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SDC als „Business Enabler“ für das digitale Krankenhaus Vom vernetzten Medizingerät bis zur intelligenten klinischen Plattform

Ein Gastbeitrag von Sven Dewitz, Account Manager bei Vector Informatik, und Dr. Valentin Kammerlohr, Senior Business Development Engineer bei Vector Informatik 10 min Lesedauer

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Die Digitalisierung im Krankenhaus entscheidet sich nicht an einzelnen Medizingeräten, sondern an ihrer Interoperabilität. IEEE 11073 SDC schafft die Basis für intelligente klinische Systeme, effizientere Arbeitsabläufe und neue Geschäftsmodelle. Davon profitieren Hersteller, Kliniken und Systemintegratoren gleichermaßen.

SDC-Kommunikation im Operationssaal(Bild:  Vector)
SDC-Kommunikation im Operationssaal
(Bild: Vector)

Dass die Digitalisierung von Krankenhäusern vorangetrieben werden muss, zählt mittlerweile zu den Selbstverständlichkeiten im Gesundheitswesen. Die eigentliche Frage ist: Warum sind die meisten Operationssäle und Intensivstationen immer noch eine Ansammlung hochentwickelter Einzelgeräte, die eigentlich viel besser als intelligente, integrierte klinische Systeme zusammenarbeiten könnten?

Klinikpersonal ist Mangelware, die Bevölkerung altert und die Versorgungsprozesse werden immer umfassender. In der Europäischen Union fehlten einer Schätzung nach im Jahr 2022 rund 1,2 Millionen Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte sowie Hebammen [1]. Trotz Personalmangel wird aber von Krankenhäusern erwartet, die Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten zu erhöhen, die Qualität der Dokumentation zu verbessern und klinische Daten besser zu nutzen. Dabei arbeiten viele Behandlungsteams bereits an oder jenseits ihrer Belastungsgrenzen.

Die Digitalisierung und mehr Technik sollen hier die Lösung bringen, aber: Moderne Krankenhäuser leiden nicht unter einem Mangel an Technologie. Vielmehr fehlt es ihnen an koordiniertem Systemverhalten. In einer hochkritischen klinischen Umgebung kommen Patientenmonitore, Beatmungsgeräte, Anästhesiearbeitsplätze, Infusionspumpen, chirurgische Geräte, OP-Tische und OP-Leuchten zum Einsatz. Jedes dieser Geräte verfügt über Informationen zum Patienten, zur Therapie, zum Eingriff, zum Raum oder zu seinem eigenen Betriebszustand. Dennoch bleiben diese Informationen häufig auf proprietäre Schnittstellen, lokale Anzeigen oder projektspezifische Integrationen beschränkt. Arbeitsabläufe werden manuell konfiguriert. Die Dokumentation erfolgt nachträglich.

Parallel dazu verändert sich das Angebot im Bereich der Medizintechnik. Globale Anbieter denken zunehmend in Portfolios, digitalen Arbeitsabläufen und klinischen Lösungsökosystemen. Unternehmen wie Mindray sind in den Bereichen Patientenmonitoring und lebenserhaltende Systeme, In-vitro-Diagnostik sowie medizinische Bildgebung aktiv [2]. United Imaging wiederum berichtet von erheblichen Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie von der weltweiten Einführung von mehr als 140 neuen Produkten [3].

Egal, ob man das jetzt „China Speed“, Plattformdenken oder Portfoliodisziplin nennt, entscheidend ist die Richtung, in die sich die Branche entwickelt: Der Markt bewegt sich weg von isolierten Einzelgeräten hin zu integrierten klinischen Gesamtlösungen.

Für Spezialhersteller von Medizinprodukten stellt sich damit eine strategische Frage: Wird ihr Gerät ein eigenständiges Produkt bleiben, das sich an das Ökosystem anderer anpassen muss? Oder kann es zu einem vertrauenswürdigen, systemübergreifenden und softwaregestützten Bestandteil einer klinischen Plattform werden?

Genau das macht IEEE 11073 SDC (Service-oriented Device Connectivity) zu weit mehr als nur einem technischen Standard für die Vernetzung von Medizingeräten. Er wird zu einem Wegbereiter für neue Geschäftsmodelle und nachhaltigen Markterfolg.

Vom Schnittstellendenken zur Systemfähigkeit

Die Normenfamilie IEEE 11073 SDC definiert einen herstellerunabhängigen Ansatz für die interoperable Kommunikation zwischen Medizingeräten am Point of Care. In der Praxis ermöglicht SDC, dass Geräte Daten, Zustände, Alarme und Funktionen auf standardisierte und dynamische Weise bereitstellen. Ein Gerät ist damit nicht länger nur ein Produkt mit eigener Benutzeroberfläche und proprietärer Datenausgabe, sondern wird zu einem Teilnehmer eines serviceorientierten klinischen Systems. Für definierte und risikokontrollierte Anwendungsszenarien behandeln SDC und SDPi (Service-Oriented Device Profile for Interoperability) zudem Konzepte zur externen Steuerung von Geräten.

Das verändert auch die Perspektive, aus der ein Medizingerät bewertet werden sollte. Es reicht nicht mehr aus zu fragen, ob ein Gerät Daten exportieren kann. Die viel wichtigere Frage ist, ob es sich in die Workflow-Strategie eines Krankenhauses integriert. Die US-amerikanische FDA definiert Interoperabilität als die Fähigkeit, Informationen zwischen Geräten, Produkten, Technologien oder Systemen sicher, geschützt und wirksam auszutauschen und zu nutzen. Diese Informationen können zudem verwendet werden, um ein anderes Produkt automatisch zu steuern oder dessen Verhalten zu beeinflussen [4]. Interoperabilität bedeutet daher weit mehr als den bloßen Datenaustausch. Vielmehr ermöglicht sie eine sichere und sinnvolle Nutzung von Informationen innerhalb klinischer und betrieblicher Prozesse.

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SDC ergänzt Standards wie FHIR, HL7 und DICOM. Diese bleiben unverzichtbar für Health-IT-Systeme und klinische sowie bildgebende Arbeitsabläufe. SDC setzt jedoch näher am Patienten an, wo Medizingeräte unter zeitkritischen und sicherheitsrelevanten Bedingungen miteinander interagieren müssen. SDPi verbindet diese Gerätewelt mit den übergeordneten Architekturen der Gesundheits-IT.

Business Enabler 1: Workflow-fähige Medizingeräte

Der erste Anwendungsfall mit strategischem Mehrwert ergibt sich aus den alltäglichen Reibungsverlusten im Operationssaal: Bevor ein Eingriff beginnt, müssen Patientenmonitor, Anästhesiearbeitsplatz, Beatmungsgerät, Infusionspumpen, OP-Tisch und OP-Leuchten auf den Eingriff, den Patientenkontext und den chirurgischen Workflow abgestimmt werden. Ein Teil dieser Informationen ist für die Dokumentation relevant, andere Gerätezustände sind entscheidend für die Einsatzbereitschaft des OP-Saals. Dennoch beruhen viele dieser Abläufe nach wie vor auf manueller Konfiguration und projektspezifischer Integration. Diese Ansätze lassen sich jedoch nur begrenzt skalieren.

Mit SDC lautet die entscheidende Frage nicht mehr nur, wie gut ein Gerät seine primäre klinische Funktion erfüllt. Vielmehr geht es darum, wie es sich in den klinischen Workflow einfügt. Ein Patientenmonitor kann Vitalparameter, Alarminformationen und Gerätezustände bereitstellen. Ein Anästhesiearbeitsplatz, ein Beatmungsgerät oder eine Infusionspumpe können therapierelevante Daten beisteuern. OP-Tische und OP-Leuchten liefern Informationen zum Status des Operationssaals sowie zum Kontext des Eingriffs.

Es geht dabei nicht darum, dass der Operationssaal über Nacht autonom arbeitet. Entscheidend ist vielmehr, dass SDC die technische Grundlage schafft, um manuelle Tätigkeiten dort zu reduzieren, wo sie sich ständig wiederholen, fehleranfällig sind oder sich nur schwer skalieren lassen. Krankenhäuser profitieren von einer schnelleren Integration ihrer OP-Säle, weniger manuellen Dokumentationsaufwänden und einer größeren Transparenz über den Status der eingesetzten Medizingeräte. Hersteller entwickeln dadurch Geräte, die sich leichter in leistungsfähige klinische Workflows integrieren lassen und in Plattformstrategien deutlich attraktiver positioniert sind.

Dabei geht es nicht darum, Konnektivität auf einer Anforderungsliste abzuhaken. Es geht darum, Workflow-Fähigkeit zu einer echten Produkteigenschaft zu machen.

Business Enabler 2: Intelligente klinische Umgebungen

Viele Systeme im Operationssaal und auf der Intensivstation befinden sich zwar räumlich eng beieinander, arbeiten jedoch operativ weitgehend voneinander getrennt. SDC und SDPi weisen den Weg zu einem anderen Modell: Gerätedaten, Alarme und Funktionen werden Teil einer standardisierten, serviceorientierten Umgebung. Berichtswesen und Alarmmanagement können dadurch unabhängiger von proprietären Integrationen werden. Konzepte zur externen Gerätesteuerung ermöglichen zudem weiterentwickelte Formen der Orchestrierung, vorausgesetzt, die Anforderungen an Patientensicherheit, Cybersicherheit, Gebrauchstauglichkeit und klinisches Risikomanagement werden mit der erforderlichen Konsequenz erfüllt.

Dadurch rücken Konzepte wie Smart OR (Smart Operating Room) und Silent ICU (Silent Intensive Care Unit) in greifbare Nähe. Ein intelligentes klinisches Umfeld ist nicht einfach nur ein Raum mit vielen vernetzten Geräten. Es ist eine Umgebung, in der relevante Geräteinformationen kontextbezogen verfügbar, vertrauenswürdig und unmittelbar nutzbar gemacht werden. Eine Silent ICU ist entsprechend nicht nur eine Intensivstation mit weniger akustischen Alarmen. Sie setzt vielmehr eine intelligente Alarmweiterleitung, Priorisierung und Kontextbewertung sowie eine nahtlose Integration in die klinischen Arbeitsabläufe voraus.

Hersteller profitieren von dieser Differenzierungsmöglichkeit: Sie können ein SDC-fähiges Medizingerät als Lösung für intelligente klinische Umgebungen positionieren und nicht einfach nur als ein weiteres vernetztes Produkt. Für Krankenhäuser liegt der Mehrwert in einer konsistenteren Integration über OP-Säle, Abteilungen und Standorte hinweg. Systemintegratoren profitieren von wiederverwendbaren Architekturen anstelle individuell entwickelter Insellösungen für Schnittstellen.

Dabei ist eine Plattform weit mehr als ein Cloud-Dashboard oder eine zentrale Softwareanwendung. Insbesondere in hochkritischen Versorgungsbereichen benötigt sie einen zuverlässigen und sicheren Zugriff auf Gerätedaten und Gerätefunktionen. Fehlt diese Ebene, bleiben viele Digitalisierungsstrategien auf Pilotprojekte beschränkt.

Business Enabler 3: Digitale Prozessereignisse

Jeder Eingriff, jede Änderung einer Therapie, jeder Alarm, jeder Zustandswechsel eines Geräts und jeder Dokumentationsschritt besitzt eine operative Relevanz. Manche dieser Ereignisse sind für die Patientensicherheit von Bedeutung, andere für das Qualitätsmanagement, die Auslastungsanalyse, Servicekonzepte oder die Abrechnungsdokumentation. Viele dieser Ereignisse werden jedoch noch immer nicht konsistent, strukturiert und systemübergreifend erfasst.

An dieser Stelle gewinnt das Thema „Revenue Capture“, also die vollständige Erfassung abrechnungsrelevanter Leistungen, an Bedeutung. Im europäischen Kontext sollte dieser Begriff jedoch nicht als einfache Übertragung der US-amerikanischen Abrechnungslogik verstanden werden. Gemeint ist vielmehr die vollständigere und zugleich weniger aufwendige Dokumentation abrechnungsrelevanter, qualitätsrelevanter oder auslastungsrelevanter klinischer Leistungen. SDC schafft kein eigenes Vergütungsmodell. Es kann jedoch die technische Grundlage für eine bessere digitale Nachvollziehbarkeit klinischer Ereignisse schaffen, etwa zur Vorbereitung von KI-Anwendungen oder für servicebasierte Geschäftsmodelle.

So können z. B. strukturierte Gerätedaten eine vollständigere Dokumentation von Eingriffen unterstützen. Nutzungsdaten liefern wertvolle Informationen für Serviceverträge und die Kapazitätsplanung. Alarm- und Therapiedaten können in Programme zur Qualitätssicherung einfließen. Zeitstempel aus klinischen Arbeitsabläufen helfen dabei, Engpässe im Operationssaal zu erkennen und zu analysieren.

Ein Medizingerät, das ausschließlich über proprietäre Schnittstellen kommuniziert, mag kurzfristig mehr Kontrolle über Integrationen ermöglichen, begrenzt jedoch Skalierbarkeit. Hingegen kann ein Gerät, das eine standardisierte Sprache spricht, Teil eines größeren Ökosystems werden. Aus wirtschaftlicher Sicht eröffnet dies deutlich größere Potenziale.

Produktplattformen und nachhaltiger Produktwert

Für viele Hersteller ergibt sich der konsequenteste Weg zur Einführung von SDC mit der nächsten Generation ihrer Produktplattformen. Hier können Architektur, Cybersicherheit, Risikomanagement, Testbarkeit, Update-Mechanismen und Dokumentation von Anfang an entsprechend ausgelegt werden. Dennoch sollten bestehende Produktplattformen nicht vernachlässigt werden. Vielmehr müssen sich Hersteller fragen, wie sie ihr aktuelles Plattformmodell, das weiterhin aktiv verkauft, gepflegt und von Kunden nachgefragt wird, gezielt weiterentwickeln können.

Denn diese Produktplattformen finden oft bereits breite Anwendung im Markt, genießen das Vertrauen der Kunden, sind im klinischen Alltag etabliert und unterstützen bewährte Arbeitsabläufe. Wo Architektur, verfügbare Ressourcen, Sicherheitskonzept und regulatorische Strategie dies zulassen, kann SDC dazu beitragen, diese erfolgreichen Geräte mit einer überzeugenden Interoperabilitätsstrategie weiterzuentwickeln. Bei manchen Produkten ist dafür möglicherweise eine Gateway- oder Companion-Komponente initial sinnvoller als eine direkte Implementierung. Für bestehende Produktplattformen mit anhaltender Marktrelevanz kann SDC eine Brücke zur nächsten Produktgeneration schlagen.

All dies weist auf einen grundlegenderen Wandel hin: Das Medizingerät der Zukunft wird nicht mehr über fünfzehn oder fünfundzwanzig Jahre hinweg auf dem Stand seiner ursprünglichen Markteinführung bleiben. Softwarefunktionen, Konnektivität, Anforderungen an die Cybersicherheit, klinische Arbeitsabläufe und KI-gestützte Funktionen entwickeln sich kontinuierlich weiter. Die Norm IEC 62304 versteht Medizinproduktsoftware als eine Disziplin über den gesamten Lebenszyklus hinweg, die sowohl Entwicklung als auch Wartung umfasst. Auch die regulatorischen Anforderungen an KI-gestützte Medizinproduktsoftware entwickeln sich in Richtung geplanter, validierter und kontrollierter Änderungen.

SDC fügt sich nahtlos in diese lebenszyklusorientierte Denkweise ein. Der Standard hat Auswirkungen auf die Systemarchitektur, die Cybersicherheit, das Risikomanagement, die Gebrauchstauglichkeit, die Verifizierung und Validierung, die Dokumentation sowie die Instandhaltung und Weiterentwicklung nach dem Inverkehrbringen. Ein Medizingerät, das über fünfundzwanzig Jahre hinweg im klinischen Alltag zuverlässig eingesetzt werden kann, ist bereits ein starkes Produkt. Noch besser ist jedoch ein Medizingerät, das über denselben Zeitraum hinweg relevant, sicher, interoperabel und v. a. innovationsfähig bleibt.

SDC birgt wirtschaftliches Potenzial

Manche Hersteller werden SDC einführen, weil große Marktteilnehmer, Initiativen zur klinischen Integration und Ausschreibungen von Krankenhäusern zunehmend in diese Richtung gehen. Das ist nachvollziehbar, denn niemand möchte das letzte Gerät im Operationssaal sein, das sich nicht in eine vernetzte Umgebung integrieren lässt. Doch die Sorge, den Anschluss zu verlieren, kann nicht das Hauptargument sein.

Weitaus überzeugender ist das wirtschaftliche Potenzial: SDC kann Herstellern helfen, Integrationsaufwände zu reduzieren, Multi-Vendor-Umgebungen zu unterstützen, sich über workflowbasierte Lösungen zu differenzieren und Medizingeräte auf datenbasierte Services vorzubereiten. Krankenhäuser können Gerätedaten dadurch besser in operativen Mehrwert umwandeln. Systemintegratoren profitieren von skalierbaren klinischen Architekturen anstelle individuell entwickelter Schnittstellenlösungen.

V. a. aber verändert SDC die Gespräche mit den Kunden. Statt zu fragen, ob sich ein Gerät irgendwie anbinden lässt, rückt eine andere Frage in den Mittelpunkt: Kann dieses Gerät Teil einer sicheren, standardisierten und zukunftsfähigen klinischen Plattform werden?

Für Hersteller und Systemintegratoren lautet die praktische Frage daher, wie sich der Einstieg effizient, sicher und skalierbar gestalten lässt. Die Implementierung von SDC erfordert weit mehr als die Umsetzung eines Kommunikationsprotokolls. Sie setzt Know-how in der Embedded-Softwareentwicklung, fundierte Kenntnis der Normen, Interoperabilitätstests, Simulationsverfahren, die Berücksichtigung von Cybersicherheitsaspekten sowie eine regulatorisch geeignete Entwicklungsdokumentation voraus.

End-to-End-Lösung für SDC(Bild:  Vector)
End-to-End-Lösung für SDC
(Bild: Vector)

Vector unterstützt diesen Wandel mit einer durchgängigen SDC-Lösung. Der IEEE 11073 SDC Stack and Integration Kit bietet eine sichere und standardkonforme Grundlage für interoperable Medizingeräte, während CANoe.SDC die effiziente Simulation, Validierung und Prüfung kompletter SDC-Ökosysteme ermöglicht. In Kombination mit Schulungen und Engineering-Services können Hersteller die Einführung von SDC beschleunigen und interoperable Medizingeräte entwickeln, die für die nächste Generation klinischer Plattformen bereit sind. Dabei geht es nicht um Konnektivität als Selbstzweck. Ziel ist es, Hersteller dabei zu unterstützen, Medizingeräte zu entwickeln, die den Anforderungen der nächsten Generation klinischer Systeme gerecht werden.

Dabei ist SDC nicht nur ein weiterer Punkt auf der Checkliste zur Interoperabilität. Vielmehr ist der Standard die Grundlage für intelligentere klinische Workflows, vernetzte klinische Umgebungen, softwarebasierte Services, nachhaltige Wertschöpfung über den Produktlebenszyklus und neue Geschäftsmodelle. Denn wenn das vernetzte Medizingerät ein erster Schritt war, dann ist die intelligente klinische Plattform der wahre Innovationssprung – und die eigentliche Marktchance.

Quellen:

  • [1] OECD and European Commission, Health at a Glance: Europe 2024.
  • [2] Mindray, 2024 Sustainability Report.
  • [3] United Imaging Healthcare, 2024 Annual and Q1 2025 Results announcement.
  • [4] U.S. Food and Drug Administration, Medical Device Interoperability.