France

Messe Orthomanufacture findet in Frankreich statt

Quelle: Pressemitteilung

Die Orthomanufacture, eine französisch/schweizerische Fachmesse speziell über die Implantat- und Instrumentenherstellung, wird in diesem Jahr wieder als Präsenzveranstaltung am 11. und 12. Mai in Saint-Etienne stattfinden. Es haben sich bereits 30 Aussteller angemeldet und die Besucher erwartet ein umfangreiches Konferenzprogramm.

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Die Orthomanufacture findet am 11. und 12. Mai in Saint-Etienne, Frankreich, statt.
Die Orthomanufacture findet am 11. und 12. Mai in Saint-Etienne, Frankreich, statt.
(Bild: Orthomanufacture)

Die Orthomanufacture, eine Fachmesse für medizintechnische Implantate und Instrumente für die Bereiche Orthopädie, Zahnimplantologie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, wurde 2017 ins Leben gerufen und feiert dieses Jahr sein fünfjähriges Bestehen. Nach einer aufgrund der Covid-19-Krise verschobenen Ausgabe 2020 und einer virtuellen Messeveranstaltung im Jahr 2021 wird die Orthomanufacture am 11. und 12. Mai am Stadtrand von Saint-Etienne stattfinden, womit dem Grundsatz, dass die Messe in geraden Jahren in Frankreich und in den ungeraden Jahren in der Schweiz abgehalten wird, Rechnung getragen wird. „Der Industriepark Métrotech bietet den Teilnehmern angenehme und zweckmäßige Räumlichkeiten im Großraum Lyon/Saint-Etienne und ist aufgrund der Autobahnnähe leicht erreichbar“, erklärte Guy-Philippe Planche, der Mitveranstalter des Events. Sein Partner Olivier Vecten fügte hinzu: „Die Messeaussteller und -besucher können darüber hinaus einen geräumigen Konferenzraum, günstig gelegene Parkplätze und die grüne Umgebung einer Region nutzen, in der zahlreiche Betriebe mit Schwerpunkt auf orthopädische Industrie angesiedelt sind.“

Alles für die Orthopädie, Zahnimplantologie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulenchirurgie

Die diesjährige Ausgabe läuft bisher gut an, denn bereits jetzt haben sich rund 30 Aussteller verbindlich angemeldet, darunter einige Unternehmen wie IPC (Innovative Polymer Compounds) mit Sitz in Irland, Part Precision aus Schweden, Alltec/Foba aus Deutschland sowie Zeiss, Stainless, Blispac u.v.m., die erstmals dabei sein werden. Orthomanufacture zählt aber auch treue Teilnehmer (die Wiederanmeldequote beträgt durchschnittlich 80 Prozent) wie Maire-Didier, Céfiméca, Altimet, Forécreu, NGL, Simon Médical und das Labor Icare.

Der Erfolg der zielgerichteten Messe ist auf den Willen der Veranstalter zurückzuführen, die den Schwerpunkt auf Technik setzten, was aus den Vortragsthemen unabhängiger Experten hervorgeht. Die Ausstellung bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich innerhalb eines Tages einen guten Überblick über die Anbieter des Sektors zu verschaffen und hoch spezialisierte, oft kleine Unternehmen anzutreffen, die auf den großen Messen nicht präsent sind. Fest steht, dass das Messekonzept überzeugt, denn Orthomanufacture zieht große Unternehmen der Branche wie z. B. Aesculap, Amplitude, Evolutis, Protheos an, so die Veranstalter.

Konferenzen von Chirurgen, Forschern und Industriellen

Dieses Jahr werden die Konferenzen, die parallel zur Messe stattfinden, in Zusammenarbeit mit der Ecole des Mines de Saint-Etienne und Inserm veranstaltet. Unter der Leitung des Dozenten und Forschers Dr. Jean Geringer wird am ersten Tag mit einer Bestandsaufnahme der Bedürfnisse orthopädischer Chirurgen begonnen, es werden u. a. Beiträge von Prof. Farizon und Dr. Boyer von der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie der Universitätsklinik Saint-Etienne angeboten. Außerdem werden mehrere Industrielle Vorträge zum Thema additive Fertigung halten, wie zum Beispiel Trumpf (Geräte für die additive Fertigung durch Laserschmelzen), Linde (Kontrolle des Gasprozesses während der additiven Fertigung) und Zeiss (Tomographiegeräte für die Suche nach Materialfehlern bei gedruckten Teilen, Rasterelektronenmikroskope usw.). IPC wird die Vorteile von Bioprinting vorstellen, einem Verfahren, das den 3D-Druck organischer Substanzen ermöglicht. Auch der Implantathersteller Adler Ortho wird über seine Erfahrungen in seinem Bereich berichten. Nicht zuletzt werden auch die rechtlichen Aspekte der additiven Herstellung von Implantaten erörtert.

Der erste Messetag endet mit einer Podiumsdiskussion der Referenten, an der mehrere zentrale Akteure des Sektors teilnehmen werden. Abends findet der traditionelle gesellige Abend statt, an dem Aussteller, Referenten und Besucher ihre Gespräche in einer gemütlichen und entspannten Atmosphäre fortsetzen können.

Der zweite Tag beginnt mit einem Schwerpunkt auf den Bereich der Zahnimplantate, der sich mit ähnlichen Herausforderungen wie die Orthopädie auseinandersetzen muss, sei es in Bezug auf die verwendeten Werkstoffe oder die rechtlichen Vorschriften. Die nächste Sitzung befasst sich mit bildgebenden Verfahren, die beispielsweise zur Bestimmung der Qualität und Biokompatibilität eines Werkstoffs oder zur Erstellung einer Patientendiagnose eingesetzt werden. Das Nachmittagsprogramm umfasst einen Beitrag über rechtliche Fragen (Materialbeständigkeit, Schisma mit der Schweiz, das von Dr. Daniel Delfosse von Swiss Medic erläutert wird), einen Überblick über die makroökonomische Situation der orthopädischen Industrie von Ali Madani von Avicenne sowie eine Konferenz zum Thema Operationsroboter und kollaborative Roboter, in dessen Rahmen Prof. Sylvain Hugon von der Hochschule für Ingenieurwesen und Management des Kantons Waadt (Schweiz) den Prototyp eines vollständig mit additiver Fertigung hergestellten Roboterarms vorstellen wird.

Interessierte, die nicht anwesend sein können, können per Videokonferenz an den Vorträgen teilzunehmen.

Weitere Artikel über Auftragsfertigung und Fertigungseinrichtungen finden Sie in unserem Themenkanal Fertigung.

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