Hartmann Gruppe

Neues Medical Innovation Center für Wundauflagen und OP-Sets

| Redakteur: Peter Reinhardt

Feierliche Eröffnung des Medical Innovation Centers der Hartmann-Gruppe.
Feierliche Eröffnung des Medical Innovation Centers der Hartmann-Gruppe. (Bild: KD Busch, Fellbach)

In Anwesenheit des Bundesministers für Gesundheit, Hermann Gröhe, hat die Hartmann-Gruppe am Sitz ihrer Konzernzentrale in Heidenheim das Medical Innovation Center eröffnet. Unter Reinraumbedingungen werden dort unter einem Dach Sortimente zur Wundbehandlung und kundenindividuelle OP-Komplettsets gefertigt.

Mit der Eröffnung setzt Hartmann ein Zeichen. Denn Deutschland ist ein wichtiger Produktionsstandort für die Belieferung internationaler Märkte mit innovativen Medizinprodukten.

Gesundheitsminister Gröhe zu Gast bei der Paul Hartmann AG

Das sieht wohl auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe so. Er ist persönlich zur Eröffnung des Medical Innovation Centers nach Heidenheim gekommen – eine Würdigung des Bekenntnisses der Paul Hartmann AG zum Produktionsstandort Deutschland und dem damit verbundenen Investitionsvolumen von mehr als 15 Mio. Euro. Dies ist letztlich auch Ausdruck der Bemühungen der Bundesregierung, die Medizinprodukteindustrie in Deutschland als besonders krisenfeste Branche zu fördern.

In seiner Rede geht Hermann Gröhe auf diesen Aspekt ein. Er betont, dass Deutschland für die Medizinprodukte- und Pharmaindustrie hervorragende Standortbedingungen bietet und dass in Deutschland mehr als fünf Millionen Menschen in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt sind. Dass ein führendes europäisches Unternehmen wie Hartmann am Konzernstandort 300 Arbeitsplätze durch das Medical Innovation Center sichere, wertet er als Beleg für die Attraktivität des Standorts Deutschland. Beim Firmenrundgang zeigt sich Gröhe durchaus beeindruckt, dass Produkte zur Wundbehandlung weiterhin hohes Innovationspotential bieten.

Ein Forum für den Dialog mit Kunden

„Mit dem Medical Innovation Center schaffen wir die erforderlichen Fertigungskapazitäten, um in zwei bedeutenden Geschäftsfeldern des Konzerns auch künftig und noch erfolgreicher zu wachsen“, sagt Andreas Joehle, CEO der Hartmann-Gruppe anlässlich der Eröffnungsfeier mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie Kunden am 7. Juli 2014. Medical stehe für Medizinprodukte und medizinische Kompetenz von Hartmann. Innovation meine die Entwicklung und Fertigung neuer Produkte streng nach Kundenanforderungen. „Und Center bedeutet, dass wir hier ein Forum für den Dialog mit unseren Kunden bieten“, eläutert Joehle den Namen.

Fertigung unter Reinraumbedingungen

Im Medical Innovation Center wird unter Reinraumbedingungen gefertigt. Schlanke Produktions- und Logistikstrukturen sorgen dabei für einen reibungslosen Materialfluss. Leitmotive hinter der Konzeption sind Transparenz und Flexibilität, die sich sowohl in den internen Abläufen als auch im Dialog mit Kunden und Besuchern vor Ort ausdrücken. Dr. Felix Fremerey, Chief Process Officer und für das Projekt verantwortliches Vorstandsmitglied: „In diesem Gebäude machen wir Prozesse sichtbar, indem wir das effiziente Zusammenspiel von Produktion und Logistik zeigen. Gemeinsam mit unseren Kunden entstehen hier innovative Produktideen, die wiederum in die Fertigung vor Ort einfließen.“

93 Millionen Wundauflagen und 700.000 kundenindividuelle OP-Sets pro Jahr

Hartmann hat einen zweistelligen Millionenbetrag in das Medical Innovation Center investiert. Dort produzieren rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Jahr rund 93 Millionen Wundauflagen und etwa 700.000 kundenindividuelle OP-Sets. Ein umfassendes Hygienekonzept beinhaltet unter anderem ein mehrstufiges Umkleidesystem für Produktionsmitarbeiter sowie eine Fertigung in partikelarmer Luft. Ein Routenzug sorgt für einen kontinuierlichen Materialfluss, indem er die Fertigung mit Rohstoffen und Vorfabrikaten beliefert sowie Fertigware abholt. In einem originalgetreu nachgebildeten Operationssaal finden Kundenschulungen zum praxisgerechten Einsatz von OP-Sets statt.

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