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Kinder-Reha-Buggy Viel mehr als die Summe seiner Teile

Redakteur: Kathrin Schäfer

Entwicklung, Produktion und weltweiter Vertrieb gehören heute standardmäßig zum Repertoire vieler Auftragsfertiger. Das Besondere bei Vauth-Sagel: Das Familienunternehmen fertigt Systemkomponenten materialübergreifend aus Kunststoff und Metall – wie beispielsweise für einen Kinder-Reha-Buggy von Ottobock Healthcare. Und wenn es sein muss, wird auch Holz verarbeitet.

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Der Kinder-Reha-Buggy Kiwi besteht aus mehr als 180 Einzelteilen, davon 65 Spritzgießartikel aus 36 Werkzeugen, die komplett im Hause Vauth-Sagel hergestellt werden.
Der Kinder-Reha-Buggy Kiwi besteht aus mehr als 180 Einzelteilen, davon 65 Spritzgießartikel aus 36 Werkzeugen, die komplett im Hause Vauth-Sagel hergestellt werden.
(Bild: Vauth-Sagel/Ottobock)

Frank Priebe, Einkaufsleiter bei Ottobock, erklärt: „Unsere Produkte sind ausgesprochen speziell – deshalb müssen unsere Zulieferer ihre Sache sehr gut beherrschen und äußerst wendig und flexibel sein.“ Gemeinsam mit Vauth-Sagel hat Ottobock den Kinder-Reha-Buggy Kiwi realisiert.

Das Zulieferunternehmen war in diesem Fall nicht nur für die Lieferung von halbfertigen Erzeugnissen zur weiteren Verarbeitung zuständig, sondern hat als Entwicklungspartner seine Expertise in den kompletten Entstehungs- und Produktionsprozess eingebracht. Dank seiner jahrelangen Material- und Herstellungskompetenz konnte das Unternehmen wertvolle Impulse für die Gestaltung des Reha-Buggys von Ottobock liefern.

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Kunststoffverarbeiter übernimmt Verantwortung

Der Kiwi besteht aus mehr als 180 Einzelteilen, davon 65 Spritzgießartikel aus 36 Werkzeugen, die komplett im Hause Vauth-Sagel hergestellt werden. Er ist gedacht für Kinder mit einem leichten bis mittleren Handicap und verfügt über eine leichte und dennoch stabile Fahrbasis, über ein modernes Design und über individuelle Möglichkeiten zur Verstellung.

Heute liegt die komplette technische Verantwortung ganz allein in den Händen von Vauth-Sagel. Das Dienstleistungsspektrum beginnt bei der Konstruktion, reicht über die Werkzeugbeschaffung, die Erstellung diverser Vorrichtungen, die Produktion aller Spritzgießteile und das komplette Sourcing der Zukaufteile bis zur Endmontage sowie zur Funktionsprüfung und Verpackung aller versandfertigen Kiwis.

„Die Zusammenarbeit mit Ottobock unterschied sich von bisherigen Aufträgen und stellte für uns eine Herausforderung mit neuen Perspektiven dar: Es gehört zwar zu unserem täglichen Geschäft, unser Wissen zum Entwicklungsprozess eines neuen Artikels einzubringen, aber nicht immer ist ein Artikel derart umfassend und besteht aus so vielen Einzelteilen oder benötigt so viele spezielle Werkzeuge. Bei der Entwicklung des Buggys kam uns absolut zugute, dass wir innerhalb der Gruppe derart viele Werkstoffe beherrschen und diese auch jederzeit zusammen einsetzen können. Auf der anderen Seite war aber auch entscheidend, dass wir seit so vielen Jahren bei der Kunststoffverarbeitung die Nase vorn haben“, so Vertriebsleiter Peter Sagel von Vauth-Sagel.

Montage und Versand sind inklusive

„Ein weiterer Vorteil für unseren Kunden ist, dass wir auch die Montage und den Versand anbieten. Natürlich muss dafür die nötige Vertrauensbasis vorhanden sein. Genau das ist unser Ziel bei jedem Kundenauftrag: eine vertrauensvolle, verlässliche Zusammenarbeit. Im Falle des Kiwi vergibt Ottobock sämtliche Arbeitsschritte an uns, erhält den komplett zusammengesetzten und verpackten Kinder-Reha-Buggy, der aus unserem Haus direkt an den späteren Bestimmungsort beziehungsweise an die vom Kunden gewünschte Adresse versendet wird. Ottobock erhält alle Services aus einer Hand“, sagt Claus Sagel aus der Geschäftsführung von Vauth-Sagel.

Gut aufgestellt in der Kunststoffverarbeitung

Besonders im Bereich der Kunststoffverarbeitung sind die Westfalen sehr gut aufgestellt. Erst im vergangenen Jahr schloss Vauth-Sagel eine Kooperation mit dem Spritzgussmaschinenhersteller Engel Austria, der die Modernität des Maschinenparks langfristig sichern soll. Auch dies eine Komponente, die Ottobock bewogen hat, mit Vauth-Sagel zusammenzuarbeiten. „Um gemeinsam gut zu sein, muss die Entwicklung stimmen, die spätere Produktion ohne Fehler und vor allem mit hoher Liefertreue laufen. Beeindruckt hat uns von Beginn an der technologisch hohe Standard, auf dem sich der Maschinenpark von Vauth-Sagel befindet. Die hohe Maschinen-verfügbarkeit und die sicheren Prozesstechnologien bedeuten für uns als Auftraggeber zusätzliche Sicherheit“, erklärt Frank Priebe.

Kontakt:

Vauth-Sagel

D-33034 Brakel-Erkeln

www.vauth-sagel.de

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