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Wachsender Versorgungsbedarf Spectaris fordert höhere Hilfsmittelbudgets

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Der Branchenverband Spectaris und die Unternehmensberatung Konmed haben die Studie „Bedarf medizinischer Hilfsmittel 2050 - eine Prognose“ herausgegeben. Sie zeigt unter anderem, dass bis zum Jahr 2050 der Versorgungsbedarf des „immobilen Patienten“ um 3,6 Millionen Menschen und damit um 16 Prozent steigen wird.

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Derzeit leben 7,3 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland, über eine halbe Million mehr als noch vor 10 Jahren. Die Studie gibt Auskunft darüber, was dies für den konkreten Bedarf bestimmter Hilfsmittel bedeutet
Derzeit leben 7,3 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland, über eine halbe Million mehr als noch vor 10 Jahren. Die Studie gibt Auskunft darüber, was dies für den konkreten Bedarf bestimmter Hilfsmittel bedeutet
(Bild: Bischoff & Bischoff Medizin- und Rehabilitationstechnik GmbH)

In der Studie wird der Versorgungsbedarf im Hilfsmittelmarkt auf Basis der registrierten Schwerbehinderungen in Deutschland für das Jahr 2050 prognostiziert. Der stärkste relative Zuwachs zeichnet sich bei den „bettlägerigen Patienten“ mit einem Plus von 78 Prozent ab.

Zahl der Versorgungsfälle nimmt zu

Die Zunahme an Versorgungsfällen wird die Kostendebatte in der Hilfsmittelversorgung weiter verschärfen. „Höhere Fallzahlen müssen zwingend mit einem wachsenden Hilfsmittelbudget einhergehen“, fordert Jan Wolter, Leiter des Fachverbands Medizintechnik im Industrieverband Spectaris. Sinkende Pro-Kopf-Ausgaben hätten fatale gesundheitliche, soziale und volkswirtschaftliche Folgen. „Wer bei der Hilfsmittelversorgung spart, zahlt bei Arztbesuchen, der stationären Versorgung und bei Arzneimitteln mehrfach drauf“, so Wolter. So können unter anderem Einsparungen bei bettlägerigen, zu Hause versorgten Patienten zu längeren stationären Aufenthalten führen, wenn beispielsweise die Dekubitus-Profilaxe unzureichend ist.

Prognose bis zum Jahr 2050

Nach Definition des Sozialgesetzbuches leben derzeit 7,3 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland, über eine halbe Million mehr als noch vor 10 Jahren. Wie wird sich die Situation in den nächsten Jahren entwickeln und was bedeutet dies für den konkreten Bedarf bestimmter Hilfsmittel? Diese Frage beantwortet die Studie.

Sie bildet sieben Versorgungsprofile, untersucht deren Entwicklung in den letzten Jahren und entwirft anhand aktueller Daten eine Prognose bis zum Jahr 2050. Als Versorgungsprofile wurden „bettlägeriger Patient“, „immobiler Patient“, „sehbehinderter Patient“, „schwerhöriger Patient“, „Beatmungspatient“, „Dialysepatient“ und „Schmerzpatient“ ausgewählt und diesen die entsprechenden Hilfsmittel zugeordnet.

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