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Medica / Compamed 2015

Neue Laufzeit, gute Stimmung / Trendthema Digitalisierung, E-Health-Gesetz nachbessern

| Redakteur: Peter Reinhardt

Düsseldorf, 12. November 2015 – Vorpressekonferenz zum Messeduo Medica/Compamed: Hier erfahren Journalisten, was nicht in den offiziellen Pressemitteilungen, sondern zwischen den Zeilen steht – zum Beispiel zu den Hintergründen der Laufzeitverschiebung.

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(Bild: Reinhardt)

Warum die Messe nicht mehr wie bisher von Mittwoch bis Freitag stattfindet, sondern auf die neuen Laufzeittage Montag bis Donnerstag gelegt wurde, erklärt Messe-Geschäftsführer Joachim Schäfer: „Die Besucherzahlen am Samstag waren seit Jahren rückläufig. Speziell die Besucher aus den europäischen Anrainerstaaten befürworten die Verlegung in die Arbeitswoche.“ Zudem habe der extrem stark frequentierte Donnerstag immer wieder zu infrastrukturellen Problemen geführt. Durch die Verlegung erhoffen sich die Messemacher nun eine gleichmäßigere Verteilung, auch in Hinblick auf die Abendveranstaltungen der Aussteller. „Messe ist heute auch Entertainment“, so Schäfer. Jeden Abend fänden Dutzende Events der Aussteller auf dem Messegelände statt.

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Medica und Compamed brechen alle Rekorde

Das gilt indes vor allem für die Medica. Für die deutlich kleinere Compamed bedeutet die Verlegung vor allem einen zusätzlichen Messetag, endete sie doch bisher schon nach drei Tagen am Freitag. Hier wird es spannend sein, wie sich die zuletzt rund 17.000 Fachbesucher auf die nun bevorstehenden vier Messetage verteilen.

Mit gut 4.950 Ausstellern auf der Medica und 790 Ausstellern auf der Compamed melden beide Messen Rekordzahlen. „Die Messe ist voll, die Eingangsparameter sind phantastisch“, ist Schäfer zufrieden und gibt für die Medica 128.000 Besucher als Ziel aus.

Digitale Vernetzung ist das Trendthema der Messe

Denen wird Jahr für Jahr viel geboten. „Düsseldorf ist der Ort, an dem die Hersteller ihre Innovationen präsentieren“, erklärt Horst Giesen, Director der Messen Medica und Compamed, und liefert auch direkt das Trendthema 2015: digitale Vernetzung. „Medizin und IT wachsen immer enger zusammen“, so Giesen, das werde die Medica zeigen. „Dafür müssen Medizingerätehersteller die erforderlichen Schnittstellen bereitstellen“, so Giesen weiter. Und genau hier sticht ein unschlagbarer Trumpf des Messeduos aus Medizin- und Zulieferermesse: Aussteller der Medica können als Besucher der Compamed direkt nach Entwicklungspartnern und Zulieferern Ausschau halten.

Ein weiterer Trend ist tragbare Medizintechnik. „Wearables werden zum Allzweckmittel der Medizintechnik“, erklärt Giesen. Großen Anteil daran haben die Aussteller auf der Compamed. Mit miniaturisierter Sensorik, innovativen Materialien und Hochleistungsspeichermedien stellen diese die erforderlichen Komponenten bereit.

Miniturisierung der Medizintechnik

Einer, der sich damit auskennt, ist Dr. Thomas Kritzler, stellvertretender Vorsitzender des IVAM Fachverbandes für Mikrotechnik. „Obwohl die Miniaturisierung längst in der Medizintechnik angekommen ist, suchen Medizinproduktehersteller händeringend nach Technologien und Zulieferern, um die damit verbundenen Herausforderungen zu bewältigen.“ Fündig dürften sie speziell unter den 55 Ausstellern auf dem Gemeinschaftsstand des Verbandes werden. Schlüsseltechnologien für das Trendthema Individualisierung seien dort ebenso zu finden wie für den immer interessanter werdenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt. Entsprechend gut gestimmt sieht Kritzler der Medica und Compamed entgegen: „Die Medizintechnik ist ein Segment, das uns noch viel Freude bereiten wird“, so seine Prognose.

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