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AMB 2012 Aesculap und Hermle einig über Anforderungen an Werkzeugmaschinen

| Redakteur: Peter Reinhardt

Wenn Metallbearbeiter für die Medizintechnik ihre Anforderungen mit Werkzeugmaschinenherstellern diskutieren, weichen diese mitunter von deren Lösungsangeboten ab. Ganz anders auf der Vorpressekonferenz der „AMB 2012“. Hier haben die Vertreter von Aesculap und Hermle auffällige Einigkeit demonstriert.

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Nicht nur schwer zerspanbare Werkstoffe werden im Werk Implantate auf Hermle-Bearbeitungszentren gefertigt, sondern auch Polyurethanteile für Knieimplantate. Links im Bild ein Sechsachs-Knickarmroboter zur Maschinenbestückung und Teileentnahme
Nicht nur schwer zerspanbare Werkstoffe werden im Werk Implantate auf Hermle-Bearbeitungszentren gefertigt, sondern auch Polyurethanteile für Knieimplantate. Links im Bild ein Sechsachs-Knickarmroboter zur Maschinenbestückung und Teileentnahme
(Bild: Devicemed/Reinhardt)

Die Vorpressekonferenz zur „AMB - Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung“ findet traditionell bei einem Kunden eines Ausstellers statt. In diesem Jahr hat die Landesmesse Stuttgart als „AMB“-Veranstalter am 20. Juni zu Aesculap nach Tuttlingen eingeladen, wo rund 360 CNC-Bearbeitungszentren im Einsatz sind, davon 20 Maschinen von Hermle im Werk Implantate, in dem rund 120 CNC-Maschinen ihre Dienste verrichten.

Kriterien für Bearbeitungszentren bei Aesculap

Höchste Genauigkeit, dokumentierte wie sichere Prozesse und sehr anspruchsvolle, häufig wechselnde Zerspanungsaufgaben sind typische Herausforderungen der Medizintechnikhersteller. „Wir bei der Aesculap AG setzen seit Jahrzehnten Hermle-Werkzeugmaschinen in der Zerspanung unserer Medizinprodukte ein, weil Hermle eine einzigartige Kombination von leistungsfähigen Maschinen mit einem hervorragenden Service genau für unsere Anwendungen bereit hält und diese ständig weiterentwickelt“ äußert sich Dr. Joachim Schulz, Mitglied des Vorstands (Produktion & Logistik) der Aesculap AG, zufrieden über seinen Ausrüster.

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Doch trotz aller öffentlich zur Schau gestellten Zufriedenheit setzt Aesculap mitnichten nur Maschinen von Hermle ein. Beim Rundgang durch das Werk Implantate sieht die versammelte Journalistenschaar eine Vielzahl weiterer Firmenlogos auf den Maschinen prangen: so zum Beispiel von DMG und Chiron aus Deutschland, aber auch von Doosan und Mazak aus Fernost. „Natürlich wählen wir letztlich ganz stark anhand der Anforderungen der jeweiligen Produkte und Prozesse aus“, so Dr. Schulz.

Bezüglich der Technik sieht er sein Werk neben exzellentem Service, der nicht alleine der geographischen Nähe geschuldet sei, vor allem bei den folgenden Anforderungen bestens von Hermle bedient:

- validierbare Prozessfähigkeit über die gesamte Maschinenlaufzeit

- mit die höchste Genauigkeit am Markt (Kreisformtest)

- modulare Maschinenkonzepte: eine Basis, ausbaubar auf die Bedürfnisse, so z.B. verschiedene Spindeln und NC-Tische, Laservermessung etc.

- Maschinen sind vielseitig einsetzbar

- steifes Maschinenkonzept

- schneller Werkzeugwechsel und hohe Dynamik; unabhängig von Werkstück und Aufspannung

- keine Probleme mit undichten Maschinen

Als zukünftige Anforderungen von Aesculap zählt Norbert Braun, Bereichsleiter Werk Implantate, weitere Automatisierungslösungen im mittleren bis unteren Preissektor und zusätzliche Lösungen für energiesparende Systeme, wie z. B. Regelpumpen für Hydraulik, auf.

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