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Spritzgussprodukte Neues Reinraumwerk bei Gemü

| Autor / Redakteur: Kathrin Schäfer / Kathrin Schäfer

Die Schweizer Firma Gemü hat im September ein neues Reinraumwerk bezogen. Damit sind die Schweizer gerüstet für neue Aufträge aus der Medizintechnik

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Bild 1 | Neues Reinraumwerk im schweizerischen Emmen: Hier fertigt Gemü zukünftig auch Medizinprodukte aus Hochleistungskunststoffen
Bild 1 | Neues Reinraumwerk im schweizerischen Emmen: Hier fertigt Gemü zukünftig auch Medizinprodukte aus Hochleistungskunststoffen
(Bild: Gemü)

Die Fasnacht, für die Basel so bekannt ist, sei kein originär Schweizer Brauch, sondern eine Tradition, die Süddeutsche und Elsässer in die Schweiz mitgebracht hätten, erklärt der Taxifahrer auf der Fahrt nach Emmen, zur Eröffnung des neuen Reinraumwerks der Firma Gemü. Ob diese Darstellung der Historie stimmt oder nicht: Die Firma Gemü – mit vollem Namen Gebrüder Müller Apparatebau GmbH & Co. KG – stammt definitiv aus Süddeutschland und ist von dort aus in die Schweiz expandiert.

Der Hauptsitz der Firmengruppe befindet sich noch heute im schwäbischen Ingelfingen-Criesbach. Dort hat Gründer und Inhaber Fritz Müller 1964 in der elterlichen Garage angefangen. Seine Idee: Kunststoff-Ventile herstellen, die auch aggressiven Flüssigkeiten standhalten.

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Umzug in ein neues Reinraumwerk

Seit 1981 ist Gemü in der Schweiz angesiedelt, und dort befindet sich auch der Produktbereich Medizintechnik. Weil der Produktionsstandort in Rotkreuz jedoch über die Jahre zu klein geworden ist, hat das Unternehmen jetzt ein neues, speziell für die eigenen Fertigungsbedürfnisse gebautes Reinraumwerk im benachbarten Emmen bezogen (Bild 1). Der Standort Rotkreuz bleibt für die Industriefertigung weiter bestehen. Die Medizintechnik jedoch sowie auch die Halbleiterfertigung werden zukünftig auf der grünen Wiese, gleich neben einem Lieferanten für Milchprodukte, angesiedelt sein.

Hier gibt es zirka 1.800 m2 Reinraum der ISO-Klasse 8 und GMP-Klasse C für die Spritzgusstechnik und zirka 1.000 m2 Reinraum ISO 8 und GMP-Klasse C für die Montagetechnik – lokal kann dieser Bereich auf ISO 6 erhöht werden. Weitere 2.500 m2 stehen für Spritzguss- und Montagetechnik unter kontrollierten Umgebungsbedingungen zur Verfügung.

Fertigung, Logistik und Verwaltung

Zahlreiche Gäste erwartet das Unternehmen an diesem Freitagmorgen, dem Tag der Eröffnung. Für den Taxifahrer ist es nicht einfach, den Eingang des großen Gebäudekomplexes zu finden. Im Innern erwarten die Besucher weiß getünchte Wände und frisch polierte Böden, in denen man beinahe sein eigenes Spiegelbild erkennen kann. Ein Blick nach draußen offenbart die Spitzen der Schweizer Berge, auf denen der erste Schnee liegt.

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