiserslautern aus betreut, weil wir immer nah an unseren Kunden agieren wollen. Die Kollegen an den US-Standorten bedienen die nord- und südamerikanischen Märkte. In Asien stehen unsere Kollegen in China und Singapur unseren Kunden zur Verfügung“, erklärt Marketingleiter René Heilmann die Zuständigkeiten.

Freudenberg Medical wird zusätzlich zu dem Neubau des Gebäudes in Beverly mehr als 3 Mio. US-Dollar in den hochmodernen Betrieb investieren, der FDA-registriert und nach ISO 13485 zertifiziert sein wird. Auf einer Fläche von 3.500 m² werden Reinräume für den Spritzguss medizinischer Präzisionskomponenten und die Montage errichtet – mit der Möglichkeit, diese um weitere 2.000 m² zu erweitern. Der Fertigungsstandort soll im zweiten Halbjahr 2019 einsatzbereit sein und voraussichtlich 70 Mitarbeiter beschäftigen.

Lesen Sie auch

Oberflächen modifizieren:
Auf das richtige Finish kommt es an

Freudenberg Medical

Oberflächen modifizieren: Auf das richtige Finish kommt es an

29.10.18 - Die Auswahl an verwendbaren Materialien in der Medizintechnik ist mit gutem Grund stark eingeschränkt. Viele dieser Materialien erfüllen aber ihre Aufgabe erst, wenn ihnen durch Oberflächenmodifikationen zusätzliche Funktionalitäten mitgegeben werden. lesen

Der ewige Kampf: David gegen Goliath

Pro & Contra

Der ewige Kampf: David gegen Goliath

07.02.18 - Der Große schluckt den Kleinen. Das war schon immer so, findet aber speziell in der Medizintechnik jüngst auffallend häufig statt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Bündelung von Know-how und Kapazitäten – und damit eine stärkere Marktposition. Doch längst nicht jeder ist über diesen Trend glücklich. Auch nicht in der Redaktion. lesen

Weitere Meldungen aus der Medizintechnik-Branche und über Medizintechnik-Unternehmen finden Sie in unserem Themenkanal Szene.

Kommentare werden geladen....

Diesen Artikel kommentieren

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

DER COMMUNITY-NEWSLETTER Newsletter abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45629019 / Fertigung)