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Simeon Medical Simeon Medical optimiert Produktion

| Redakteur: Miriam Grob

Der Tuttlinger Medizintechnikhersteller Simeon Medical investiert eine sechsstellige Summe in die Modernisierung seines Maschinenparks. Teil dieser Modernisierung ist ein neues voll-automatisiertes Drehzentrum.

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Das neue, voll-automatisierte Drehzentrum ermöglicht es, alle Drehteile für die Herstellung medizinischer Produkte am Standort Tuttlingen selbst zu produzieren.
Das neue, voll-automatisierte Drehzentrum ermöglicht es, alle Drehteile für die Herstellung medizinischer Produkte am Standort Tuttlingen selbst zu produzieren.
(Bild: Simeon Medical)
  • Schritt in Richtung autonome Produktion
  • Eigenständige Bestückung der Maschine mittels Roboter
  • Stärkung des Standortes durch flexible Inhouse-Fertigung

Die neue Produktionsmaschine ermöglicht es, alle Drehteile, die für die Herstellung der medizinischen Produkte benötigt werden, am Standort Tuttlingen selbst zu produzieren. Dazu gehören beispielsweise Zentralachsen für Leuchtensysteme und Einzelkomponenten für Operations- und Untersuchungsleuchten sowie den bald verfügbaren Sim.MOVE 800 Operationstisch.

Mit dieser Investition geht Simeon einen weiteren Schritt Richtung autonomer Produktion, unabhängig von Lieferketten und Lieferanten. Darüber hinaus steigert Simeon den Grad an Automatisierung in der Fertigung signifikant, unter anderem durch die eigenständige Bestückung der Maschine mittels Roboter. Ein weiterer positiver Effekt: Die Inhouse-Fertigung trägt dazu bei, die Dokumentationsanforderungen der neuen EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) einfacher einzuhalten. Durch die Minimierung von Lieferketten ist die vorgeschriebene Dokumentation in der Produktion und die anschließende Marktbeobachtung effizienter und zuverlässiger möglich. Die Investition ist damit ein wichtiger Beitrag, auch im Jahr des zwanzigsten Firmenjubiläums nicht nur kurzfristig handlungsfähig zu sein, sondern langfristig planen zu können.

Die Corona-Krise und die damit verbundenen wirtschaftlichen Turbulenzen zahlreicher Branchen bestärkten Geschäftsführer Tobias Lang in dieser strategischen Entscheidung: „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten im Krisenfall schnell zu Problemen führen kann. Je flexibler wir inhouse produzieren können, desto handlungsfähiger bleiben wir. Auch die Rahmenbedingungen der MDR spielen da eine große Rolle. Auch wenn die Übergangsfrist bis 2021 verlängert wurde, ist es ein wichtiges Zeichen an unsere Kunden, dass wir bereit für die MDR sind. ‚Made in Germany‘ und besonders ‚Made in Tuttlingen‘ waren uns immer sehr wichtig. So war diese Investition auch eine Entscheidung, den Standort Tuttlingen zu stärken“, so Lang.

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